BANGKOK, THAILAND – Nach dem Angriff auf das Schiff Mayuree Naree in der Straße von Hormus sind 20 thailändische Crewmitglieder am 16. März um 6 Uhr sicher am Flughafen Suvarnabhumi angekommen. Drei weitere Besatzungsmitglieder werden weiterhin gesucht, während Diplomatie und Reederei die Spur halten wollen.
Ankunft am Morgen – Empfang durch Behörden
Am frühen Morgen nahmen Mitarbeiter des Arbeitsministeriums und des Außenministeriums die Heimkehrer am Suvarnabhumi Airport in Empfang und organisierten die ersten Schritte nach der Landung.
Auch Führungskräfte von Precious Shipping Public Company Limited (PSL), dem Eigner des Schiffs, waren vor Ort und arbeiteten nach Angaben der Behörden eng mit den zuständigen Stellen zusammen.
Schweigen vor Kameras – direkte Weiterfahrt
Die 20 zurückgekehrten Seeleute lehnten Gespräche mit Medienvertretern ab und verließen den Flughafen kurz nach der Ankunft.
Stattdessen stiegen sie in einen Bus und fuhren unmittelbar in ein Hotel, begleitet von den für die Rückführung zuständigen Stellen.
Mehr als zehn Stunden Rückreise – koordinierte Hilfe
Maratee Nalita Andamo, Vizedirektorin der Informationsabteilung und stellvertretende Sprecherin des Außenministeriums, erklärte, die sichere Rückkehr sei Ergebnis enger Abstimmung zwischen den Regierungen von Thailand und Oman.
Die Heimreise habe laut Ministerium mehr als zehn Stunden gedauert und sei durch Zusammenarbeit mehrerer Behörden im In- und Ausland ermöglicht worden.
Betreuung nach der Heimkehr – Check-ups und Psychologen
Nach der Ankunft organisierte PSL nach eigenen Angaben Unterstützungsleistungen für die Crew, die sich an den internen Fürsorgerichtlinien orientieren.
Dazu zählen körperliche Untersuchungen sowie Bewertungen der psychischen Belastung durch Fachleute, um die Crew sowohl medizinisch als auch mental zu stabilisieren.
Drei Crewmitglieder weiter vermisst – Druck auf Iran
Parallel zur Rückkehraktion laufen weitere Bemühungen, die verbleibenden drei Besatzungsmitglieder zu unterstützen und ihren Verbleib zu klären.
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Außenminister Sihasak Phuangketkeow führte am 16. März ein direktes Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen und drängte auf schnelle Hilfe.
Reederei dankt – Suche bleibt oberste Priorität
PSL bedankte sich öffentlich bei allen beteiligten Behörden und Personen, deren Unterstützung die sichere Heimkehr der 20 Crewmitglieder erst möglich gemacht habe.
Gleichzeitig betonte das Unternehmen, die höchste Priorität liege weiterhin auf der Nachverfolgung und dem Auffinden der noch fehlenden drei Crewmitglieder.
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Der Fall zeigt, wie schnell Seeleute in geopolitischen Krisenzonen zwischen Fronten geraten und wie wichtig funktionierende Krisen- und Fürsorgestrukturen sind.
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