BANGKOK – Thailand steht vor mehreren Tagen massiver Unwetter. Das Thailändische Meteorologische Amt (TMD) warnt eindringlich vor einer Verschärfung der Lage: Ab Montag treten Gewitter und stellenweise starker Regen auf, ab Donnerstag droht dann der nächste Wetter-Hammer.
Sturzfluten und Überflutungen drohen
Der Südwestmonsun gewinnt rasant an Kraft und macht Thailand zu einem Brennpunkt von Gewittern und Starkregen. Die Behörde warnte am Samstag, dass besonders Menschen in Vorgebirgsregionen, an Wasserwegen und in tiefliegenden Gebieten jetzt höllisch aufpassen müssen.
Es besteht akute Gefahr durch Sturzfluten und wild ablaufendes Wasser aus den Wäldern. Auch Flüsse können innerhalb kürzester Zeit über die Ufer treten, wenn die prognostizierten Regenmassen niedergehen.
Erster Schlag trifft den Süden und den Norden
Von Montag bis Mittwoch kocht die Atmosphäre über dem oberen Thailand bereits kräftig hoch. Verbreitet entladen sich Gewitter, während der Süden durch den vorherrschenden Monsun stellenweise von starken Regenfällen heimgesucht wird.
Gleichzeitig peitscht der Wind das Meer auf. In der oberen Andamanensee, also entlang der Westküste, türmen sich die Wellen auf ein bis zwei Meter. Im unteren Teil der Andamanensee und im Golf von Thailand schlagen sie mit rund einem Meter an die Küsten.
Ab Donnerstag verschärft sich die Lage dramatisch
Die eigentliche Wucht des Monsuns entfaltet sich ab Donnerstag. Die Meteorologen rechnen damit, dass die Niederschläge in ganz Oberthailand massiv zunehmen und in einigen Gebieten sintflutartig ausfallen. Ein Tiefdruckgebiet über dem oberen Vietnam heizt den Regenguss zusätzlich an.
Das TMD mahnt, dass diese Kombination aus Dauerregen und heftigen Schauern zu einer gefährlichen Ansammlung von Wassermassen führt. Das Risiko für Sturzfluten, Waldabfluss und Flussüberflutungen springt damit auf ein kritisches Niveau.
Bis zu zwei Meter hohe Wellen auf dem Meer
Mit dem Sturm wächst auch die Gefahr auf See dramatisch. In der oberen Andamanensee müssen sich Bootsführer ab Donnerstag auf Wellen von bis zu zwei Metern einstellen.
Auch im unteren Teil der Andamanensee und im oberen Golf von Thailand wird die See rau. Hier schlagen die Wellen mit ein bis zwei Metern zu. Besonders tückisch: In Gewittergebieten können die Wellen jederzeit noch höher ausschlagen und ohne Vorwarnung die Zwei-Meter-Marke deutlich überschreiten.
Behörde ruft Bootsführer zu äußerster Vorsicht auf
Das Meteorologische Amt appelliert eindringlich an alle Bootsführer in der Andamanensee und im Golf von Thailand, während der gesamten Warnperiode mit höchster Umsicht zu navigieren. Das Befahren von Gewittergebieten gilt als lebensgefährlich und sollte unbedingt vermieden werden.
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Für die Bevölkerung an Land gilt: Die Behördenwarnungen ernst nehmen, gefährdete Gebiete meiden und die Wetterentwicklung aufmerksam verfolgen. Die brisante Wetterlage hält das Land noch bis mindestens Samstag in ihrem Griff.



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