PATTAYA, Thailand – Pattaya hat sechs mit dem Stadtbereich verbundene Personen vorläufig aus dem betreffenden Bereich abgezogen. Hintergrund sind Beschwerden, wonach Menschen in einer Kleidung ähnlich der von Mitarbeitern für besondere Angelegenheiten von Touristen 2.000 bis 3.000 Baht verlangt haben sollen – ohne offizielle Quittung oder Bußgeldbescheid.
Sechs Personen vorläufig abgezogen
Pattayas ständiger Verwaltungssekretär Kiattisak Sriwongchai erklärte, die Stadt habe am 9. August 2026 von den Vorwürfen erfahren und sofort mit der Prüfung begonnen. Die mutmaßlichen Vorfälle sollen sich am blauen Parkplatzbereich am Bali-Hai-Pier in Süd-Pattaya ereignet haben.Der Bereich ist ein stark frequentierter Abfahrtsort für Boote nach Koh Larn.
Bei den sechs Personen handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um drei städtische Mitarbeiter, darunter zwei Angehörige der kommunalen Ordnungseinheit, sowie drei Beschäftigte eines beauftragten Dienstleisters. Alle dürfen bis zum Abschluss der Untersuchung nicht mehr in dem betreffenden Bereich arbeiten.
Touristen sollten angebliche Verstöße bezahlen
Nach Beschwerden von Touristen, örtlichen Betreibern und Reiseführern wurden Besucher zu einem Zelt gebeten. Betroffen waren häufig Motorradfahrer, denen laute oder veränderte Auspuffanlagen vorgeworfen wurden, sowie Menschen, die in Bereichen mit Rauchverbot rauchten.
Die geforderten Beträge sollen als Bußgelder dargestellt worden sein. In einigen Fällen wurde über die Summe verhandelt; offizielle Belege oder Bußgeldunterlagen erhielten die Betroffenen nach den Angaben nicht.
Reporter beobachten Geldübergabe
Reporter der Pattaya News beobachteten nahe den Parkplätzen Gruppen von fünf oder sechs ähnlich gekleideten Männern. In einem dokumentierten Fall legte ein ausländischer Tourist im Beisein mehrerer Mitarbeiter Geld auf einen Tisch und verließ anschließend den Ort.
Der Tourist erklärte später, die Zahlung habe mit einem angeblichen Problem an seiner Auspuffanlage zu tun gehabt und 2.000 Baht betragen. Ein ausführliches Gespräch lehnte er aus Sorge um seine Sicherheit ab. Auch Mitglieder von Reisegruppen sollen wegen Rauchens angesprochen worden sein.
Stadtmitarbeiter dürfen nicht selbst kassieren
Kiattisak stellte klar, dass Mitarbeiter der Stadt in bestimmten Fällen Festnahmen vornehmen dürfen. Bußgelder dürften sie jedoch nicht selbst verhängen.
Selbst Behörden mit entsprechender Befugnis, etwa die Verkehrspolizei, müssten eine ordnungsgemäße Quittung ausstellen, die bei den zuständigen Stellen überprüft werden könne. Vorwürfe wegen lauter Auspuffanlagen fallen nach Angaben der Stadt unter andere Vorschriften und Zuständigkeiten, etwa im Bereich öffentlicher Belästigung oder Fahrzeugregeln.
Prüfung soll etwa zwei Wochen dauern
Die Untersuchung soll klären, ob tatsächlich berechtigte Zahlungen eingezogen wurden, ob Unterlagen ausgestellt worden sind und welchen genauen Status die einzelnen Geldbeträge hatten. Während der Prüfung könnten beteiligte Mitarbeiter an einen anderen Ort versetzt werden.
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Auch das Unternehmen, das die drei Vertragskräfte beschäftigt, soll in die Untersuchung einbezogen werden. Pattaya will die Sachverhaltsprüfung nach Möglichkeit innerhalb von etwa zwei Wochen abschließen.
Stadt kündigt Konsequenzen an
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, will die Stadt Strafanzeigen erstatten und Disziplinarmaßnahmen einleiten. Kiattisak entschuldigte sich bei der Öffentlichkeit und bei Touristen und bekräftigte die Vorgaben für ein korrektes dienstliches Verhalten.
Hinweise zu den Vorfällen nimmt die Hotline der Stadt Pattaya unter 1337 entgegen. Die Stadt erklärte, sie wolle verhindern, dass solche Fälle dem Ruf Pattayas als Reiseziel schaden.
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Naja. Volles Gehalt bei einer Suspendierung wird ihnen nicht die schlechte Laune verderben.