PATTAYA, THAILAND – Ein höflicher Hinweis auf das Rauchverbot endete am Strand von Pattaya in einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Ein ausländischer Tourist griff einen Einheimischen an, nachdem dieser ihn wegen seines Cannabiskonsums in der Öffentlichkeit angesprochen hatte.
Streit um Cannabis am Strand
Am frühen Montagmorgen gegen 2:00 Uhr entspannte sich der 29-jährige Kittiphong Sa-adchandrai mit Freunden an der Strandpromenade von Pattaya. Die Gruppe fühlte sich durch den starken Geruch von Cannabis gestört, den ein Tourist am Nachbartisch verbreitete.
Kittiphong sprach den Mann höflich an und erklärte ihm, dass das Rauchen von Cannabis in der Öffentlichkeit gegen thailändisches Recht verstößt. Obwohl die thailändische Freundin des Touristen versuchte zu schlichten, reagierte der Ausländer zunehmend aggressiv auf die Zurechtweisung.
Hinterhältiger Angriff von hinten
Als Kittiphong dem Mann den Rücken zudrehte, um zu seinem Platz zurückzukehren, griff der Tourist ihn völlig unvermittelt von hinten an. Es entwickelte sich eine körperliche Rauferei, bei der der Angreifer lautstark behauptete, er sei ein „boxer“.
Der Tourist forderte während der Konfrontation weitere Personen zum Kampf heraus und prahlte damit, tun zu können, was er wolle. Berichten zufolge hatte derselbe Mann zuvor bereits eine andere Gruppe von Thailändern angegriffen, die ihn ebenfalls gewarnt hatten.
Provokationen vor den Behörden
Beamte der Stadtverwaltung von Pattaya trafen kurz darauf ein, um die hitzige Situation am Strand zu deeskalieren. Der Tourist zeigte sich jedoch uneinsichtig, lief provozierend auf und ab und zeigte den Opfern sowie den Beamten den Mittelfinger.
Trotz seines aggressiven Verhaltens wurde der Mann vor Ort nicht sofort wegen Körperverletzung festgenommen, sondern lediglich zu seiner Unterkunft geschickt. Diese Entscheidung der Behörden löste in den sozialen Netzwerken heftige Kritik aus, nachdem ein Video des Vorfalls viral ging.
Forderung nach strengeren Regeln
Der Vorfall befeuert in Thailand die aktuelle Debatte über die visafreie Einreise und das Verhalten ausländischer Besucher. Viele Bürger fordern nun ein Ende der liberalen Visapolitik und eine stärkere Konzentration auf Qualitätstouristen für das Land.
Die Polizei von Pattaya will nun das Videomaterial der Überwachungskameras auswerten und weitere Zeugenaussagen prüfen. Am selben Tag sorgte ein weiterer Tourist für Schlagzeilen, der eine Rechnung nicht bezahlte, floh und sich vor Polizisten entblößte.
Respekt vor lokalen Gesetzen
Solche Vorfälle belasten das Verhältnis zwischen Einheimischen und Urlaubern und werfen Fragen zum Benehmen einiger Gäste auf. Ein respektvolles Miteinander und die Einhaltung lokaler Vorschriften sind die Grundlage für einen friedlichen Tourismus in Thailand.
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