BANGKOK – Während die Ölpreise weltweit explodieren, greift die thailändische Regierung durch. Energieminister Auttapol Rerkpiboon hat eine Garantie abgegeben: Der Dieselpreis wird nicht über 30 Baht pro Liter steigen. Der milliardenschwere Fonds soll das weiterhin möglich machen.
So kämpft Thailand gegen den globalen Preisschock
Hintergrund sind die eskalierenden geopolitischen Spannungen, vor allem der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der Preis für Diesel am wichtigen Singapore Benchmark ist bereits von 77 auf 87-88 US-Dollar pro Barrel gestiegen.
Doch an den thailändischen Tankstellen soll davon nichts zu spüren sein. Die Regierung nutzt den Öl-Fonds (Oil Fuel Fund) als mächtiges Werkzeug.
„Aktuell ist der Preis stabil bei etwa 30 Baht pro Liter, und der Preis für Haushalts-LPG bleibt bis Ende März 2026 bei 423 Baht pro 15-kg-Flasche fixiert“, so Minister Auttapol.
Milliardenschwerer Puffer macht’s möglich
Der Trick: Die Behörde hat den Beitrag aus dem Fonds für Diesel um satte 2 Baht pro Liter reduziert. Jetzt werden nur noch 0,20 Baht pro Liter belastet. Dieser massive Hebel hält den Preis an der Zapfsäule künstlich niedrig. Das Ziel ist klar: Die Lebenshaltungskosten für die Bürger dürfen nicht weiter steigen.
„Wir nutzen den Öl-Fonds als Puffer, um die Stabilität zu gewährleisten“, bekräftigte der Minister. Die Priorität liege klar auf der Entlastung der Menschen.
Vom Defizit in die schwarzen Zahlen – Eine kleine Sensation
Noch im Oktober 2025 wies der Fonds ein gewaltiges Defizit von 14,7 Milliarden Baht (ca. 367 Mio. Euro) auf. Eine gefährliche Schieflage. Doch die aktuelle Bilanz vom 5. Februar 2026 erzählt eine andere Geschichte: Ein Überschuss von etwa 1 Milliarde Baht (ca. 25 Mio. Euro).
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Diese erstaunliche Trendwende zeigt den erfolgreichen Kampf des Ministeriums, den Fonds nachhaltiger zu managen und trotzdem bezahlbare Energie zu garantieren.
Warum dieser Schritt jetzt so wichtig ist
Diesel ist das Lebensblut der thailändischen Wirtschaft. LKWs, Busse, Fischerboote und Landmaschinen tanken ihn. Ein Preissprung würde sich sofort auf alle Waren und Dienstleistungen auswirken.
Die Regierung fürchtet eine Inflationsspirale. Günstiger Treibstoff ist daher nicht nur Verbraucherschutz, sondern aktive Wirtschaftspolitik. Seit Amtsantritt von Minister Auttapol im Oktober 2025 wurden die Preise für Diesel und Benzin dank des Fonds kontinuierlich gesenkt.
Die große Frage: Wie lange hält der Fonds durch?
Experten stellen jedoch kritische Fragen. Der Fonds ist ein künstlicher Puffer, der die Marktpreise nicht widerspiegelt. Was passiert, wenn die globalen Ölpreise weiter steigen? Kann der Fonds den Druck dann weiter abfedern?
Die Regierung betont, man beobachte die Lage genau und sei zu weiteren Maßnahmen bereit. Das Wohl der Bürger stehe an erster Stelle.
Signal der Stärke in unsicheren Zeiten
In einer von Krisen geschüttelten Welt sendet Thailand damit ein Signal der Stabilität und Handlungsfähigkeit. Während andere Nationen mit explodierenden Energiepreisen kämpfen, scheint die thailändische Regierung die Kontrolle zu behalten.
Ob diese Rechnung langfristig aufgeht, wird die Entwicklung der weltpolitischen Lage zeigen. Für den Moment atmen viele Verbraucher erleichtert auf.
⛽ Preisbremse oder tickende Kostenbombe?
Während weltweit die Ölpreise steigen, hält Thailand den Diesel künstlich niedrig, um Bürger zu entlasten. Doch solche Maßnahmen können teuer werden.
Ist das kluge Krisenpolitik – oder verschiebt die Regierung das Problem nur in die Zukunft?
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