BANGKOK, THAILAND – Extreme Hitze treibt die Produktionskosten in der Landwirtschaft nach oben und lässt die Preise für Eier und Schweinefleisch anziehen. Das thailändische Department of Internal Trade will am 2. April mit Erzeugervertretern über Maßnahmen zur Preissteuerung und Entlastung der Verbraucher beraten.
Hitze als Preistreiber bei Agrarprodukten
Die derzeitige Hitzewelle wirkt sich in Thailand spürbar auf die Kosten in der Tierhaltung aus und belastet die Betriebe. Dadurch geraten auch die Verbraucherpreise für Grundnahrungsmittel wie Eier und Schweinefleisch unter Druck.
Nach Angaben des Department of Internal Trade (DIT) sind vor allem höhere Betriebskosten und geringere Leistungen der Tiere in der heißen Jahreszeit ausschlaggebend. Die Behörde beobachtet die Lage und kündigt Gespräche mit Produzenten an.
Eier: Empfehlungspreis am Farmtor steigt um 6 Baht pro Platte
Der empfohlene Farmtor-Preis für gemischte Eier der Eierproduzenten-Genossenschaft wurde auf 3,60 Baht pro Ei angehoben. Zuvor lag er bei 3,40 Baht, was einem Plus von 6 Baht pro Platte mit 30 Eiern entspricht.
Vize-Generaldirektor Jirawut Suwanat vom DIT erklärte, die Anpassung solle die tatsächlichen Kosten widerspiegeln. Diese lägen aktuell bei 3,29 Baht pro Ei.
Warum die Eierproduktion in der Hitze sinkt
Als Hauptfaktor nennt das DIT die extreme Hitze seit Ende Februar 2569 (buddhistischer Kalender). Sie führt dazu, dass Legehennen weniger produzieren und die Erträge der Landwirte sinken.
Gleichzeitig steigen die Ausgaben für Wasser und Strom, weil in den Farmen verstärkt Kühl- und Belüftungstechnik eingesetzt wird. Damit erhöht sich die Kostenlast, obwohl die Einnahmen durch geringere Produktion unter Druck geraten.
Schweinefleisch: Farmtor-Preis legt um 2 Baht pro Kilo zu
Beim Schweinepreis am Farmtor wurde zuletzt ein Anstieg auf 72 Baht pro Kilogramm gemeldet. In der Vorwoche lag die Spanne bei 70–72 Baht.
Der aktuelle Preis bewegt sich laut DIT nahe an den Produktionskosten von 68,57 Baht pro Kilogramm. Gleichzeitig liege er weiterhin in einem Rahmen, den die Behörde regulierend begleiten könne.
Sommerproduktion bremst Wachstum – dennoch unter Vorjahresniveau
Als Grund für den Preisanstieg wird der Produktionszyklus in der heißen Jahreszeit genannt: Schweine fressen weniger und wachsen langsamer. Das kann das Angebot kurzfristig beeinflussen und die Preise stützen.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt das Niveau jedoch niedriger, damals betrug der Durchschnitt 78,26 Baht pro Kilogramm. Zudem gebe es weiterhin relativ hohe Bestände an Schweineproduktion im System.
Behörde lädt Produzenten am 2. April zum Krisengespräch
Um die Lage eng zu verfolgen, will das Department of Internal Trade am 2. April 2569 Vertreter von Schweinehaltern sowie Produzenten von Masthähnchen und Eiern einbestellen. Ziel ist eine gemeinsame Bewertung von Produktion, Kosten und aktueller Marktsituation.
Auf Basis der Gespräche sollen Leitlinien für eine angemessene Preisgestaltung festgelegt werden. Diese soll laut Behörde sowohl für Landwirte als auch für Verbraucher fair sein und die Auswirkungen abfedern.
Deine Meinung
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Welche Maßnahmen sollte die Regierung deiner Ansicht nach priorisieren: strengere Preisaufsicht, gezielte Unterstützung für Farmen bei Strom- und Wasserkosten oder andere Schritte? Diskutiere mit der Community unten in den Kommentaren.



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