Razzia in Luxusvierteln: Vier chinesische Kriminelle in Pattaya gefasst

Brutale Kredithaie aus China in Luxusvillen enttarnt: Mit Wucherzinsen und Gewalt terrorisierte das Quartett Dutzende Opfer. Nach dem Zugriff droht den Kriminellen nun ein folgenschweres Schicksal.

Razzia in Luxusvierteln: Vier chinesische Kriminelle in Pattaya gefasst
Nation

CHON BURI, THAILAND – Bei koordinierten Razzien in Luxuswohnanlagen in Bang Lamung nahmen Einwanderungsbeamte und Ermittler des Central Investigation Bureau (CIB) vier chinesische Staatsangehörige fest. Laut Polizei werden sie in China wegen eines mutmaßlichen illegalen Kreditnetzwerks gesucht, das mehr als 40 Opfer betroffen haben soll und Zinssätze von über 30 Prozent pro Monat verlangt haben soll. Die Festgenommenen hielten sich nach Widerruf ihrer Aufenthaltserlaubnis illegal im Land auf; Abschiebeverfahren und eine mögliche Auslieferung nach China laufen.

Razzien in Luxuswohnanlagen

Die Polizei führte koordinierte Durchsuchungen in Wohnanlagen in Bang Lamung durch und griff an mehreren Adressen gleichzeitig zu. Die Einsätze fanden in den Tambons Huai Yai und Takhian Tia statt, teilt die Behörde mit.

Einwanderungsbeamte arbeiteten dem Central Investigation Bureau (CIB) zufolge bei der Aktion zusammen. Ziel waren demnach Personen, die im Fokus internationaler Ermittlungen stehen.

Wer wurde festgenommen?

Festgenommen wurden die drei Männer Zhang Shuai (34), Xiao Jian (36) und Yang Yue (34) sowie die Frau Ge Ning (34). Die Polizei bezeichnete die vier als Verdächtige in den laufenden Ermittlungen.

Nach Angaben der Behörden handelte es sich um koordinierte Aktionen an den Wohnorten der Beschuldigten. Weitere Nennung persönlicher Details gab es nicht.

Vorwurf: illegales Kreditnetz mit Gewaltvorwürfen

Das CIB erklärte, die Verdächtigen würden in China wegen Beteiligung an einem mutmaßlichen illegalen Kreditnetz gesucht, das mehr als 40 Opfer betreffe. Den Angeklagten wird zufolge zudem vorgeworfen, Zinssätze von mehr als 30 Prozent pro Monat verlangt zu haben.

Den Verdächtigen wird außerdem die Anwendung von Einschüchterung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung gegen säumige Zahler vorgeworfen. Die Behörden stufen die Vorwürfe als schwerwiegend ein.

Aufenthaltsstatus: Overstay nach Widerruf

Bei allen vier Festgenommenen stellten die Beamten fest, dass ihre Aufenthaltserlaubnis bereits widerrufen worden war und sie sich illegal im Land aufhielten. Die Polizei nannte den Overstay als einen der Gründe für die Festnahmen.

Der Status der Visa und der Widerruf wurden den Ermittlern zufolge bei den Durchsuchungen überprüft. Die Einwanderungsbehörde ist in die weiteren Schritte eingebunden.

Haft, Abschiebung und erwartete Auslieferung

Alle vier Personen befinden sich derzeit in Gewahrsam; Abschiebeverfahren wurden eingeleitet und eine Auslieferung zur Strafverfolgung nach China wird erwartet.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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