BANGKOK, THAILAND – Razzien im Bezirk Huai Khwang haben Thailands Kampagne gegen illegale Strohmann-Beteiligungen verschärft: Ermittler identifizierten 53 Hochrisiko-Firmen, leiteten Prüfungen zu Geldflüssen und Eigentümerstrukturen ein und stellten zugleich Verstöße gegen Arbeits- und Einwanderungsrecht fest.
Huai Khwang wird zum Schwerpunkt der Aktion
Die Untersuchungen konzentrieren sich aktuell auf den Bangkoker Bezirk Huai Khwang, den das Department of Business Development (DBD) als eines der risikoreichsten Gebiete bezeichnet.
DBD-Direktor Poonpong Naiyanapakorn kündigte am Freitag, dem 5. Juni, an, dass Überwachungen und Durchsetzungsmaßnahmen dort kontinuierlich stattfinden.
53 Firmen auf der Prüfbank
Die Prüfungen förderten 53 juristische Personen zutage, bei denen Verdacht auf Strohmann-Strukturen besteht und die unter dem Foreign Business Act fallen.
Das eingetragene Kapital dieser Firmen reicht dem DBD zufolge von 1 Million bis 4,999 Milliarden Baht, was die Bandbreite der betroffenen Geschäftsmodelle zeigt.
Restaurant-Beschwerde löste die Welle aus
Auslöser der intensiveren Kontrollen war eine Kundenbeschwerde über ein chinesisch geführtes Restaurant, das angeblich keinen thailändischen Baht akzeptierte.
Das betroffene Unternehmen, 2024 registriert, weist in den Papieren einen Anteil von 51 % Thai und 49 % chinesischen Aktionären aus und meldete nach Prüfungen einen täglichen Umsatz von rund 30.000 Baht.
Gemeinsame Razzia auf Pracharath Bamrung Road
Bei einer gemeinsamen Operation kontrollierten Beamte des DBD, des Immigration Bureau und des Department of Employment Geschäfte entlang der Pracharath Bamrung Road in Huai Khwang.
Die Aktion, geleitet vom stellvertretenden DBD-Generaldirektor M.L. Phuthong Thongyai, umfasste Restaurants, Supermärkte und Immobilienfirmen.
Vier Firmen an einer Adresse wecken Verdacht
Ermittler entdeckten vier Unternehmen an derselben Adresse mit engen personellen Verknüpfungen; zwei Teilfirmen verfügen zusammen über ein eingetragenes Kapital von 30 Millionen Baht.
Eines der geprüften Unternehmen wurde 2022 registriert, änderte seinen Namen fünfmal und reichte laut Behörden für 2023, 2024 und 2025 keine Finanzberichte ein.
Supermarkt geschlossen, Genehmigungen fehlen
Ein kontrollierter Supermarkt wies einen ausländischen Anteil von 60 % auf und war bei der Kontrolle geschlossen, die Behörden beanstandeten fehlende Genehmigungen.
Die Ergebnisse aus der Inspektion leiteten die Behörden zur Einleitung rechtlicher Schritte gegen das Unternehmen weiter.
Arbeits- und Einwanderungsverstöße entdeckt
Die Überprüfungen förderten laut DBD auch Arbeitsverstöße zutage: Ausländische Staatsangehörige arbeiteten demnach außerhalb genehmigter Bedingungen oder meldeten Arbeitgeber nicht korrekt.
Betroffene Ausländer wurden festgenommen und an die Huai Khwang Police Station überstellt; gegen Arbeitgeber werden ebenfalls Verfahren geprüft.
AMLO und Polizei erhalten Informationen
Das DBD übermittelte Daten zu verdächtigen Aktionären und Buchhaltern an das Anti-Money Laundering Office (AMLO), die Royal Thai Police und das Revenue Department zur weiteren Prüfung von Geldflüssen und Eigentumsstrukturen.
Die Behörden prüfen nun Finanztransaktionen und Kontobewegungen, nachdem einige Namen im HR03-Register des AMLO aufgetaucht waren.
Regierung weitet Schwerpunkt auf Tourismus und Bauwesen aus
Premierminister Anutin Charnvirakul bekräftigte bei einem Treffen hochrangiger Beamter die Fortsetzung der Kampagne, die im September nach seinem Amtsantritt gestartet wurde.
Die Regierung fokussiert sich auf Tourismus, Transport, Bauwesen und Immobilien und weitet die Kontrollen auch auf touristische Hotspots wie Pai, Koh Phangan, Phuket und Koh Samui aus; weitergehende Ermittlungen und rechtliche Schritte laufen.



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