Koh Phangan, Thailand – Ein Facebook-Post am 7. Juni hat eine breite Debatte ausgelöst: Ein Vermieter von Soundsystemen wirft ausländischen Bewohnern vor, mit Lärm-Beschwerden traditionelle Feste, Hochzeiten und Ordinationen zu stören. Betroffene berichten von erzwungenen Veranstaltungsabbrüchen und finanziellen Verlusten; für Besucher kann das bedeuten, dass geplante Tempelfeste oder Feiern leiser oder gar nicht stattfinden.
Post von Betreiber bringt Alltagsthema auf die Straße
Apinya Diawvanich, Betreiber eines Beschallungs-Verleihs auf Koh Phangan, schilderte in dem Facebook-Post Probleme, die Organisatoren bei Außenveranstaltungen mit Soundsystemen hätten. Sein Beitrag vom 7. Juni wurde vielfach geteilt und löste zahlreiche Reaktionen aus.
Er behauptet, dass Ausländer öfter Lärm melden und Druck auf Behörden ausübten, obwohl Veranstaltungen die erforderlichen Genehmigungen hätten. Die Online-Diskussion zeigt verschiedene Sichtweisen auf das Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Wohninteressen.
Betreiber spricht von Zwangsende und wirtschaftlichen Folgen
Apinya berichtet, dass Polizei gelegentlich gerufen werde und Veranstalter dann unter Druck stünden, die Lautstärke zu drosseln oder die Feier vorzeitig zu beenden. Solche Eingriffe hätten bereits zu Störungen und finanziellen Einbußen für Kunden und Dienstleister geführt.
Er betont, dass dies nicht nur Einzelereignisse betreffe, sondern zahlreiche Gemeinschaftsveranstaltungen auf der Insel beeinträchtige. Konkrete Zahlen zu betroffenen Events nannte er nicht.
Traditionelles Tempelfest von Wat Sri Thanu betroffen
Apinya verwies auf den Tempel Wat Sri Thanu und sagte, das jährliche Fest habe in den vergangenen fünf Jahren nicht durchgehend stattfinden können wegen Lärmbeschwerden. Damit macht er einen langjährigen Effekt für eine etablierte Gemeinschaftsveranstaltung geltend.
Details zu einzelnen Ausfällen oder zu den genauen Gründen hinter einzelnen Abbrüchen wurden nicht genannt. Festgestellt wird jedoch ein wiederkehrendes Muster, das lokale Traditionen trifft.
Einheimische beklagen Ungleichbehandlung
Einige Bewohner kritisieren, dass traditionelle Veranstaltungen stärker geprüft würden als laute Partys in privaten Villen von Ausländern, die ihrer Meinung nach oft weniger Konsequenzen nach sich zögen. Mehrere lokale Stimmen berichten von wiederholten Meldungen, die scheinbar unbeantwortet blieben.
In Sozialen Medien schrieb ein Nutzer: „Man sieht das jetzt überall auf der Insel. Es ist nicht mehr wie früher. Größere Häuser, größere Egos.“ Dieser und ähnliche Kommentare spiegeln eine gespannte Stimmung wider.
Polizeiliche Kontrollen trotz Erlaubnissen
Berichten zufolge hat die Polizei Veranstaltungen trotz vorliegender Genehmigungen überprüft, was Veranstalter unter Druck setzte, Auflagen zu erfüllen oder früher zu beenden. Solche Einsätze gelten als direkte Folge der Beschwerden von Anwohnern.
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Medien wie The Daily News berichteten, dass die Debatte die Spannungen zwischen langjährigen ausländischen Bewohnern und der lokalen Gemeinschaft auf Koh Phangan sichtbar gemacht habe. Die Berichterstattung trug weiter zur öffentlichen Diskussion bei.
Online-Debatte bleibt gespalten
Die Online-Diskussion zeigt gespaltene Meinungen darüber, wie Tradition, Tourismus und Wohninteressen in Einklang gebracht werden können, und Bewohner tauschen weiterhin Erfahrungen und Vorschläge aus. Konkrete Lösungen oder neue Regelungen wurden bislang nicht ausgewiesen.
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.



da ist gegenseitige Rücksichtnahme zwingend geboten! Man muss halt dann seinen Lärmpegel reduzieren. Mein Recht hört da auf, wo ich das Recht des Anderen beschädige! Das sollte der Grundsatz sein!
Nein muss man nicht, die sollen Ihre Feste feiern, wie sie sich gewohnt sind! Ich kann auch schlafen, wenn im 100 m entfernten Tempel die Bässe überlaut hämmern. Alles eine Frage des Willens.
Zu bestimmten Jahreszeiten haben wir hier im Isan fast täglich irgendwelche Tempelfeste oder Mor Lam Konzerte. Was wir noch nicht so oft haben, sind diese Villen mit den qualitativ hochwertigen Bewohnern. Die sich wegen solcher Veranstaltung, bei denen es grade im Bass Bereich immer etwas wuchtiger zugeht, beschweren, sind genau die, die in D A CH auf striktes Verbot von sonntäglichem Rasenmähen bestehen. Fürchterlich.
Thailand ist ein extrem lautes Land. In Sukothai durften wir erleben, wie Musik und Erzählungen eines Tempelfestes über mehrere Kilometer Luftlinie hinweg deutlich verständlich waren. Und das praktisch rund um die Uhr.
Auch hier gibt es Feste, wo die Musik nachts um 4 Uhr Kilometer weit zu hören ist und Nachbarn, die das ganze Dorf beschallen.
Sagen wir es mal höflich, Thailänder haben eine andere Auffassung von gegenseitiger Rücksichtnahme als es in Europa üblich ist.
Thailänder und Rücksichtnahme 555555 (hust)
Aber sie sind glücklicherweise nicht alle Generation X und können durchaus auch bargeldlos, auch mit PromptPay, zahlen.
Ja, es stimmt, manchmal wird sehr laut gefeiert. Aber da kann man auch einmal Oropax oder etwas ähnliches benutzen.
Andererseits: keiner hat die „sich gestört fühlenden“ ins Land gerufen. Bleibt doch zuhause in DACH und verbringt Eure Zeit auf einem Friedhof. Dort stört Euch niemand, außer vielleicht hin und wieder ein Todesglöckchen.
Es fehlt nur noch, dass einige rufen: Ausländer raus, wir wollen unsere Ruhe!, wobei mit Ausländer die Einheimischen gemeint sind.
Wenn so ein Fest in unmittelbarer Nähe stattfindet schau ich auch gerne auf ein Bierchen vorbei. Übrigens sind doch die meisten Expats doch schon ältere Leute die dann am nächsten Tag mit einem zusätzlichen Nickerchen wieder zu Kräften kommen können.