BANGKOK, THAILAND – In Bangkok und dem Umland sind am 16. März ungewöhnlich viele Menschen an die Zapfsäulen gefahren, aus Sorge vor steigenden Spritpreisen nach dem Ende der staatlichen Diesel-Preisdeckelung am 17. März. Einige Tankstellen reagierten bereits mit Mengen- und Wertlimits, während die Regierung eine offizielle Entscheidung zur weiteren Preispolitik noch nicht veröffentlicht hat.
Sorge vor dem Tag X an der Zapfsäule
Am 16. März beobachteten Reporter in Bangkok und den angrenzenden Provinzen einen deutlichen Andrang an Tankstellen, weil viele eine Preiserhöhung nach dem Auslaufen der Maßnahme befürchteten.
Der Kern der Unsicherheit: Wie es mit der staatlichen Regulierung weitergeht, blieb zunächst offen, denn eine formelle Bekanntgabe der zuständigen Behörden stand noch aus.
Alltag an den Stationen – normaler Betrieb, aber längere Schlangen
Bei Stichproben am Morgen liefen die Tankstellen grundsätzlich im Regelbetrieb, und es gab nach Angaben vor Ort genug Kraftstoff, um den Tagesbedarf zu decken.
In größeren Stationen bildeten sich allerdings zeitweise lange Warteschlangen, während kleinere Tankstellen weniger überlaufen waren und manche Sorten lokal zeitweise ausverkauft meldeten.
Erste Limits – 1000 Baht pro Fahrzeug
Eine Tankstellenmitarbeiterin berichtete, seit dem Morgen kämen fortlaufend sehr viele Kunden, weshalb die Station die Abgabe auf maximal 1000 Baht pro Fahrzeug begrenzt habe.
Diese Begrenzung sei eine lokale Entscheidung einzelner Filialen, Details zu möglichen weiteren Regeln oder einer Fortsetzung der Preisdeckelung könne man jedoch erst nach offizieller Anordnung nennen.
PTT-Manager – Benzin 95 oft schon am Nachmittag weg
Der Manager einer PTT-Tankstelle sagte, seit dem 3. März steige die Zahl der Tankkunden kontinuierlich, besonders deutlich in den vergangenen Tagen.
Am gefragtesten sei Benzin 95, das zuletzt häufig bereits am Nachmittag ausverkauft gewesen sei, wobei die täglichen Liefermengen insgesamt noch für den Betrieb von Tag zu Tag reichten.
Stimmen von der Straße – zwischen Verständnis und Existenzsorgen
Der Pickup-Fahrer Sophon erklärte, er sei nicht grundsätzlich panisch, weil sich Spritpreise aus seiner Sicht ohnehin je nach Lage bewegen, bei höheren Preisen ohne steigende Einkommen müsse er aber seine Ausgaben neu planen.
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Die Händlerfahrerin Tang, die täglich mit einem Verkaufswagen unterwegs ist und gewöhnlich 500 bis 700 Baht Diesel am Tag tankt, fürchtet bei stärkeren Limits oder höheren Preisen steigende Betriebskosten bis hin zu teureren Waren und Verpackungen.
Auch außerhalb Bangkoks zieht die Unsicherheit Kreise
Der Fahrer Chalao, der aus Chonburi nach Bangkok fuhr, berichtete von örtlichen Limits von teils 500 Baht pro Fahrzeug, weshalb er nicht wisse, wie viel er für die Rückfahrt noch werde tanken können.
Der Bangkoker Autofahrer A sagte, er tanke normalerweise voll, warte aktuell aber deutlich länger, weil manche Kunden zusätzlich Kanister befüllten, und forderte schnelle Klarheit der Behörden, falls es zu Lieferstopps oder spürbaren Preissteigerungen komme.
Die Zahl, um die alles kreist – 29,94 Baht pro Liter Diesel
Auslöser des Ansturms ist das erwartete Ende der staatlichen Deckelung, die den Dieselpreis zuletzt bei rund 29,94 Baht pro Liter hielt.
Ob die Regel verlängert wird oder ob es zu einer Anpassung kommt, war bis zuletzt Gegenstand von Spekulationen, weil eine verbindliche Entscheidung der zuständigen Stellen noch ausstand.
Deine Meinung
Ist es richtig, dass einzelne Tankstellen bereits Limits setzen, oder verstärkt das die Nervosität und führt erst recht zu Hamsterkäufen?
Welche Maßnahmen sollten Behörden aus deiner Sicht priorisieren – Preisstützung, klare Kommunikation oder gezielte Hilfe für Berufsfahrer und Kleingewerbe – und warum?



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