KOH PHANGAN, THAILAND – Eine Razzia in einer illegalen Schule auf Koh Phangan hat eine landesweite Kontrollwelle ausgelöst. Behörden fanden 89 ausländische Kinder und Dutzende nicht registrierte Arbeiter in der Einrichtung.
Behörden stürmen illegale Kinderschule
Sicherheitskräfte durchsuchten am Samstag, den 2. Mai, um 12.30 Uhr die Arki Kid School im Dorf Moo 3. Die Beamten fanden in der Einrichtung 89 israelische Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren vor.
Die Lizenz der Schule erlaubte jedoch nur die Betreuung von 18 Kindern im Kleinkindalter. Neben den Kindern hielten sich 40 Arbeiter aus Myanmar und 12 weitere Ausländer ohne korrekte Papiere dort auf.
Festnahmen nach massiven Gesetzesverstößen
Die Polizei nahm insgesamt neun Personen fest, darunter die drei Betreiber der Einrichtung. Bei den Verantwortlichen handelt es sich um ein iranisches Ehepaar und eine 61-jährige Thailänderin.
Ihnen wird der Betrieb einer illegalen Schule sowie die ungenehmigte Beschäftigung von Ausländern vorgeworfen. Auch Verstöße gegen Kinderschutzbestimmungen stehen im Raum, da die Kapazitäten massiv überschritten wurden.
Harte Strafen für illegale Arbeiter
Unter den Festgenommenen befinden sich auch Lehrer und Angestellte aus Südafrika, den USA und Frankreich. Einigen wird vorgeworfen, ohne jede Genehmigung gearbeitet zu haben, während andere ihren Arbeitsplatz nicht gemeldet hatten.
Den ausländischen Arbeitern drohen nun Geldstrafen von bis zu 50.000 Baht und die sofortige Abschiebung. Zudem droht ihnen eine Sperre von zwei Jahren für zukünftige Arbeitsgenehmigungen in Thailand.
Minister ordnet landesweite Kontrollen an
Arbeitsminister Julapun Amornvivat bestätigte am 3. Mai die Anordnung landesweiter Inspektionen. Die erste Inspektion fand bereits am 1. Mai statt, als die Abteilung für Beschäftigung Beamte nach Surat Thani entsandte, um vor Ort Fakten zu prüfen. In Bangkok haben die Kontrollen in zehn Bezirken bereits begonnen, um illegale Beschäftigungsverhältnisse aufzudecken.
Besonders Nationalitäten, die einer verstärkten Sicherheitsüberwachung unterliegen, stehen nun im Fokus der Ermittler. Die Behörden wollen sicherstellen, dass alle ausländischen Arbeitskräfte nur in ihrem genehmigten Tätigkeitsbereich arbeiten.
Konsequenzen für thailändische Arbeitgeber
Arbeitgebern, die illegale Kräfte beschäftigen, drohen Strafen von bis zu 100.000 Baht pro Mitarbeiter. Im Wiederholungsfall drohen sogar Gefängnisstrafen von einem Jahr und ein dreijähriges Verbot, Ausländer einzustellen.
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Die Razzia folgte auf zahlreiche Beschwerden über unsachgemäße Geschäfte ausländischer Staatsangehöriger auf der Urlaubsinsel. Auf Koh Phangan leben schätzungsweise 2.500 Israelis, was zuletzt vermehrt zu Spannungen und Kontrollen führte.
Sicherheit und Recht im Fokus
Der Fall zeigt die Entschlossenheit der thailändischen Regierung, gegen unregulierte Bildungsangebote und illegale Arbeit vorzugehen. Der Schutz der Kinder und die Einhaltung nationaler Sicherheitsstandards stehen dabei an erster Stelle.
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