BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Regierung geht mit aller Härte gegen illegale Strohmann-Firmen im ganzen Land vor. Einheimische, die ihren Namen für ausländische Hintermänner hergeben, müssen nun mit drakonischen Strafen rechnen.
Harte Strafen für illegale Helfer
Regierungssprecherin Rachada Dhnadirek warnt die thailändische Bevölkerung eindringlich vor der Unterstützung illegaler Firmenkonstrukte. Wer thailändische Staatsbürger als Deckmantel für ausländische Geschäftsaktivitäten nutzt, verstößt massiv gegen geltendes Recht.
Straftätern drohen nach dem Gesetz über ausländische Unternehmen von 1999 bis zu drei Jahre Gefängnis. Zudem können Geldstrafen zwischen 100.000 und einer Million Baht verhängt werden.
Tausende Unternehmen unter strenger Beobachtung
Die Abteilung für Unternehmensentwicklung hat bereits 6.551 Firmen mit Auslandsbezug identifiziert. Diese Unternehmen stehen unter dem dringenden Verdacht, eingeschränkte Geschäfte ohne die erforderliche Genehmigung zu betreiben.
Einige Geschäftsbereiche sind für Ausländer komplett verboten oder erfordern spezielle Genehmigungen des Kabinetts. Dies betrifft besonders sicherheitsrelevante Sektoren wie den Waffenhandel oder die Nutzung natürlicher Ressourcen.
Behörden vernetzen ihre digitalen Datenbanken
Die Abteilung für Unternehmensentwicklung arbeitet eng mit der Königlichen thailändischen Polizei, der Abteilung für Sonderermittlungen und den Steuerbehörden zusammen. Ziel dieser Kooperation ist es, den Missbrauch des Unternehmensstatus für Geldwäsche und andere Straftaten zu stoppen.
Die Regierung setzt verstärkt auf moderne Technologie und die Verknüpfung verschiedener Datenbanken. So können verdächtige Firmennetzwerke schneller analysiert und illegale Operationen effektiv aufgedeckt werden.
Erste Erfolge im Kampf gegen Betrug
Seit dem 1. Januar zeigen die verschärften Kontrollen der Behörden bereits deutliche Wirkungen. Die Zahl der Firmen in der sogenannten Hochrisikogruppe für Strohmann-Konstrukte sank im Jahresvergleich um 60 Prozent.
Premierminister Anutin Charnvirakul hatte zuvor versprochen, die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen Thailands besser zu schützen. Ein transparentes Geschäftsumfeld soll langfristig die lokale Wettbewerbsfähigkeit sichern und faire Bedingungen schaffen.
Bürger sollen verdächtige Firmen melden
Die Behörden rufen die Öffentlichkeit dazu auf, aktiv an der Aufklärung mitzuwirken. Über die Hotline 1570 können Bürger jederzeit Hinweise auf verdächtige Firmen oder illegale Strohmann-Vereinbarungen geben.
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