CHIANG RAI – Zwei Arbeiter starben, sieben weitere wurden verletzt: Am späten Abend des 20. Juni brach ein Gerüst im Doi Luang Eisenbahntunnel zusammen. Die Männer waren mit Abdichtungsarbeiten beschäftigt, als plötzlich Felsbrocken von der Tunnelwand herabstürzten.
Felssturz während der Abdichtungsarbeiten
Gegen 20:35 Uhr ging die erste Schreckensmeldung bei den Behörden ein. In dem 3,4 Kilometer langen Tunnel im Bezirk Chiang Saen installierten Arbeiter gerade ein Abdichtungssystem, als sich tonnenschwere Gesteinsbrocken aus der Wand lösten.
Die herabstürzenden Felsen rissen ein Gerüst mit sich. Zwei Arbeiter konnten nur noch tot geborgen werden. Sieben weitere Männer erlitten Verletzungen, davon drei schwer und vier leicht.
Vize-Minister spricht von Gesteinsbrocken
Der stellvertretende Verkehrsminister Siripong Angkasakulkiat nannte unmittelbar nach dem Unglück eine vorläufige Ursache. „Die Situation ist jetzt unter Kontrolle und der Unfallbereich wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt“, sagte er in einer ersten Stellungnahme.
Zu den widersprüchlichen Erstmeldungen, die von einem Einsturz bei Spritzbetonarbeiten sprachen, wollte sich Siripong nicht abschließend äußern. Die genauen Umstände seien nun Gegenstand einer detaillierten Untersuchung.
Opfer und Verletzte ins Krankenhaus gebracht
Die Bergung der Verschütteten dauerte bis in die Nacht. Die Leichen der beiden Todesopfer sowie die sieben verletzten Kollegen brachten Rettungskräfte umgehend in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Unter den Verletzten zählten die Ersthelfer drei Schwerverletzte und vier Arbeiter, die mit vergleichsweise glimpflichen Blessuren davonkamen. Die Sicherheitseinheit des Projekts hat seither die volle Kontrolle über die Baustelle übernommen.
Milliardenprojekt mit drei Firmen
Der Doi Luang Tunnel ist Teil des spektakulären Bahnprojekts der Strecke Den Chai-Chiang Rai-Chiang Khong. Er wurde bereits komplett durchbohrt und soll künftig Züge durch den Berg führen.
Verantwortlich für die Bauarbeiten im Rahmen von Vertrag 3 mit einem Volumen von 19,385 Milliarden Baht ist das Joint Venture CKST-DC3. Dahinter stehen die drei Schwergewichte CH. Karnchang Public Company Limited, Sino-Thai Engineering & Construction Public Company Limited und Chiangmai Construction Co., Ltd.
87 Kilometer neue Gleise im Fokus
Der dritte Bauvertrag umfasst neben dem Tunnel auch ebenerdige und erhöhte Gleise auf einer Länge von 87 Kilometern. Hinzu kommen drei Bahnhöfe, drei Haltepunkte sowie komplette Signal- und Telekommunikationssysteme.
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Doch nun rückt der verhängnisvolle Abend im Doi Luang Tunnel das Mammutprojekt in ein anderes Licht. Die Sonderabteilung für Bauprojekte der thailändischen Staatsbahn eilte noch in der Nacht zur Unglücksstelle und leitete eine dringende Inspektion ein.
Ermittlungen zur genauen Ursache laufen
Warum sich die Felsbrocken genau in dem Moment lösten, als die Abdichtung installiert wurde, ist weiter unklar. Die Sicherheitsexperten der Baustelle überwachen seither jede Bewegung im Tunnel.
Das Verkehrsministerium kündigte an, über weitere Fortschritte zu berichten, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Die detaillierte Untersuchung zur Unfallursache hat begonnen.
Folgen und nächste Schritte
Die Leichen der Verstorbenen und die verletzten Arbeiter wurden in ein Krankenhaus gebracht. Das Special Projects and Construction Department der thailändischen Staatsbahn inspiziert den Unfallort und überwacht die Sicherheitsbedingungen vor Ort. Die Behörden haben die Unfallstelle abgesperrt und eine umfassende Untersuchung eingeleitet, um die genaue Ursache des Unglücks zu klären.
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