BANGKOK – Das thailändische Wetteramt warnt vor anhaltend schweren bis sehr schweren Regenfällen in weiten Landesteilen. Auslöser ist ein Monsuntief über dem Norden und Nordosten in Verbindung mit einem kräftigen Südwestmonsun. Für kleine Boote in der oberen Andamanensee gilt die Empfehlung, im Hafen zu bleiben.
Behörde rät zu äußerster Vorsicht im ganzen Land
Die Meteorologen erwarten örtlich begrenzte, aber heftige Niederschläge. Besonders betroffen sind der Norden, der Osten und die Westküste im Süden. Hier kann es zu sehr starkem Regen kommen.
Auch im Nordosten, der Zentralregion, Bangkok und an der südlichen Ostküste sind kräftige Gewitter mit Starkregen vorhergesagt. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, ihre täglichen Wege und Reisen wegen möglicher Überschwemmungen sorgfältig zu planen.
Sturzfluten und Abfluss aus den Wäldern drohen
Das Thailändische Meteorologische Amt (TMD) warnt eindringlich vor Sturzfluten und plötzlichem Wasserabfluss aus bewaldeten Gebieten. Die Gefahr ist an Berghängen nahe Wasserläufen und in tiefliegenden Senken besonders hoch.
Die Warnung gilt insbesondere an Ausläufern in der Nähe von Wasserwegen und in tiefliegenden Gebieten.
Monsuntief und Südwestwind treiben die Unwetter an
Ein Tiefdrucktrog verharrt aktuell über den nördlichen und nordöstlichen Provinzen des Landes. Gleichzeitig bringt ein für die Jahreszeit relativ starker Südwestmonsun extrem feuchte Luftmassen vom Meer heran.
Diese Kombination sorgt für die enorme Schauer- und Gewitterneigung. Die Situation bleibt angespannt, solange sich die großräumige Wetterlage nicht grundlegend ändert.
Wellen bis über drei Meter – Boote müssen an Land bleiben
Auf dem Meer entwickelt die Wetterlage ebenfalls eine ernste Bedrohung. In der oberen Andamanensee, die zur Westküste Thailands zählt, rechnet das TMD mit Wellen von zwei bis drei Metern. In Gewitterzonen sind mehr als drei Meter möglich.
Alle Schiffe und Seeleute in der Andamanensee und dem Golf von Thailand sind zu extremer Vorsicht aufgerufen. Für kleine Boote in der oberen Andamanensee empfiehlt die Behörde, im Hafen zu bleiben.
Der Großteil des Nordens und Ostens unter heftigen Gewittern
Die Vorhersage für die kommenden 24 Stunden zeigt ein flächendeckendes Unwetterbild. In 70 Prozent der nördlichen Region, darunter Mae Hong Son, Chiang Mai, Chiang Rai und Nan, werden massive Gewitter erwartet. Vereinzelt ist in der Provinz Phetchabun mit sehr schwerem Regen zu rechnen.
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Auch im Osten trifft es den Großteil der Region. Provinzen wie Nakhon Nayok, Rayong und Chanthaburi müssen sich auf punktuellen, extrem starken Regen einstellen. Betroffen sind zudem Sa Kaeo, Chachoengsao und Chon Buri.
Zentralregion und Großraum Bangkok vor nassen Stunden
Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Zentralregion und der Hauptstadt. Für 70 Prozent der Fläche, inklusive Bangkok und den umliegenden Provinzen, sind Gewitter angekündigt. In Nakhon Sawan, Kanchanaburi und Ayutthaya kann der Regen örtlich kräftig ausfallen.
Die Temperaturen bleiben dabei tropisch warm. In Bangkok liegen die Tiefstwerte bei 25 bis 27 Grad, die Höchstwerte klettern auf bis zu 35 Grad Celsius. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südwestlicher Richtung.
Westküste besonders gefährdet – Ranong und Phuket im Fokus
An der Andamanensee-Küste, der Westküste des Südens, ist die Lage kritisch. Phang Nga, Phuket und Krabi erwarten starken Regen. Für Ranong ganz im Norden dieser Küste sind sogar stellenweise sehr schwere Niederschläge vorhergesagt.
Die Wellenhöhe nördlich von Phang Nga erreicht zwei bis drei Meter, weiter südlich um Phuket wird das Meer rund zwei Meter hoch schlagen. Bei Durchzug von Gewittern muss überall mit signifikant höheren Wellen und gefährlicher See gerechnet werden.
Auch die Ostküste des Golfs bleibt nicht verschont
An der Ostseite der Halbinsel, zum Golf von Thailand hin, ist die Regenwahrscheinlichkeit mit 60 Prozent etwas geringer. Weite Teile der Provinzen Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan, Chumphon und Surat Thani müssen dennoch mit örtlichem Starkregen rechnen.
Die See bleibt hier vergleichsweise ruhiger, doch auch auf dem Golf sind Wellen von ein bis zwei Metern möglich. In Gewitternähe können sie schnell auf über zwei Meter anschwellen. Das TMD bittet auch hier um besondere Wachsamkeit.
Wetteramt bietet laufend aktualisierte Informationen
Die Temperaturen im Süden bewegen sich zwischen 22 Grad in der Nacht und 34 Grad am Tag. An der überflutungsgefährdeten Westküste bleibt es mit Höchstwerten um 33 Grad etwas kühler als in der Zentralregion.
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Das Meteorologische Amt stellt rund um die Uhr aktuelle Warnungen und Vorhersagen bereit. Erreichbar ist die Behörde auf ihrer Website unter tmd.go.th sowie telefonisch unter 0-2399-4012-13 oder der landesweiten Notrufnummer 1182.

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