CHIANG RAI – Ein buddhistisches Krankenhaus, das täglich Hunderte Arme kostenlos behandelt, steht vor dem Kollaps. Dem Wat Huay Pla Kang Hospital for Charity geht das Geld aus. In spätestens zwei Monaten ist die Kasse leer.
Nur noch zwei Monate Geld in der Kasse
Die Hiobsbotschaft kommt vom Abt selbst. Phra Paisan Prachatorn, Gründer der Einrichtung, schlägt Alarm: Die verbleibenden Mittel reichen nur noch etwa 60 Tage.
Danach ist ungewiss, ob die kostenlose Versorgung für mittellose Patienten aufrechterhalten werden kann. 90 Betten und modernste Untersuchungsgeräte drohen dann ungenutzt zu bleiben.
Tempel leidet unter Besucherschwund
Das Krankenhaus hängt finanziell am Tropf des Huay Pla Kang Tempels. Doch die Einnahmen des Tempels sind eingebrochen.
Grund ist ein Mix aus gestiegenen Spritpreisen und allgemeinem wirtschaftlichem Druck. Die Besucherzahlen sinken, die Spenden werden knapper – das trifft die Klinik mit voller Wucht.
300 kostenlose Behandlungen pro Tag in Gefahr
Täglich behandeln 60 Ärzte, Schwestern und Helfer rund 300 Patienten – ohne einen Baht zu verlangen. Der Schwerpunkt liegt auf Zahn- und Allgemeinmedizin.
Die Ausrüstung erlaubt sogar Untersuchungen von Leber, Nieren und Lunge. Ein Angebot, das für viele Arme in der Region die einzige Chance auf medizinische Versorgung ist.
Medikamente und Material werden knapp
Jetzt schlagen die Engpässe durch. Medikamente, Verbandsmaterial und medizinische Geräte sind bereits Mangelware.
Auch das Geld für Personal und freiwillige Helfer wird immer knapper. Der Abt sieht keine Möglichkeit mehr, das bisherige Niveau zu halten.
Vier Jahre Hilfe drohen zu enden
Seit fast vier Jahren versorgt die Einrichtung im Muang Distrikt Patienten, die sich keine Behandlung leisten können. Das Konzept galt als Leuchtturmprojekt. Doch steigende Kosten und schwindende Einnahmen bringen das Modell nun an seine Grenzen. Ohne schnelle Hilfe droht das Aus in wenigen Wochen.
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