BANGKOK, THAILAND – Thailands Arbeitsministerium greift hart durch und hat eine landesweite Razzia gegen illegale ausländische Arbeitskräfte gestartet. Nach Vorfällen auf der Ferieninsel Koh Phangan ordnete Minister Julapun Amornvivat verstärkte Kontrollen und strenge Strafen im ganzen Land an.
Razzia in Kindertagesstätte löst Kontrollen aus
Auslöser für das massive Vorgehen war ein Einsatz am 1. Mai in einer Kindertagesstätte auf Koh Phangan in der Provinz Surat Thani. Dort nahmen Beamte von Militär, Polizei und Immigrationsbehörde neun thailändische und ausländische Staatsangehörige wegen Verstößen gegen das Arbeitsrecht fest.
Arbeitsminister Julapun Amornvivat reagierte sofort und wies das Department of Employment an, diesen Fall dringend zu prüfen. Er warnte eindringlich, dass jede ausländische Kraft ohne gültige Papiere mit harten rechtlichen Konsequenzen rechnen muss.
Behörden mobilisieren Einheiten im ganzen Land
Das Ministerium mobilisiert nun sowohl zentrale Einheiten aus Bangkok als auch provinzielle Arbeitsämter für proaktive Inspektionen. Die Behörden wollen die Aufsicht über Arbeitgeber und Wanderarbeiter deutlich verschärfen und illegale Beschäftigungsverhältnisse konsequent aufdecken.
Somchai Morakotsriwan vom Department of Employment bestätigte, dass die Kontrollen besonders jene Ausländer im Visier haben, die ohne Genehmigung arbeiten. Auch die Prüfung von Arbeitserlaubnissen für bestimmte Nationalitäten soll aus Gründen der nationalen Sicherheit intensiviert werden.
Hohe Geldstrafen und Abschiebung drohen
Ausländer, die ohne Erlaubnis oder in nicht genehmigten Berufen arbeiten, müssen mit Geldstrafen zwischen 5.000 und 50.000 Baht rechnen. Zusätzlich drohen die sofortige Abschiebung und eine zweijährige Sperre für neue Arbeitsgenehmigungen in Thailand.
Auch die Arbeitgeber stehen im Fokus der Ermittler und müssen bei Verstößen tief in die Tasche greifen. Pro illegal beschäftigter Person wird eine Strafe von 10.000 bis 100.000 Baht fällig.
Harte Strafen für uneinsichtige Arbeitgeber
Besonders hart trifft es Wiederholungstäter unter den thailändischen Arbeitgebern, denen sogar Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr drohen. Alternativ können Geldstrafen von 50.000 bis 200.000 Baht pro illegalem Mitarbeiter verhängt werden.
Zusätzlich dürfen diese Betriebe für drei Jahre keine ausländischen Arbeitskräfte mehr einstellen. Die Regierung will so sicherstellen, dass die nationalen Arbeitsgesetze strikt befolgt und thailändische Arbeitsplätze geschützt werden.
Rechtssicherheit für alle Beteiligten schaffen
Neben der harten Bestrafung setzt das Ministerium auch auf Aufklärung, um Arbeitgeber und Wanderarbeiter über die geltenden Vorschriften zu informieren. Ziel ist es, die illegale Beschäftigung dauerhaft einzudämmen und geordnete Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.
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