BANGKOK, THAILAND – Premierminister Anutin Charnvirakul hat einen unerbittlichen Kampf gegen das organisierte Verbrechen und korrupte Beamte angekündigt. Bei einer Pressekonferenz im Regierungsgebäude betonte er, dass niemand über dem Gesetz stehe und Kriminelle konsequent verfolgt werden.
Harte Hand gegen kriminelle Netzwerke
Die thailändische Regierung geht massiv gegen grenzüberschreitende Banden vor, die sich auf Identitätsdiebstahl und Geldwäsche spezialisiert haben. Anutin erklärte am 30. April 2026, dass die Sicherheit und das Eigentum der Bürger oberste Priorität haben.
Besonders im Fokus stehen Scammer-Banden, deren Netzwerke nun systematisch aus den staatlichen Registern gelöscht werden. Die Behörden haben bereits zahlreiche Vermögenswerte dieser kriminellen Gruppen beschlagnahmt und eingefroren.
Korruption in den eigenen Reihen
Bei der Operation in Wiang Haeng wurden im November 2025 insgesamt 14 Personen festgenommen. Erschreckenderweise handelte es sich bei elf der Verdächtigen um thailändische Staatsbedienstete.
Auch in Ayutthaya deckten Ermittler im März 2026 massiven Betrug auf. Dort wurden 214 falsche Hausregistrierungen entdeckt, was zu sechs weiteren Festnahmen durch die Spezialkräfte führte.
Chinesische Mafia nutzt thailändische Strohmänner
Die Operation am 29. April 2026 zerschlug ein Netzwerk, das thailändische Männer für Scheinehen mit Chinesinnen anheuerte. Ziel war es, durch falsche Angaben bei der Geburtsregistrierung die thailändische Staatsbürgerschaft für Kinder zu erschleichen.
Diese falschen Identitäten dienten als Kanal für Geldwäsche und den illegalen Erwerb von Grundbesitz. In diesem Zusammenhang wurden bereits 19 Beamte disziplinarisch belangt und 34 strafrechtliche Verfahren eingeleitet.
Schlag gegen das illegale Glücksspiel
Auch gegen illegale Casinos geht die Verwaltung mit großer Härte vor. In Nakhon Ratchasima wurden bei der Operation Rose Garden 89 Personen verhaftet, die monatlich über 60 Millionen Baht umsetzten.
In Bangkok führten Razzien an zwei Standorten zu 106 Festnahmen. Der Premierminister warnte Hotel- und Gebäudebesitzer ausdrücklich davor, ihre Räumlichkeiten für solche illegalen Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.
Keine Gnade für einflussreiche Täter
Anutin versicherte der Öffentlichkeit, dass es keine Bestechung oder politische Einflussnahme geben wird. Er betonte, dass die Erfüllung der Pflicht gegenüber dem Land wertvoller sei als jedes Schmiergeld.
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Das finde ich ja mal eine klasse Ansage: „Keine Gnade für einflussreiche Täter // Anutin versicherte der Öffentlichkeit, dass es keine Bestechung oder politische Einflussnahme geben wird.“
Wobei mir ganz aktuell die Story aus der Bangkok Post von heute unter der Schlagzeile „Ex-senator’s son gets 132 years in gambling ring case“ dazu einfällt. Da wurde doch das Söhnchen des ehemaligen Senators Sangsit Piriyarangsan, eines Wirtschaftswissenschaftlers und Experten für Korruption und Glücksspiel -Achtung Spoiler- wegen Online-Glücksspiel und Geldwäsche zu einer Freiheitsstrafe von 132 Jahren und sechs Monaten verurteilt. Und wie es der Zufall so wollte, war dieses Söhnchen als einer von neun Angeklagten zwar der Hauptbeschuldigte, aber auch der einzige, dem nach der Anklageerhebung am 31. Oktober 2025 eine Freilassung gegen Kaution gewährt wurde. Vermutlich kein wirklicher Zufall, dass dieser vor Gericht natürlich nicht erschien.
Vor Gericht sind eben alle gleich. Manche eben nur ein bisschen gleicher. Aber wie Anutin schon sagte: „Keine Gnade für einflussreiche Täter“. Da stellt sich jetzt nur die Frage, hat das in seinen Kreisen wie eine Bombe eingeschlagen, oder doch nur einen herzlichen Lachanfall ausgelöst?