Deutscher in Pathum Thani tot aufgefunden

Ein 59-jähriger Deutscher wurde am Sonntagmorgen leblos in seinem Haus in Pathum Thani entdeckt. Ein Zettel lag daneben — was darauf stand, lässt wenig Raum für Zweifel.

Deutscher in Pathum Thani tot aufgefunden
Khaosod Englioh

Pathum Thani – Ein 59-jähriger Deutscher ist am Sonntagmorgen in seinem Haus in der Provinz Pathum Thani tot aufgefunden worden. Die Polizei ermittelt — ein Abschiedszettel lag am Fundort.

Frank Wolk lebte seit über zehn Jahren in Thailand, arbeitete als Programmierer im Homeoffice und galt als Einzelgänger. Was in der Nacht davor geschah, beschäftigt jetzt die Behörden.

Tochter fand ihn im früheren Dienstbotenzimmer

Gegen 11:32 Uhr entdeckte die Tochter des Mannes ihn leblos in einem Stuhl sitzend — in einem früheren Dienstbotenzimmer im Erdgeschoss des zweistöckigen Hauses in der Mueang-Ek-Siedlung, Soi Ek Burapha 2, Tambon Lak Hok, Mueang Pathum Thani. Über seinem Kopf befand sich eine Plastiktüte, die mit einem Stickstofftank verbunden war.

Die Tochter war wegen der Wäsche nach unten gekommen. Als sie Wolk nirgends finden konnte, durchsuchte sie das gesamte Haus — bis sie das abgelegene Zimmer öffnete. Rettungskräfte und forensische Beamte des Justizministeriums wurden alarmiert; der ermittelnde Beamte, Pol. Maj. Namchok Duangsuwan von der Pak-Khlong-Rangsit-Polizei, übernahm den Fall vor Ort.

Zettel auf Deutsch: „Ich will nicht, dass mir jemand hilft“

Am Tatort lag ein handgeschriebener Zettel. Polizeibeamte übersetzten ihn: „Wer mich findet — ich will nicht, dass mir jemand hilft.“ Ein eindeutiger Wunsch, der die Richtung der Ermittlungen bestimmt.

Wolks Ehefrau Kanya gab gegenüber der Polizei an, ihr Mann habe am Morgen noch normal gewirkt. Auffälligkeiten hatte es keiner der Kontaktpersonen gemeldet — weder die Familie in Deutschland noch ein Freund in Thailand, mit dem er am Vortag lange telefoniert hatte.

Ein stiller Mann – kein Alarm, kein Zeichen

Kanya beschrieb ihren Mann als introvertiert. Er blieb am liebsten zu Hause, arbeitete allein vor dem Rechner und pflegte kaum sozialen Kontakt außerhalb der Familie. Am Tag vor seinem Tod telefonierte er ausgiebig — einmal mit Verwandten in Deutschland, einmal mit einem Freund in Thailand.

Keiner dieser Gesprächspartner meldete danach Bedenken oder Auffälligkeiten. Ob Wolk in den Gesprächen etwas andeutete oder ob die Entscheidung still gereift war, bleibt vorerst offen. Die Polizei wertet die Kommunikation aus.

Leiche zur Obduktion ins forensische Institut

Der Leichnam wurde in das forensische Institut des Justizministeriums überführt. Eine Obduktion soll die offizielle Todesursache klären. Die Ermittlungen laufen.

Wolk lebte seit mehr als zehn Jahren in Thailand, arbeitete von zu Hause aus und mied nach Angaben seiner Frau Gesellschaft. Er hinterließ Frau und Tochter.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Redaktionelle Hinweise

Wer sich in einer Krise befindet oder sich Sorgen um jemanden macht, erreicht die Krisenhotline des thailändischen Gesundheitsministeriums rund um die Uhr unter der Nummer 1323.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.