Eklat in Phuket: Urlauber jagen Papageifische – Hohe Strafe droht

Skandal am Kata Beach: Chinesische Touristen spießen einen geschützten Papageienfisch auf und posieren damit. Jetzt jagen Behörden die Täter – Drohen den Urlaubern bald ein Jahr Gefängnis und eine hohe Geldstrafe?

Eklat in Phuket: Urlauber jagen Papageifische – Hohe Strafe droht
Nation

Phuket – Nach Fotos in sozialen Medien haben Meeresbehörden den Kata Beach kontrolliert. Im Fokus steht eine Gruppe chinesischer Touristen, die nach ersten Erkenntnissen einen Papageienfisch mit einer Harpune gefangen haben soll. Das Verhalten verstößt gegen Umweltregeln und kann teuer und sogar mit Haft enden.

Beamte rücken nach Social-Media-Bildern aus

Das Department of Marine and Coastal Resources und weitere Behörden inspizierten am Sonntag, 10. Mai, den Kata Beach in Phuket. Auslöser waren Bilder, die in sozialen Medien kursierten und Touristen beim mutmaßlichen Speeren eines Papageienfischs zeigen sollen.

Im Einsatz waren mehr als 20 Beamte des Marine and Coastal Resources Office 10, der Phuket Marine Police, der Tourist Police, der Abteilung zur Bekämpfung von Naturressourcen- und Umweltkriminalität sowie der Stadtverwaltung Karon. Kontrolliert wurde das südliche Vorgebirge des Kata Beach im Unterbezirk Karon, Bezirk Mueang, Phuket.

Verdächtige sollen chinesische Touristen sein

Nach den ersten Überprüfungen handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um eine Gruppe chinesischer Touristen. Ihre Identität wird derzeit noch ermittelt.

Berichten zufolge tauchten sie in der Nähe eines Felsriffs und erlegten dort Fische mit einer Harpune. Danach sollen sie einen Papageienfisch mit einer Größe von höchstens 50 Zentimetern an den Strand gebracht haben, um ihn zur Schau zu stellen.

Behörden sprechen von Schaden fürs Ökosystem

Die Beamten bewerten das Verhalten als unangemessen und als schädlich für das Ökosystem. Das Speeren von Fischen in diesem Gebiet ist nach ihren Angaben nicht erlaubt.

Es verstößt gegen eine Bekanntmachung des Ministeriums für natürliche Ressourcen und Umwelt von 2024 zu Umweltschutzzonen und Maßnahmen in Phuket, konkret gegen Klausel 10(7).

Haft und Geldstrafe drohen

Für den Verstoß sieht Abschnitt 100 des Gesetzes zur Verbesserung und Erhaltung der nationalen Umweltqualität von 1992 eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr, eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Baht oder beides vor.

Die Behörden machen damit klar: Wer in den geschützten Bereichen gegen die Regeln verstößt, muss mit harten Folgen rechnen.

Warnschilder und Patrouillen am Strand

Die Stadtverwaltung Karon und die beteiligten Behörden haben bereits Warnschilder und rechtliche Hinweise am Strand aufgestellt. Damit sollen Touristen über die Einschränkungen informiert werden.

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Außerdem sollen städtische Beamte und Polizisten regelmäßig in Risikogebieten patrouillieren. Die Öffentlichkeit wird gebeten, Verstöße über die Hotline 1362 zu melden.

Ermittlungen laufen weiter

Die Ermittlungen zur Identität der Touristen dauern an. Gleichzeitig verstärken Polizei und kommunale Beamte ihre Überwachung an den betroffenen Strandabschnitten.

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Quelle: Nation Thailand

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