KOH PHANGAN, THAILAND – Behörden haben auf Koh Phangan zwei mutmaßlich illegal betriebene Kindertagesstätten geschlossen, die von Ausländern geführt worden sein sollen. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen und wegen fehlender Genehmigungen sowie weiterer Verstöße angezeigt.
Razzien am 4. April: Zwei Einrichtungen geschlossen
Lokale Behörden haben nach Polizeiangaben am 4. April zwei illegale Tagesbetreuungen auf Koh Phangan dichtgemacht. Beide Objekte befanden sich demnach in Moo 7.
Die Verdächtigen wurden an die Polizei von Koh Phangan übergeben, damit weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden können. Die Einsätze sind Teil einer fortlaufenden Kontrolle gegen nicht genehmigte Kinderbetreuung auf der Insel.
Erster Fundort: 13 Kinder in einem Haus betreut
Am ersten Standort, einem Haus in Moo 7, wurden laut Polizei 13 Kleinkinder aus ausländischen Familien betreut. Vor Ort nahmen die Beamten drei Personen fest.
Festgenommen wurden die israelische Staatsangehörige Tahel Cherone Edri (34) als Betreiberin, der israelische Lehrer Rotem Mitrany (45) sowie die myanmarische Mitarbeiterin Hsu Sanda Pyae Sone (28). Ihnen werden unter anderem der Betrieb einer Kinderbetreuung ohne Lizenz und das Nichtmelden ausländischer Beschäftigter vorgeworfen.
Zweiter Fundort: Betreuung für 10 Kinder im Alter von 2 bis 5
Bei der zweiten Durchsuchung, ebenfalls in Moo 7, stießen die Behörden auf eine weitere Tagesbetreuung mit 10 Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren. Auch diese Einrichtung soll ohne die erforderliche Genehmigung betrieben worden sein.
Als Betreiberin wurde Anat Vekstein Kimiagar (40) genannt, außerdem wurde die lokale Lehrkraft Kulthida (28) angezeigt. Beide wurden wegen des Betriebs einer nicht lizenzierten Kinderbetreuungseinrichtung beschuldigt.
Welche Vorwürfe im Raum stehen
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen laut Polizei Verstöße gegen die Genehmigungspflicht für Kinderbetreuungseinrichtungen. Im ersten Fall kommt zusätzlich der Vorwurf hinzu, ausländische Arbeitskräfte nicht ordnungsgemäß bei den Behörden gemeldet zu haben.
Alle Beschuldigten wurden an die Polizei von Koh Phangan überstellt. Dort sollen die Verfahren weitergeführt und die nächsten juristischen Schritte geprüft werden.
Fortsetzung früherer Kontrollen auf Koh Phangan
Die Behörden verwiesen darauf, dass es bereits zuvor Durchgreifen gegen illegal betriebene, von Ausländern geführte Tagesbetreuungen auf der Insel gegeben habe. Genannt wurden Fälle aus März 2024.
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Damals sollen unter anderem eine US-Amerikanerin sowie ein weiterer Israeli ohne Lizenz Kinderbetreuung angeboten haben. Die aktuellen Razzien knüpfen nach Angaben der Behörden an diese Maßnahmen an.
Behörden warnen vor Risiken für die Kindersicherheit
Offizielle Stellen betonten, dass nicht lizenzierte Tagesbetreuungen Risiken für die Sicherheit von Kindern bergen können. Deshalb werde man die Einhaltung der Vorschriften weiterhin streng kontrollieren.
Mit den Einsätzen wollen die Behörden nach eigenen Angaben sicherstellen, dass Kinderbetreuung nur unter den gesetzlich vorgesehenen Standards und Auflagen stattfindet. Weitere Maßnahmen zur Durchsetzung des Rechts wurden angekündigt.
Deine Meinung
Sollten Kontrollen gegen nicht genehmigte Kinderbetreuung auf Inseln wie Koh Phangan noch ausgeweitet werden, oder braucht es vor allem klarere Regeln und mehr legale Angebote für ausländische Familien?
Wie siehst du das: Geht es hier primär um Kinderschutz, um Arbeits- und Aufenthaltsrecht – oder um beides? Schreib deine Einschätzung in die Kommentare.



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