Angkor Wat lockt 30000 zur Tagundnachtgleiche

In Siem Reap drängten sich Zehntausende für den seltenen Equinox-Sonnenaufgang an Angkor Wat – warum die perfekte Ausrichtung bis heute fasziniert, zeigt ein Blick in die Geschichte…

Angkor Wat lockt 30000 zur Tagundnachtgleiche
Apsara National Authority

SIEM REAP, KAMBODSCHA – Mehr als 30000 Touristen strömten am Morgen des 22. März nach Angkor Wat, um den Equinox-Sonnenaufgang über dem zentralen Tempelturm zu sehen. Die seltene Ausrichtung der Sonne mit der Hauptspitze gilt als spektakulärer Beleg für das astronomische und architektonische Können des Khmer-Reichs.

Ein Morgen, der Menschenmassen anzieht

Schon in der Morgendämmerung füllten sich die Bereiche rund um den Tempel, als Besucher aus aller Welt auf den Moment warteten, in dem die Sonne hinter der zentralen Spitze erscheint.

Das Natur- und Baukunstspiel zur Tagundnachtgleiche gilt als „Pflichttermin“ für viele Reisende, weil die Lichtachse nur zu diesem Zeitpunkt so präzise sichtbar wird.

Was beim Equinox an Angkor Wat passiert

Zur Tagundnachtgleiche steht die Sonne so, dass sie für Beobachter vor dem Tempel scheinbar exakt mit dem zentralen Turm von Angkor Wat in Linie aufgeht.

Dieses Zusammenspiel wirkt wie eine ins Steinrelief übersetzte Himmelsbeobachtung und unterstreicht, wie sehr Planung und Vermessung bereits beim Bau des Komplexes eine Rolle spielten.

Der größte Sakralbau der Welt – und bis heute aktiv

Angkor Wat in Siem Reap ist ein Theravada-buddhistischer Tempelkomplex und gilt als größter religiöser Komplex der Welt.

Dass der Ort nicht nur Kulisse, sondern lebendiger Glaubensraum ist, zeigt sich daran, dass er seit Jahrhunderten als Zentrum buddhistischer Verehrung genutzt wird.

Vom Vishnu-Tempel zum buddhistischen Heiligtum

Errichtet wurde Angkor Wat zwischen 1113 und 1150 unter König Suryavarman II, ursprünglich als hinduistischer Tempel zu Ehren von Vishnu.

Ab dem späten 13. Jahrhundert wandelte sich der Komplex schrittweise zu einem buddhistischen Tempel und blieb über die Zeit hinweg religiös in Gebrauch.

UNESCO-Status und der Druck des Erfolgs

Das Angkor-Gebiet steht seit 1992 als UNESCO-Welterbe unter Schutz, weil historische, architektonische und kulturelle Bedeutung hier außergewöhnlich dicht zusammenkommen.

Großereignisse wie der Equinox-Sonnenaufgang zeigen zugleich, wie stark weltweite Aufmerksamkeit den Ort prägt und wie eng Schutz, Zugang und Besuchererlebnis zusammengedacht werden müssen.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: khaosodenglish.com

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert