BANGKOK, THAILAND – Ein führender Experte schlägt Alarm und warnt die Regierung vor einem gefährlichen Schuldenberg. Wenn die Schuldenobergrenze weiter steigt, droht dem Land der finanzielle Absturz und ein massiver Vertrauensverlust.
Experte warnt vor Schuldenfalle!
Kriengsak Chareonwongsak vom Institut für Zukunftsstudien blickt mit großer Sorge auf die Staatskasse. Er lehrt und forscht zur Entwicklung der Nation und sieht die Stabilität Thailands in ernsthafter Gefahr.
Die Regierung plant, die Grenze für neue Kredite auf 75 Prozent der Wirtschaftsleistung anzuheben. Der Fachmann stellt sich entschieden gegen dieses Vorhaben und fordert Disziplin bei den Ausgaben.
Droht Thailand der Absturz?
Schon jetzt drücken das Land gewaltige Lasten von rund 12,6 Billionen Baht. Das entspricht bereits über 66 Prozent der gesamten Wirtschaftskraft aller Bürger und Betriebe.
Sollte der Staat weitere 500 Milliarden Baht aufnehmen, klettert die Schuldenquote fast an die kritische 70-Prozent-Marke. Für Notfälle oder neue Krisen bliebe dann kaum noch finanzieller Spielraum übrig.
Geldnot frisst die Zukunft
Die Schulden wachsen derzeit viel schneller als die Einnahmen im Staatssäckel. Das schwächt die Bereitschaft von Unternehmen, in neue Fabriken oder Arbeitsplätze zu investieren.
Zudem altert die Gesellschaft in rasantem Tempo, was die Kosten für die Sozialsysteme explodieren lässt. Ohne eiserne Spardisziplin steuert das Land laut dem Experten auf eine Sackgasse zu.
Steuern statt neue Kredite
Anstatt immer neues Geld zu leihen, soll die Regierung lieber die Steuereinnahmen reformieren. Unnötige Ausnahmen müssen weg und die Eintreibung der Abgaben muss viel effektiver werden.
Investitionen machen laut dem Professor nur Sinn, wenn sie die Produktivität dauerhaft steigern. Er warnt davor, geliehenes Geld einfach nur für kurzfristige Zwecke im Umlauf zu verpulvern.
Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel
Setzt die Regierung ihre Pläne durch, könnten internationale Bewerter die Kreditwürdigkeit des Landes herabstufen. Das würde Kredite in der Zukunft noch teurer und die Last für alle Bürger schwerer machen.
„Die Regierung sollte die Investitionsausgaben beschleunigen, die die Produktivität steigern. Das Kernprinzip ist, dass Kredite zum Aufbau und zur Erweiterung von Kapazitäten genutzt werden sollten, nicht für den kurzfristigen Umlauf“, sagt Kriengsak Chareonwongsak.



Der Mann hat völlig recht. Staatliche Ausgaben sollten gedeckelt sein. Eine Schuldenbremse mit fixem Prozentsatz in die Verfassung, die nur mit 2/3 Mehrheit geändert werden kann. Das ist eine Bremse, aber auch Bremsen können versagen, wie das Beispiel Deutschland zeigt, wo die Bremse mit einem abgewählten Parlament – und gegenteiligen Versprechen vor der Wahl – einfach abgeräumt wurde. Wie sollen denn die Schulden zurückgeführt werden? Wie die immer stärker steigenden Zinsen? Wer bezahlt das? Die Kinder!