BANGKOK, THAILAND – Die Abteilung für Krankheitskontrolle (DDC) lässt neue Regeln prüfen, die Alkohol bei „traditionellen Banketten“ auch dort erlauben könnten, wo er normalerweise verboten ist. Hochzeiten und diplomatische Empfänge sollen dabei ausdrücklich als Ausnahmen gelten.
Entwurf liegt im staatlichen Rechtssystem aus
Die zuständige Stelle, das Office of the Alcohol Control Committee unter dem Department of Disease Control, sammelt Stellungnahmen zu einem Entwurf einer Verordnung des Prime Minister’s Office.
Die Rückmeldungen werden nach Angaben aus dem DDC über das zentrale staatliche Rechtssystem vom 2. März bis 16. März eingeholt.
Breite Anhörung von Polizei bis Zivilgesellschaft
Die Konsultation richtet sich an Strafverfolgungsbehörden, politische Entscheider, die Öffentlichkeit, Wissenschaft sowie zivilgesellschaftliche Gruppen und Organisationen.
Damit soll vor einer finalen Fassung geklärt werden, welche Anlässe in der Praxis tatsächlich als „traditionell“ gelten und wie eng oder weit die Ausnahmen gefasst werden.
Neue Definition durch geändertes Alkoholgesetz
Auslöser ist das geänderte Alcoholic Beverage Control Act, das erstmals eine rechtliche Definition von „traditional banquets“ eingeführt hat.
Gemeint sind Veranstaltungen, die über lange Zeit verbreitet praktiziert werden und bei denen der Konsum alkoholischer Getränke üblicherweise dazugehört.
Alkohol trotz Verbotszonen – wenn ein Anlass anerkannt wird
Die Behörden wollen nun wissen, ob bestimmte Gelegenheiten offiziell als traditionelle Bankette anerkannt werden sollten und an welchen Orten dann Alkohol ausgeschenkt werden dürfte.
Denn bislang ist Alkoholkonsum unter anderem in Regierungsbüros, Staatsunternehmen, Bildungseinrichtungen und weiteren staatlich kontrollierten Bereichen grundsätzlich untersagt, während das Gesetz Ausnahmen für formell designierte traditionelle Ereignisse per Ministerbekanntmachung zulässt.
Hochzeiten sollen ausdrücklich unter die Ausnahmen fallen
Nach dem Vorschlag würden Hochzeitsfeiern als traditionelle Bankette eingestuft, sodass bei solchen Anlässen Alkohol auch in sonst restriktiven Veranstaltungsorten möglich wäre.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Damit würde eine häufige Praxis rechtlich abgesichert, zugleich aber auch klarer geregelt, wann und wo bei Hochzeiten Ausnahmen greifen.
Sonderrolle für diplomatische Bankette
Der Entwurf sieht außerdem vergleichbare Ausnahmen für diplomatische Bankette vor.
Begründet wird das mit der Funktion formeller Empfänge und dem Stellenwert kultureller Traditionen in internationalen Beziehungen.
Parallel-Entwurf zur Behandlung von Abhängigkeit
Unabhängig von den Bankett-Regeln holt das Department auch Kommentare zu einem weiteren Entwurf ein, der Behandlung und Rehabilitation für Menschen mit Alkoholabhängigkeit verbessern soll.
Demnach würde das Alcohol Control Committee mit Gesundheitsdiensten zusammenarbeiten, medizinische und psychische Einschätzungen organisieren, die Behandlungsberechtigung bescheinigen und Reha-Ergebnisse überwachen.
Datenerfassung und Berichtspflichten sollen verschärft werden
Vorgesehen ist zudem, dass zuständige Stellen Daten systematisch dokumentieren und Fortschritte an Aufsichtsgremien berichten.
Das zielt auf mehr Nachvollziehbarkeit in der Versorgung, ohne dass im Entwurf bereits konkrete Sanktionsmechanismen oder Detailstandards öffentlich benannt wurden.
Deine Meinung
Sind klar definierte Ausnahmen für Hochzeiten und Diplomatie ein sinnvoller Realitätscheck im Alkoholrecht oder öffnen sie eine Tür für immer mehr Sonderfälle?
Welche Orte sollten trotz Tradition grundsätzlich alkoholfrei bleiben und welche Regeln wären dafür aus deiner Sicht notwendig – schreib es in die Kommentare.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: