BANGKOK – Der Schlag gegen die digitale Unterwelt sitzt: In einer konzertierten Aktion mit globalen Partnern hat die thailändische Regierung über 115.000 betrügerische Internetseiten lahmgelegt. Die Maßnahmen richten sich gezielt gegen Callcenter-Banden und transnationale Geldwäsche-Ringe.
Mehr als 115.000 betrügerische URLs gesperrt
Zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 20. Mai 2026 zog das Zentrum zur Bekämpfung von Online-Betrug (AOC) den Stecker. Insgesamt wurden 115.584 verdächtige Online-Kanäle blockiert.
Der Großteil davon, nämlich 111.623 URLs, wurde proaktiv gesperrt. Die Behörden identifizierten die Betrugsnetzwerke frühzeitig, bevor Bürger überhaupt zu Opfern werden konnten.
Thailand schmiedet globale Allianz gegen Betrüger
Möglich wurde dieser Erfolg durch die enge Zusammenarbeit mit einem internationalen Netzwerk. Über 25 Organisationen und Netzwerke waren beteiligt, darunter 15 ausländische Strafverfolgungsbehörden.
Zu den Partnern zählen Schwergewichte wie Interpol, das FBI und die britische National Crime Agency. Gemeinsam mit Technologieunternehmen wie Meta wurden Geheimdienstinformationen geteilt und Finanzströme der Hintermänner verfolgt.
Neben Schlag gegen Betrug auch Rettung von Menschen
Die Sprecherin des Premierministers, Ratchada Thanadirek, betonte: Die grenzüberschreitende Kooperation bekämpfe nicht nur Callcenter-Banden effizienter. Sie sei auch ein Schlüssel zur Rettung von Menschenhandelsopfern.
Durch die gemeinsamen Einsätze konnte die sichere Rückführung von verschleppten und betrogenen Personen in ihre Heimatländer koordiniert werden. Thailand sehe sich hier in einer proaktiven Rolle im Kampf gegen transnationale Kriminalität.
UN-Abkommen soll Werkzeugkasten weiter stärken
Doch Bangkok will noch mehr. Bis Dezember 2569 bereitet Thailand die Ratifizierung des UN-Übereinkommens gegen Cyberkriminalität vor. Dieser Schritt soll die internationale Schlagkraft gegen immer komplexere digitale Bedrohungen deutlich verbessern.
Der Kampf gegen die kriminellen Netzwerke wird damit auf eine neue rechtliche Basis gestellt. Die Regierung macht Druck, um keine Schlupflöcher mehr zu lassen.
„Alle Kanäle für Betrüger schließen“
Die Ansage aus dem Regierungsviertel ist unmissverständlich. „Die Regierung wird weiterhin Callcenter-Banden, Online-Betrugsnetzwerke, Strohmann-Konten und transnationale Geldwäsche-Ringe konsequent auslöschen“, so die Sprecherin.
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Das erklärte Ziel: jeden einzelnen Weg für Betrüger dichtmachen und den Bürgern spürbar mehr Sicherheit bieten.



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