PHUKET, THAILAND – Ein 33-jähriger australischer Staatsbürger soll in einem Hotel an der Bang-La-Straße in Patong einen Hotelangestellten attackiert haben, der wegen Lärmbeschwerden an seiner Tür erschien. Der Verletzte ließ sich im Krankenhaus Patong behandeln, gegen den Touristen läuft ein Ermittlungsverfahren.
Lautstarker Streit in Zimmer 324
Der Vorfall ereignete sich um 2:15 Uhr in den frühen Morgenstunden. Hotelangestellte hörten laute Geräusche aus Zimmer 324 und schickten den 39-jährigen Mitarbeiter Phuri Udompanyawit zum Nachsehen.
Als Phuri das Zimmer betrat, um den Lm zu klären, soll ihm der australische Gast mit dem Namen Sherlock körperlich entgegengegangen sein. Der Angestellte erlitt Verletzungen und suchte unmittelbar danach die Notaufnahme des Krankenhauses Patong auf.
Anzeige erstattet, Polizei sichert Beweise
Das Opfer erstattete nach seiner medizinischen Versorgung Anzeige bei der Polizeistation Patong. Die Beamten identifizierten den Tatverdächtigen anhand der Hoteldaten und befragten Zeugen vor Ort.
Die Ermittler sicherten Beweise aus dem Hotelgebäude und werteten Aufzeichnungen aus. Dem Australier drohen juristische Konsequenzen nach thailändischem Recht, das bei Körperverletzung empfindliche Strafen vorsieht.
Nachtleben-Hotspot mit wachsenden Spannungen
Die Bang-La-Straße in Patong gilt als eine der bekanntesten Amüsiermeilen Südostasiens. Allabendlich strömen Tausende Urlauber aus aller Welt in die Bars und Clubs entlang der Straße, was regelmäßig zu alkoholbedingten Zwischenfällen führt.
Hotelangestellte in dieser Zone sind regelmäßig mit alkoholisierten Gästen konfrontiert. Thailändische Gastgewerbeverbände haben wiederholt auf die Notwendigkeit besserer Sicherheitsprotokolle für Nachtschichten hingewiesen.
Touristen mit Vorstrafen im Fokus der Behörden
Die Phuket-Polizei hat in diesem Jahr bereits mehrere Auseinandersetzungen zwischen Touristen und Hotelangestellten verzeichnet. Wer in Thailand wegen Körperverletzung verurteilt wird, muss mit einer Geldstrafe oder Haftstrafe sowie anschließender Ausweisung rechnen.
Im Fall von Sherlock prüfen die Beamten nun, ob ein Strafbefehl ausgestellt oder ein formales Verfahren eingeleitet wird. Die Entscheidung hängt von den Zeugenaussagen und dem medizinischen Befund des Geschädigten ab.
Tatvorwurf: Körperverletzung nach thailändischem Strafrecht
Das thailändische Strafgesetzbuch sieht für vorsätzliche Körperverletzung Haftstrafen bis zu zwei Jahren oder Geldstrafen vor. Bei tätlichen Angriffen auf Personen in Ausübung ihres Berufs kann das Strafmaß erhöht werden.
Der Tourismusbehörde Phukets liegen ähnliche Fälle aus der laufenden Hochsaison vor. Sie betont, dass konsequente Strafverfolgung auch gegen ausländische Gäste ein klares Signal an andere Urlauber sende.



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