Bangkok vor dem Untergang: Experten warnen vor Mega-Flut am Golf

Bangkok droht bis zum Ende des Jahrhunderts der komplette Untergang im Meer. Experten fordern ein radikales Milliarden-Konzept gegen die Fluten, doch die Rettung der Millionenmetropole hakt gewaltig.

Bangkok vor dem Untergang: Experten warnen vor Mega-Flut am Golf
Bangkok Post

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Hauptstadt droht noch in diesem Jahrhundert komplett im Meer zu versinken. Wissenschaftler schlagen jetzt Alarm und fordern einen radikalen Umbau der Millionenmetropole, um Millionen Menschen vor der Flutkatastrophe zu retten.

Bangkok droht der Untergang!

Experten warnten bei einer öffentlichen Versammlung in Bangkok vor einer düsteren Zukunft. Wenn jetzt nicht sofort gehandelt wird, könnte die Stadt bis zum Jahr 2100 unbewohnbar sein.

Die Folgen des Klimawandels machen alte Daten zur Vorhersage von Hochwasser wertlos. Die Unsicherheit wächst täglicher und bedroht die Existenz der gesamten Region.

Retten Schwamm-Städte die Metropole?

Wissenschaftler der Kasetsart Universität fordern ein völlig neues Konzept für die Stadtplanung. Bangkok muss sich von einer Stadt, die nur Wasser ableitet, zu einer anpassungsfähigen Struktur wandeln.

Die Idee hinter der sogenannten Schwamm-Stadt ist simpel: Der Boden soll Regenwasser wie ein Schwamm aufsaugen und speichern. Das verhindert, dass die Straßen bei schweren Unwettern sofort zu reißenden Flüssen werden.

Sechs Zonen gegen die Flut

Ein konkreter Plan sieht vor, Bangkok in sechs verschiedene Funktionsbereiche aufzuteilen. Besonders im Westen der Stadt soll das Schwamm-Modell den Wasserdurchfluss bremsen und gefährliche Spitzen abfangen.

Im Osten der Stadt sind riesige Rückhaltebecken geplant, die das Wasser verteilen sollen. Im Norden müssen vor allem Engpässe an Kanälen beseitigt werden, damit das Wasser schneller abfließen kann.

Milliarden-Schäden verhindern Leben

Computersimulationen zeigen das gewaltige Ausmaß der drohenden Zerstörung. Ohne neue Schutzmaßnahmen könnten die wirtschaftlichen Schäden bei 49 Milliarden Baht liegen.

Durch den Umbau zur Schwamm-Stadt ließe sich diese Summe auf 16 Milliarden Baht senken. Viel wichtiger: Die Menschen gewinnen im Ernstfall bis zu zwei Stunden Zeit zur Flucht.

Rohre ohne Verbindung sind nutzlos

Das größte Problem der Stadt ist derzeit nicht der Mangel an Tunneln oder Pumpen. Die vorhandene Technik ist schlichtweg schlecht miteinander verknüpft, kritisieren die Fachleute.

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Was nützen riesige Abflusskanäle, wenn die kleineren Rohre nicht angebunden sind? Ohne ein integriertes System bleibt jeder neue Tunnel nur ein teures Stückwerk ohne Wirkung.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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