PATTAYA, THAILAND – Pattaya setzt als erster Ort des Landes ein offizielles Lizenzsystem für das Unterwasserangebot Sea Walker um und will damit Sicherheit, Servicequalität und Umweltschutz deutlich erhöhen. Die Stadt sieht das Projekt als Pilotprogramm für eine landesweite Regelung und knüpft die Genehmigungen an strenge Auflagen für Betreiber.
Erstmals offizielle Genehmigungen
Am 05.02.2026 haben Bürgermeister Poramese Ngampichet, sein Stellvertreter Wutthisak Roemkitkarn und leitende Vertreter der Marine- und Küstenressourcenbehörde sowie des Regionalbüros der Schifffahrtsbehörde Pattaya eine Vor-Ort-Kontrolle von Sea-Walker-Booten vor Pattaya und Ko Lan durchgeführt.
Bei dem Termin um 10.30 Uhr informierten Betreiber und zuständige Behördenvertreter die Delegation detailliert über Abläufe, Sicherheitsvorkehrungen und technische Ausstattung der Angebote.
Pilotprogramm mit 19 registrierten Anbietern
Der Bürgermeister, in Pattaya unter dem Spitznamen „Beer“ bekannt, betonte, dass die Inspektion ein entscheidender Schritt zur Lizenzvergabe an 19 registrierte Sea-Walker-Unternehmen sei und damit den Start eines landesweiten Pilotprojekts markiere.
Pattaya habe gemeinsam mit dem Büro für Meeres- und Küstenressourcen Sektion 2 und dem Regionalbüro der Marinebehörde umfassende Richtlinien erarbeitet, und sobald alle Kriterien erfüllt seien, würden die Lizenzen umgehend erteilt.
Strenge Auflagen für Sicherheit und Fairness
Das neue Lizenzsystem soll den Betrieb kontrollieren, hohe Dienstleistungsstandards sichern und die Rechte von Touristen schützen, etwa durch Sanktionen gegen Anbieter, die Gäste ausnutzen.
Verstöße sollen ähnlich streng geahndet werden wie bei Regelverletzungen von Betreibern von Strandliegen und Sonnenschirmen, um das Vertrauen in die Sicherheit des Reiseziels Pattaya zu stärken.
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Schutz von Korallen und Meeresökosystem
Zentraler Punkt der Auflagen ist der Schutz von Korallenriffen und Meeresökosystemen, wobei Betreiber sicherstellen müssen, dass ihre Aktivitäten natürliche Korallenstrukturen nicht beeinträchtigen.
Vorgeschrieben sind unter anderem festgelegte Ankerpunkte abseits sensibler Riffe, funktionierende Abwassersysteme, regelmäßige Kontrollen der Sicherheitsausrüstung und geschulte Aufsichtspersonen mit Zertifikaten der Meeres- und Küstenressourcenbehörde für tauchbezogenen Tourismus.
Reaktion auf frühere Zwischenfälle
Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Arbeiten an dem Regulierungssystem bereits seit einiger Zeit laufen, nachdem frühere Vorfälle im Sea-Walker-Sektor, darunter eine schwere Verletzung eines indischen Touristen im Jahr 2024, den Handlungsbedarf aufgezeigt hatten.
Das Ministerium für Naturressourcen und Umwelt hat Pattaya die Aufsicht über diese Aktivitäten per spezieller Kommission übertragen, womit die Stadt als erste Region im Land Sea Walker rechtlich zulässt und reguliert.
Barrierearmer Unterwassertourismus
Sea Walker, auch als Helmet Diving oder Unterwasser-Spaziergang bekannt, ermöglicht Teilnehmern mit luftversorgten Helmen über den Meeresboden zu laufen und Meereslebewesen zu beobachten, ohne schwimmen oder tauchen zu können.
Damit eröffnet die Aktivität einem breiten Publikum einen vergleichsweise leicht zugänglichen Einblick in die Unterwasserwelt vor Pattaya.
Appell an Betreiber und Blick auf nachhaltiges Wachstum
Poramese Ngampichet rief alle Sea-Walker-Unternehmen auf, bei der Umsetzung verantwortungsvoller Tourismusstandards mitzuwirken, um Sicherheit der Besucher und den Erhalt der Unterwasserressourcen dauerhaft zu gewährleisten.
Dieses Vorgehen werde helfen, Pattayas Ruf als hochwertiges Reiseziel zu sichern, das Sicherheitsniveau für Leben und Eigentum zu erhöhen, ein positives Image zu fördern und ein ausgewogenes, nachhaltiges wirtschaftliches und touristisches Wachstum zu erreichen, erklärte der Bürgermeister.
🌊 Mehr Regeln im Meer – schützt das Touristen und Natur wirklich?
Pattaya greift durch und reguliert eine beliebte Unterwasser-Attraktion erstmals offiziell. Ziel sind mehr Sicherheit, bessere Standards und Schutz für Korallenriffe.
Sind strengere Vorschriften der richtige Weg für nachhaltigen Tourismus – oder droht Überregulierung?
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