BANGKOK, THAILAND – Thailands Einwanderungsbehörde hat im Rahmen eines landesweiten Vorgehens gegen grenzüberschreitende Kriminalität mehrere international gesuchte Verdächtige festgenommen, darunter drei mutmaßliche Mörder aus Vietnam. Nach Behördenangaben wurden in den Jahren 2025–26 bereits mehr als 125 ausländische Tatverdächtige gestellt, die in anderen Staaten wegen schwerer Delikte wie Mord, Drogenhandel, Geldwäsche und organisierter Kriminalität gesucht wurden.
Schwerpunkt auf flüchtigen Gewaltstraftätern
Die Immigration Bureau erklärte bei einer Pressekonferenz am 5. Februar in Bangkok, die jüngsten Festnahmen seien Teil einer verstärkten Strategie gegen ausländische Flüchtige, die das Land als Rückzugsort oder Basis für kriminelle Aktivitäten nutzten.
Ziel sei es laut Behörde, konsequent gegen Personen vorzugehen, die versuchen, sich durch die Einreise nach Thailand einer Strafverfolgung in ihren Heimatländern zu entziehen.
Amerikanischer Mordverdächtiger in Bangkok festgenommen
Zu den prominenten Fällen zählt die Festnahme eines 23-jährigen US-Amerikaners, der auf Grundlage eines Haftbefehls des Bundesstaates Georgia wegen vorsätzlichen Mordes und Verstößen gegen das Waffenrecht gesucht wurde.
Der Mann wurde in Bangkok lokalisiert, seine Aufenthaltserlaubnis widerrufen und er befindet sich derzeit in Haft, während die Auslieferung in die Vereinigten Staaten vorbereitet wird.
Geldwäschefall mit Verbindung zum maledivischen Fußball
In einem weiteren Fall nahmen Beamte einen 38-jährigen Malediver fest, der aufgrund einer Interpol-Red-Notice wegen Geldwäsche und Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Fußballverband der Malediven gesucht wurde.
Nach Angaben der Einwanderungsbehörde beläuft sich der mutmaßliche Schaden in diesem Fall auf mehr als 50 Millionen Baht, wobei die Ermittlungen in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen im Ausland geführt werden.
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Vietnamesische Mordverdächtige in Chon Buri und Bangkok gestellt
Unabhängig davon verhafteten Einsatzkräfte drei vietnamesische Staatsangehörige, die von der Polizei in Da Nang wegen vorsätzlichen Mordes gesucht wurden und sich in Thailand versteckt hielten.
Die Männer wurden in Chon Buri und Bangkok beim Überziehen ihrer Visa entdeckt, ohne Widerstand festgenommen, zunächst wegen Verstößen gegen das Einwanderungsrecht angeklagt und zur Abschiebung nach Vietnam vorbereitet, wo sie sich einem Strafverfahren stellen sollen.
Aufgriff von 51 Migranten in der Grenzprovinz Kanchanaburi
Separat stoppten Einwanderungsbeamte in der Provinz Kanchanaburi einen umgebauten Pickup, in dem 51 Migranten aus Myanmar ohne gültige Papiere transportiert wurden.
Der Fahrer gab laut Polizei an, die Gruppe von der Grenze aus in mehrere Provinzen und anschließend weiter nach Malaysia bringen zu wollen und pro Person Beträge von mehreren zehntausend bis über 60.000 Baht kassiert zu haben.
Zusammenarbeit mit internationalen Sicherheitsbehörden
Die Immigration Bureau betonte, man werde die Kooperation mit internationalen Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden weiter ausbauen, um zu verhindern, dass Thailand zu einem sicheren Hafen für transnationale Kriminelle werde.
Die aktuellen Fälle sollen nach Darstellung der Behörde signalisieren, dass die Regierung entschlossen ist, ausländische Tatverdächtige rasch zu identifizieren, festzunehmen und in enger Abstimmung mit den jeweiligen Herkunftsländern der Justiz zuzuführen.
🚨 Sicherer Hafen für Kriminelle – oder zeigt Thailand jetzt Härte?
Internationale Fahndungen, Mordvorwürfe und organisierte Schleusungen: Die jüngsten Festnahmen zeigen, wie stark globale Kriminalität auch Südostasien erreicht. Behörden betonen, dass Thailand kein Rückzugsort für Täter sein soll.
Reicht diese Strategie aus, um Kriminalität einzudämmen – oder braucht es noch strengere Kontrollen?
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