Nach Fahrer-Angriff: Regierung nimmt Thai-Fahr-Apps ins Visier

Ein schockierender Überfall auf einen Japaner zwingt Bangkok zum Handeln. Werden jetzt 13 Anbieter ausgebremst, um Passagiere vor kriminellen Chauffeuren zu schützen?

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The Phuket Express

Bangkok, Thailand – Ein Fahrer einer bekannten Fahrdienst-App hat im Asok-Viertel einen japanischen Touristen körperlich angegriffen; der 23 Jahre alte Mann besaß keinen Führerschein für die Personenbeförderung. Die Plattform zahlte nach einer Schlichtung bei der Polizeistation Thong Lo 35.000 Baht, während ein Strafverfahren wegen Körperverletzung vor Gericht weiterläuft. Verbraucherschutzbehörden fordern stärkere Regeln für Fahrer und prüfen zudem Preise und Sanktionen für Online‑Plattformen.

Angriff, Entschädigung und Anklage

Ein Fahrer einer bekannten Fahrdienst‑App soll einen japanischen Touristen im Asok‑Viertel körperlich attackiert haben; der Mann ist 23 Jahre alt und hatte keinen öffentlichen Führerschein für Personenbeförderung. Die Plattform traf sich mit Vertretern des Verbraucherschutzzentrums an der Polizeistation Thong Lo und zahlte nach Mediation 35.000 Baht, gleichzeitig läuft ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, das am 4. Juni vor Gericht weitergeführt wurde.

Das Strafverfahren bleibt unabhängig von der Entschädigung bestehen, heißt es aus den beteiligten Stellen, weil es sich um eine mögliche Straftat gegen die körperliche Unversehrtheit handelt. Opfer- und strafrechtliche Fragen werden somit getrennt behandelt.

Verbraucherschutz stellt Sicherheit der Passagiere in den Vordergrund

Supamas Issaraphakdee vom Büro des Premierministers erklärte im Regierungssitz, dass das Amt für Verbraucherschutz (OCPB) den Vorfall als Verletzung von Verbraucherrechten bewertet und fordert, dass nach Annahme einer Fahrt der Passagier sicher an sein Ziel gebracht werden muss. Sie betonte, dass die Verantwortung der Plattformen und die Sicherheit der Fahrgäste Vorrang haben.

Supamas forderte zudem eine Überprüfung der Fahrerauswahl und der Altersanforderungen: „Es ist vielleicht an der Zeit, die Überprüfung der Fahrer von Grund auf zu überdenken, ebenso wie die Angemessenheit des Alters für das Fahren von öffentlichen Verkehrsmitteln, um die Verantwortung für das Leben der Passagiere tragen zu können. Das Alter von 20 Jahren mag für einen privaten Führerschein ausreichend sein, bei einem öffentlichen Führerschein muss die Eignung zur Übernahme der Verantwortung für das Leben der Fahrgäste geprüft werden.“

Konkrete Gespräche mit Plattformen angesetzt

Für den 5. Juni hat das OCPB ein Gespräch mit der betroffenen Plattform angekündigt, um den Vorfall zu klären und Maßnahmen zu besprechen. Für den 12. Juni ist eine größere Beratungsrunde mit 13 Plattformen aus ganz Thailand geplant, in der auch Regeln und Kontrollen diskutiert werden sollen.

Bei dem Treffen am 12. Juni will das OCPB unter anderem die Fairness der Preisgestaltung prüfen und mit weiteren Behörden zusammenarbeiten, falls Plattformen Passagiere im Stich lassen oder wiederholt gegen Regeln verstoßen.

Strengere Regeln für Führerscheine und Sanktionen geplant

Als Reaktion auf den Fall prüft die Regierung strengere Anforderungen für den öffentlichen Führerschein zur Personenbeförderung und die Einführung klarer Sanktionen bei Fehlverhalten. Es soll eine Liste geben, welche Strafen bei welchem Ausmaß an Fehlverhalten zu verhängen sind, und die Plattformen sollen bei wiederholter Nachlässigkeit zur Verantwortung gezogen werden.

Supamas machte deutlich, dass neben staatlichen Maßnahmen auch die Plattformbetreiber ihre Vertragsbedingungen und Kontrollmechanismen prüfen müssten, damit Fahrer mit Verantwortung gegenüber den Fahrgästen eingesetzt werden.

Volvo‑Fall: OCPB bereitet Sammelklage für über 500 Fälle vor

Das OCPB kündigte an, nach Abschluss der laufenden Beratungen im Namen der Verbraucher eine Klage im Zusammenhang mit mehr als 500 Volvo‑Fällen einzureichen und darauf zu verzichten, die Angelegenheiten erneut zu schlichten. Einige Betroffene fordern demnach die Rückerstattung des Kaufpreises statt eines bloßen Austauschs der Batterie.

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Die Sammelklage soll die Rechte der Verbraucher stärken und eine klare rechtliche Klärung herbeiführen. Das Amt für Verbraucherschutz arbeitet eng mit den Gerichten zusammen, um eine zügige Bearbeitung der Fälle zu gewährleisten.

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Quelle: Thairath

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