PHUKET, Thailand – In einer großangelegten Razzia haben thailändische Behörden 16 chinesische Bauleiter und 62 Arbeiter aus Myanmar auf einer Luxusbaustelle festgenommen. Der Grund: mögliche ausländische Strohmann-Geschäfte und massive Verstöße gegen Einwanderungs- und Arbeitsrecht.
Anwohner schlagen Alarm
Anwohner in Phuket beobachteten die verdächtigen Aktivitäten auf der Baustelle „Ayana Heights Seaview Residence Phuket“ und meldeten sie den Behörden. Besonders die hohe Zahl chinesischer Staatsangehöriger, die dort angeblich als Ingenieure und Bauleiter arbeiteten, sorgte für Misstrauen.
Die Hinweise gingen an die Sondereinheit zur Bekämpfung neuer Sicherheitsbedrohungen in den 14 südlichen Provinzen. Schnell war klar: Hier stimmte etwas nicht.
Zugriff am 18. Juni
Am 18. Juni 2026 koordinierten die Beamten den Einsatz gemeinsam mit dem 41. Militärpolizeibataillon und Soldaten des 15. Infanterieregiments. Das Ziel: die Inspektion des luxuriösen Bauprojekts, wo chinesische Investoren hinter Strohmann-Konstruktionen vermutet wurden.
Die Kontrolleure rückten an und überprüften die komplette Belegschaft vor Ort. Was sie fanden, ließ die Ermittler sofort handeln.
Falsche Visa und keine Papiere
Den 16 chinesischen Staatsangehörigen wird vorgeworfen, unter der falschen Visakategorie gearbeitet zu haben. Statt als einfache Touristen oder Geschäftsleute sollen sie die Bauvorhaben als Ingenieure und Bauleiter gesteuert haben – ein klarer Verstoß gegen thailändisches Arbeitsrecht.
Die 62 Arbeiter aus Myanmar hatten noch weniger vorzuzeigen. Laut Polizei konnten sie keinerlei Nachweise über eine rechtmäßige Einreise nach Thailand erbringen.
Ab zur Polizeistation Cherng Talay
Alle 78 Festgenommenen wurden noch vor Ort getrennt und zur Cherng Talay Polizeistation gebracht. Die Ermittler arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, die Fallakten für das Phuket Provincial Court vorzubereiten.
Die Vorwürfe reichen von illegaler Einreise bis zu Verstößen gegen die strengen Vorschriften für ausländische Arbeitnehmer im Königreich.
Abschiebung nach dem Verfahren
Sobald die Gerichtsverfahren abgeschlossen sind, steht das nächste Kapitel bereits fest. Die ausländischen Arbeiter werden an das Phuket Immigration Office überstellt.
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Von dort aus erfolgt die Abschiebung aus Thailand. Kriminelle Geschäfte mit Strohleuten will das Land mit aller Härte unterbinden.
Ermittlungen weiten sich aus
Die Behörden erklärten, dass die Untersuchungen noch lange nicht am Ende sind. Sie prüfen nun, ob weitere Straftaten im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der ausländischen Beteiligten begangen wurden.
Jeder einzelne Verstoß, den die Beamten während der laufenden Ermittlungen entdecken, soll streng nach thailändischem Recht geahndet werden.



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