CHACHOENGSAO, THAILAND – In der Provinz Chachoengsao hat die Polizei knapp 10 Kilogramm Heroin sichergestellt, versteckt in Sitzkissen und mutmaßlich für einen Flug nach Sydney bestimmt. Eine 45-jährige Frau sitzt in Haft, während Ermittler nun die Hintermänner einer größeren Schmuggelroute suchen.
Fund in Kartons – 44 Polster, weißes Pulver
Am Nachmittag des 17. März 2026 durchsuchten Beamte ein Wohnhaus im Tambon Khlong Luang Paeng (Bezirk Mueang) und stießen auf Kartons mit insgesamt 44 Sitzkissen.
In den Polstern entdeckten die Ermittler weißes Pulver, das später im Labor als Heroin bestätigt wurde.
Fast 9,5 Kilo – Wertschätzung in Millionen
Die Gesamtmenge betrug laut Polizei 9,496 Kilogramm, eine Größenordnung, die selbst für erfahrene Fahnder nicht alltäglich ist.
Der lokale Schätzwert lag bei über 10 Millionen Baht, auf dem internationalen Markt könne die Ladung nach Behördenangaben bis zu 70 Millionen Baht erreichen.
Festnahme einer 45-Jährigen – Geständnis und Auftrag
Als Tatverdächtige nahmen die Beamten Siriporn Triwisesorn fest, eine 45-jährige Frau aus der Region.
Sie räumte nach Angaben der Polizei ein, für den Transport angeworben worden zu sein und die Drogen über Airline-Personal weiterleiten zu sollen, wofür ihr 50.000 Baht versprochen worden seien.
Spur führt zum Flughafen – Suvarnabhumi gab den Hinweis
Auslöser der Aktion war ein Hinweis aus dem Umfeld des Flughafens Suvarnabhumi, nachdem dort zuvor eine große Drogenlieferung abgefangen worden war.
Die Ermittler gingen davon aus, dass ein Teil dieser Ware zeitweise in Chachoengsao zwischengelagert wurde, und griffen zu, als die Verdächtige die Lieferung abholen wollte.
Ermittlerteam mit ONCB – Provinzchef leitete Einsatz
Geleitet wurde der Zugriff von Pol Maj Gen Kriangkrai Boonsorn, dem Provinzpolizeichef, zusammen mit Pol Col Kittisan Chana und Pol Lt Col Nit Witinantakit.
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Beteiligt waren die Provincial Police Investigation Unit 1, die Office of the Narcotics Control Board (ONCB) sowie die forensische Einheit der Provinz.
Anklage wegen Kategorie-1-Drogen – Jagd auf das Netzwerk
Nach Angaben von Pol Col Kittisan wird gegen die Verdächtige wegen Besitzes von Narkotika der Kategorie 1 ermittelt, in diesem Fall Heroin.
Parallel versuchen die Behörden, die Lieferkette zurückzuverfolgen, darunter Beteiligte der ursprünglichen Sendung und mögliche Komplizen, um die Struktur hinter dem Exportversuch nach Australien offenzulegen.
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Der Fall zeigt, wie professionell Schmuggler inzwischen tarnen und wie sehr internationale Routen über Flughäfen und Logistikpersonal im Fokus stehen.
Sollten Kontrollen bei Fracht und Bodenpersonal weiter verschärft werden, auch wenn das Reisen und Versenden dadurch spürbar umständlicher wird – oder braucht es vor allem mehr Schlagkraft gegen die Hintermänner im Hintergrund?



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