CHIANG MAI, THAILAND – Ein 35-jähriger französischer Tourist zeigte in Chiang Mai an, in einem Karaoke-Lokal angegriffen worden zu sein und für Getränke 30.000 Baht bezahlt zu haben. Polizei und Ermittler prüften den Fall, der Betreiber zahlte das Geld zurück, parallel laufen Verfahren wegen mehrerer Verstöße.
Anzeige in der Nacht – Streit um die Rechnung
Laut Polizei meldete sich der Mann gegen 02.00 Uhr am 23. März bei der Polizeiwache Chiang Mai City (Mueang Chiang Mai Police Station) und erstattete Anzeige wegen eines Vorfalls in einem Lokal im Stadtgebiet.
Auslöser war nach seiner Darstellung ein Streit über Essens- und Getränkepreise, darunter acht kleine Bierflaschen, für die inklusive Service eine Rechnung von 30.000 Baht aufgerufen worden sei.
Polizei schaltet Ermittler ein – Klinikcheck angeordnet
Nach Posts in sozialen Medien ordnete Polizeichef Oberst Prachya Thitsala an, Ermittler und Vernehmer sollten den Sachverhalt zügig prüfen.
Der Tourist wurde zur Dokumentation möglicher Verletzungen in ein Krankenhaus geschickt und anschließend als Geschädigter vernommen, wobei die Polizei ihn als Mr. Kevin (35), französischer Staatsbürger identifizierte, der seit rund zwei Jahren in Chonburi lebt.
Rückzahlung – plus 2.500 Baht für Behandlung
Im Ergebnis der ersten Prüfung räumte das Lokal nach Angaben der Polizei Fehlverhalten ein und erstattete dem Mann die 30.000 Baht.
Zusätzlich seien 2.500 Baht als Ausgleich für Behandlungskosten gezahlt worden, womit der Tourist einverstanden gewesen sei und seine Weiterreise nach Chonburi vorbereitete.
Welche Straftaten und Verstöße jetzt verfolgt werden
Die Polizei leitete Verfahren wegen Körperverletzung ein sowie wegen Betriebs eines Vergnügungslokals ohne Genehmigung und wegen Alkoholverkaufs außerhalb der erlaubten Zeiten.
Parallel wurde nach Behördenangaben ein Antrag an die Verwaltung weitergeleitet, das Lokal schließen zu lassen und eine Wiedereröffnung am selben Ort für fünf Jahre zu untersagen.
Der Polizeichef warnt vor Abzocke in Karaoke-Läden
Polizei-Generalmajor Yutthana Kaenchand, Chef der Provinzpolizei Chiang Mai, sagte am 23. März am Vormittag, ähnliche Fälle beträfen häufig Karaoke-Betriebe, die Touristen überhöhte Preise berechneten.
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Die Polizei arbeite mit Verwaltung und Tourist Police zusammen und gehe bei Anzeigen „konsequent“ vor, um Schäden für das Image des Tourismusstandorts zu begrenzen.
Neue Wendung: Ermittler zweifeln an Teilen der Darstellung
Die örtliche Polizei teilte nach einer weiteren Sachverhaltsprüfung mit, der Tourist habe eine thailändische Ehefrau und trete in Vergnügungsvierteln gern als großzügiger Zahler auf, der auch Begleitservice bestelle.
Demnach seien Preise und „Drink“-Gebühren dem Mann im Lokal genannt worden, er habe zunächst zugestimmt, später beim Kassieren protestiert, wobei ein Mitarbeiter ihn am Kragen gezogen habe, jedoch sei unklar, ob die später gezeigten Halsverletzungen tatsächlich im Lokal entstanden.
Deine Meinung
Sind Rückzahlungen in solchen Fällen ein sinnvoller Weg, um Konflikte schnell zu entschärfen, oder wird dadurch ein falscher Anreiz für Betreiber und Gäste gesetzt?
Welche Erfahrungen gibt es in Chiang Mai mit Karaoke-Rechnungen, Öffnungszeiten und der Rolle der Polizei bei Streit um Preise – gern in die Kommentare schreiben.



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