Chiang Mai, Thailand – Steigende Ölpreise und die anhaltende PM2.5-Feinstaubbelastung verunsichern Touristen und drücken die Buchungen für Songkran in Chiang Mai deutlich. Die Auslastung in der langen Feiertagsperiode liegt laut Tourismusbranche nur noch bei 50–60 Prozent statt sonst 80–90 Prozent.
Großes Songkran-Programm vom 7. bis 19. April
Chiang Mai und die zuständigen Behörden bereiten für den Zeitraum 7. bis 19. April 2026 ein umfangreiches Songkran-Programm vor. Die Aktivitäten sind in zwei Bereiche gegliedert: Tradition und Kultur sowie Wasserfest-Events.
Zu den traditionellen Programmpunkten zählen unter anderem das Almosengeben, das rituelle Übergießen von Reliquien, das Aufschütten von Sand sowie das Spenden von Stützpfählen an Tempeln. Damit soll das kulturelle Erbe des Festes sichtbar im Mittelpunkt bleiben.
Höhepunkte: Prozessionen und Wasserspaß rund um die Altstadt
Als Highlight gilt die Prozession mit Phra Phuttha Sihing und weiteren bedeutenden Buddha-Statuen aus verschiedenen Tempeln am Nachmittag des 13. April 2026. Parallel dazu ist das klassische Songkran-Wasserspielen rund um den Stadtgraben der Altstadt geplant.
Zusätzlich sind Unterhaltungsformate wie „Songkran Mahabanthoeng“ in Einkaufszentren angekündigt, unter anderem im Bereich der Kreuzungen Rinkham und Maya. Auch touristische Aktionen an der „Ton-Yang“-Straße im Bezirk Saraphi sowie am Tunnel-Eingang des Mae-Kuang-Udomthara-Staudamms im Bezirk Doi Saket sind vorgesehen.
Vorbereitungen in der Stadt: Bühne, Wasser-Tunnel und Sicherheitsmaßnahmen
Die Stadtverwaltung von Chiang Mai hat mit dem Aufbau von Veranstaltungsbühnen und einem großen Wasser-Tunnel an der Tha-Phae-Straße nahe dem Tha-Phae-Tor begonnen. Dort soll das Event „World Songkran Thaphae Chiangmai 2026“ stattfinden.
Im Stadtgraben werden zudem schwimmende Bojen installiert, um Besucher davon abzuhalten, in tieferen Bereichen ins Wasser zu gehen. Die Maßnahmen sollen die Sicherheit während der erwarteten Besucherströme erhöhen.
Tourismusbranche warnt: Ölkrise und Nahost-Lage belasten die Stimmung
Paisan Sukjaroen, kommissarischer Vorsitzender des Tourismusindustrieverbandes der Provinz Chiang Mai, äußerte Sorge über die Unruhen im Nahen Osten. Diese hätten zu steigenden Ölpreisen und einer angespannten Versorgungslage beigetragen.
Das wirke sich direkt auf die Reiselust aus: Die Zimmerbuchungen für die lange Songkran-Feiertagsperiode lägen derzeit bei etwa 50–60 Prozent. In den Vorjahren seien zur gleichen Zeit üblicherweise 80–90 Prozent erreicht worden.
PM2.5-Schlagzeilen bremsen Buchungen – trotz Interesse aus Asien
Laut Paisan zogen die Buchungen Anfang April zunächst leicht an, weil mehr Gäste aus Asien reservierten, darunter aus China, Malaysia, Singapur, Südkorea und Japan. Danach habe sich die Dynamik jedoch wieder abgeschwächt.
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Auslöser sei die Berichterstattung über die hohe PM2.5-Belastung in Chiang Mai gewesen, die zeitweise als weltweit besonders hoch eingestuft wurde. Viele Touristen würden nun abwarten, ob sich die Luftqualität bis Songkran verbessert.
Inlandsreisende bleiben aus: Hohe Spritpreise und Angst vor Engpässen
Besonders deutlich sei der Rückgang bei thailändischen Touristen, die häufig mit dem eigenen Auto anreisen. Aus dieser Gruppe kämen derzeit kaum Buchungen.
Der Anteil thailändischer Reservierungen liege nur bei etwa 2–5 Prozent, so Paisan. Grund seien die gestiegenen Kraftstoffpreise und die Unsicherheit, ob unterwegs ausreichend Treibstoff verfügbar ist.
Forderungen an den Staat: Treibstoff sichern und PM2.5 schneller bekämpfen
Die Branche appelliert an die Regierung, vorrangig die Treibstoffversorgung zu stabilisieren und Engpässe zu verhindern. Das solle Vertrauen schaffen, damit Reisende ihre Pläne nicht aus Sorge vor Versorgungsproblemen aufgeben.
Gleichzeitig wird ein schnelleres Vorgehen gegen PM2.5 gefordert, unter anderem durch künstliche Regenmaßnahmen. Da es um Songkran herum üblicherweise Sommerstürme gibt, hoffen Betriebe zusätzlich auf Regen, der den Smog rechtzeitig aus der Stadt wäscht.



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