BANGKOK – Eine flächendeckende Unwetterwarnung hat das Thailändische Meteorologische Amt am 7. Juli herausgegeben. In 37 Provinzen drohen sintflutartige Regenfälle, Sturzfluten und gefährlicher Wellengang. Besonders der Nordosten und Osten geraten ins Zentrum der Regenwalze.
Großteil von Nordosten und Osten unter Starkregen
Das Meteorologische Amt erwartet in den nächsten 24 Stunden ergiebige Niederschläge. Ein Tiefdruckgebiet über dem oberen Vietnam und ein moderater Südwest-Monsun schieben feuchte Luftmassen über Thailand.
In 60 Prozent des Nordostens und Ostens kommt es zu heftigen Gewittern. Die Behörde ruft die Bevölkerung auf, sich vor den Wassermassen in Acht zu nehmen.
Diese 37 Provinzen sind betroffen
Im Norden treffen die Regenfälle Mae Hong Son, Chiang Mai, Chiang Rai, Tak, Kamphaeng Phet und Phetchabun. Hier sind weite Teile der Region betroffen, die Temperaturen liegen zwischen 23 und 35 Grad Celsius.
Für den Nordosten sind Nong Khai, Bueng Kan, Udon Thani, Sakon Nakhon, Nakhon Phanom, Mukdahan, Chaiyaphum, Yasothon, Amnat Charoen, Surin, Si Sa Ket und Ubon Ratchathani gelistet. Auch hier bleibt es mit 29 bis 35 Grad schwülwarm.
Zentralthailand und der Osten im Blick
In der Zentralregion um Nakhon Sawan, Lopburi, Saraburi, Kanchanaburi und Ratchaburi muss ebenfalls mit Schauern gerechnet werden. Die Prognose zeigt für dieses Gebiet eine 40-prozentige Regenwahrscheinlichkeit.
Im Osten listet die Warnung Nakhon Nayok, Prachinburi, Sa Kaeo, das bei Urlaubern beliebte Chonburi mit Pattaya, Rayong, Chanthaburi und Trat. Genau hier sind die Regenmengen so hoch, dass Sturzfluten drohen.
Bangkok zwischen Regenschauern und Schwüle
Auch die Hauptstadt und ihre dicht besiedelte Umgebung bleiben nicht verschont. Das Meteorologische Amt meldet für Bangkok in weiten Teilen des Ballungsraums Gewitter.
Die Menschen in der Metropole müssen sich auf Temperaturen zwischen 26 und 36 Grad einstellen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest.
Südliche Provinzen ebenfalls gewarnt
Die Wetterwarnung erstreckt sich auch auf die südlichen Provinzen Thailands. An der Ostküste am Golf von Thailand sind Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Yala und Narathiwat betroffen. An der Westküste der Andamanensee zählen Ranong, Phang Nga, Phuket und Krabi zu den gefährdeten Regionen.
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Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt für die Ostküste 30 Prozent, für die Westküste 20 Prozent. In der Andamanensee erreichen die Wellen Höhen von bis zu zwei Metern, im Golf von Thailand zwischen einem und zwei Metern. Bei Gewittern kann der Seegang noch deutlich zunehmen.
Erdrutschgefahr und Flutwellen in Hanglage
Die Behörde warnt eindringlich vor den Folgen der angestauten Regenfälle. Besonders in Hanglagen nahe Wasserläufen und in Senken können Sturzbäche und Sturzfluten entstehen.
Die aufgeweichten Böden in den Bergen erhöhen das Risiko von Erdrutschen. Anwohner sollten die Abflüsse im Auge behalten.
Bis zu zwei Meter hohe Wellen an den Küsten
Der Wind peitscht auch das Meer auf. In der oberen Andamanensee, also an der Westküste, und im oberen Golf von Thailand türmen sich die Wellen auf etwa zwei Meter auf.
Selbst in der unteren Andamanensee, etwa ab Krabi südwärts, sind noch 1 bis 2 Meter hohe Wellen möglich. Bei Gewittern schlagen die Wellen schnell höher als 2 Meter.
Schifffahrt zur Vorsicht aufgerufen
Für Kapitäne und Fischer wird die See damit zum Risiko. Das Meteorologische Amt richtet einen dringenden Appell an alle Schiffsführer in der Andamanensee und im Golf.
Sie sollen mit äußerster Vorsicht navigieren und Gewitterzonen unbedingt weiträumig umfahren. Kleine Boote bleiben besser im Hafen.



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