CHIANG MAI, THAILAND – In den südlichen Teilen der Provinz Chiang Mai sind die ersten Waldbrände des Jahres ausgebrochen, doch die Behörden betonen, dass die Lage dank noch vorhandener Restfeuchte in den Wäldern weiterhin unter Kontrolle sei.
Erste Feuer in mehreren Provinzen
Nach Angaben von Kritsayam Kongsatri, Direktor des Protected Area Regional Office 16 in Chiang Mai, seien die Bedingungen seit Beginn des Jahres 2026 noch nicht extrem gewesen, da die Wälder bislang einen Teil ihrer Feuchtigkeit behalten hätten.
In den vergangenen ein bis zwei Wochen hätten sich jedoch vermehrt Brände im südlichen Abschnitt der Provinz entwickelt, nachdem Feuer zunächst in der Provinz Tak ausgebrochen und über Lamphun in den Süden von Chiang Mai weitergezogen seien.
Schwerpunkt im Distrikt Doi Tao
Als derzeit besonders kritisch bezeichnete Kongsatri die Lage im Distrikt Doi Tao im Süden der Provinz, wo die Feuer sich am stärksten ausgebreitet hätten.
Die Behörden beobachteten zudem den Op-Luang-Nationalpark genau, ein ökologisch bedeutsames Gebiet mit trockenen Dipterocarpaceen- und Mischlaubwäldern, in dem anhaltende Trockenheit für starken Blattfall und damit mehr brennbares Material am Boden gesorgt habe.
Verschärfte Kontrollen und Waldsperrungen
Das Protected Area Regional Office 16 habe die Überwachung an Ein- und Ausgängen der Wälder deutlich verstärkt und vorübergehende Waldschließungen angeordnet.
Bewohnerinnen und Bewohner, die zum Sammeln von Waldprodukten in die Waldgebiete gehen müssten, würden aufgefordert, sich vorab zu registrieren, um nicht als mögliche Verdächtige behandelt zu werden.
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Anpassung der Patrouillen und Appell an die Bevölkerung
Die Patrouillenpläne im Inneren der Wälder seien angepasst worden, wobei Einsatzkräfte nun gezielt jene Zonen kontrollierten, in denen es erfahrungsgemäß immer wieder zu Bränden komme.
Die Verantwortlichen riefen die Öffentlichkeit zu enger Zusammenarbeit bei der Waldbrandprävention auf und erklärten, man wolle die Ergebnisse des Vorjahres bei der Brandbekämpfung und Schadensbegrenzung übertreffen.
Gezielte Brennmaßnahmen in Schutzgebieten
Parallel liefen in mehreren Regionen Maßnahmen zum Brennstoffmanagement, insbesondere im Om-Koi-Wildschutzgebiet, wo die Brennstoffsituation derjenigen im Op-Luang-Nationalpark im Distrikt Hot ähnele.
Kontrollierte Feuer seien zudem bereits in kleinen Parzellen im Ban-Hong-Wildschutzgebiet und im Mae-Ping-Nationalpark entzündet worden, um trockenes Material zu reduzieren.
Kleine Brandflächen und technischer Rahmen
Die Behörden betonten, die kontrollierten Brände würden in kleinen, überschaubaren Abschnitten durchgeführt, die jeweils noch vor Einbruch der Nacht vollständig gelöscht werden könnten und sich auf wiederkehrende Brandherde oder zwingend notwendige Eingriffsflächen konzentrierten.
Im Mae-Ping-Nationalpark seien rund 100 Rai – etwa 16 Hektar – für das Brennstoffmanagement ausgewiesen worden, darunter Flächen, die häufig von Anwohnern zum Sammeln von Waldprodukten genutzt würden, um den Druck auf umliegende Wälder zu verringern.
Keine Änderung der Strategie trotz Problemen
Auf die Frage nach möglichen Anpassungen der Waldbrandstrategie auf Grundlage von Kabinettsbeschlüssen erklärte Kritsayam, es seien derzeit keine Änderungen geplant.
In den vergangenen Jahren seien weniger als 3 Prozent der geplanten Brennstoffmanagementflächen tatsächlich bearbeitet worden, was vor allem an ungünstigen Witterungsbedingungen, schlechter Luftzirkulation oder Befürchtungen hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf lokale Gemeinden gelegen habe.
Priorität für schwer zugängliche Risikogebiete
Kritsayam betonte, dass sich die Einsätze weiterhin auf Gebiete konzentrieren würden, in denen Brände nur schwer zu löschen seien, regelmäßig wiederkehrten oder ein reales Risiko darstellten.
Diese Priorisierung erfolge im Einklang mit den technischen Leitlinien, die vom Kabinett vorgegeben worden seien, und solle helfen, begrenzte Ressourcen möglichst wirkungsvoll einzusetzen.
🔥 Jährliche Feuerkrise – lässt sie sich überhaupt stoppen?
Noch ist die Lage unter Kontrolle, doch die Brände haben bereits begonnen und könnten sich mit zunehmender Trockenheit verschärfen. Für viele Menschen im Norden bedeutet das jedes Jahr Rauch, schlechte Luft und Gesundheitsrisiken.
Sind strengere Maßnahmen nötig – oder gehören solche Feuer inzwischen zur neuen Realität?
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