BANGKOK â Die Zahlen sorgen fĂźr Stirnrunzeln: Thailands Verbraucherpreise sind im Dezember 2025 zum neunten Mal in Folge gefallen. Das ganze Jahr 2025 schloss mit einer Deflation von -0,14% â ein Minus-Kurs, den es zuletzt vor fĂźnf Jahren gab.
Deflation hat Thailand fest im Griff
Im Dezember lag die Teuerungsrate bei -0,28% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit rutschte das Land das neunte Monat in Folge in den negativen Bereich.
Fßr das Gesamtjahr 2025 ergibt sich eine Inflationsrate von -0,14%. Das ist der erste Jahreswert im Minus seit 2020.
Laut der Kasikorn Research Center sind vor allem die gesunkenen Energiepreise der Treiber. Sie fielen um satte 7,0% und drßckten die Gesamtinflation um -1,7 Prozentpunkte.
Billige Energie, teures GemĂźse: Eine gespaltene Preisentwicklung
Der globale Ălpreisverfall und staatliche MaĂnahmen wie Subventionen fĂźr FlĂźssiggas (LPG) und gesenkte Diesel- und Stromtarife halten die Kosten niedrig.
Doch es gibt einen Gegenpol: Die Preise fßr einheimisches Gemßse und Obst stiegen im Dezember um 5,2%.
âDie Ăberschwemmungen zum Jahresende und ein niedriger Vergleichswert aus 2024 trieben die Preise fĂźr Limetten, Koriander und andere frische Lebensmittel in die HĂśheâ, so die Analysten. Die Lebensmittelinflation war damit erstmals seit acht Monaten wieder positiv.
Was die Deflation fĂźr Verbraucher und die Wirtschaft bedeutet
Auf den ersten Blick klingt es gut:Â Fallende Preise entlasten die Haushaltskasse. Benzin, Strom und Gas sind gĂźnstiger.
Doch langfristige Deflation ist ein gefährliches Signal fßr die Wirtschaft. Sie kann zu Investitionsstopps fßhren, wenn Unternehmen keine PreiserhÜhungen erwarten kÜnnen.
Auch Staatsschulden werden in realer Wertung schwerer zurßckzuzahlen. Die thailändische Zentralbank muss diesen Spagat genau beobachten.
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Prognose fĂźr 2026: Leichte Erholung, aber Risiken bleiben
Die Kasikorn-Experten erwarten fßr 2026 eine leichte Rßckkehr ins Plus. Die Inflationsprognose liegt bei +0,4%.
Grßnde sind der nachlassende Druck bei den Energiekosten, moderate Anstiege bei den Lebensmittelpreisen und ein weiteres Wachstum der Kerninflation.
Doch die Deflationsrisiken sind nicht gebannt. Ein erneuter Einbruch der Weltkonjunktur oder weiter fallende Rohstoffpreise kÜnnten die Erholung zunichtemachen.
Die groĂe Frage: Wann greift die Notenbank ein?
Die thailändische Zentralbank steht vor einer kniffligen Aufgabe. Sollte die Deflation anhalten, kÜnnte sie die Zinsen senken, um die Konjunktur anzukurbeln.
Andererseits kÜnnte eine zu lockere Geldpolitik die Verschuldung anheizen und neue Blasen verursachen.
Die Entwicklung der Preise in den nächsten Monaten wird richtungsweisend fĂźr die gesamte Wirtschaftspolitik des Landes sein. FĂźr die Verbraucher bleibt es vorerst eine Zeit der gĂźnstigen Preise â mit ungewissem Ausgang.
đŁ Billiger leben â oder stiller Alarm?
Sinkende Preise klingen gut. Doch Deflation kann auch heiĂen: schwache Nachfrage, gebremster Konsum, unsichere Unternehmen.
Ist das ein Segen fĂźr Haushalte â oder ein gefährliches Signal fĂźr Thailands Wirtschaft?
Und wie lange kann ein Land im PreisrĂźckgang leben, ohne dass Jobs, LĂśhne und Investitionen leiden?
Was spĂźrst du im Alltag â Entlastung oder Stillstand?



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