PHUKET, KRABI, PHANG NGA – Thailands Polizei hat einen gewaltigen Schlag gegen ausländische Unternehmer geführt, die mit illegalen Strohmann-Konstrukten Land und Firmen an sich gerissen haben sollen. Bei koordinierten Razzien in mehreren Urlauberhochburgen wurden neun Verdächtige festgenommen und ein Firmengeflecht im Wert von 231 Millionen Baht aufgedeckt. Die Ermittler zerschlugen dabei ein Netzwerk aus Hotels, Resorts, Restaurants und sogar Cannabis-Shops.
Zwei kriminelle Gruppen im Visier der Fahnder
Die Königlich Thailändische Polizei (RTP) hat Phase 3 ihrer Großoffensive eingeläutet. Im Fadenkreuz stehen ausländische Investoren, die durch thailändische Strohmänner illegal Land erwarben und Geschäfte betrieben.
Die Ermittlungen brachten zwei unterschiedliche Tätergruppen ans Licht. In der ersten Gruppe identifizierten die Beamten zehn Unternehmen, die als reine Platzhalter für Ausländer dienten. Für vier Grundstücke mit einer Fläche von rund 3.450 Quadratmetern und einem Schätzwert von 116 Millionen Baht erließ das Gericht 13 Haftbefehle.
Neun Festnahmen in Phuket – Fünf Israelis unter den Verdächtigen
Von den 13 Haftbefehlen konnten die Beamten zehn vollstrecken und insgesamt neun Personen in Gewahrsam nehmen. Die Festgenommenen besitzen verschiedene Nationalitäten.
Laut Polizei handelt es sich um fünf Israelis, zwei Franzosen, einen Niederländer und einen Russen. Ihnen wird vorgeworfen, mithilfe thailändischer Staatsbürger als Tarnung gegen das Landgesetz verstoßen zu haben.
39 Firmen mit undurchsichtigen Aktienstrukturen
Die zweite Gruppe ist weitaus größer: 39 Unternehmen gerieten ins Visier, weil ausländische Aktionäre dort mehr als 50 Prozent der Anteile hielten. Für 52 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von etwa 20.250 Quadratmetern liegt der Verkehrswert bei 115 Millionen Baht.
Das Gericht genehmigte 29 Durchsuchungsbeschlüsse, um Beweise sicherzustellen und Beteiligte vorzuladen. Insgesamt geht es um eine Landmasse von knapp 24.700 Quadratmetern im Gesamtwert von 231 Millionen Baht.
Das G-Mat-Netzwerk: Von der Hotellobby bis zum Kifferladen
Die Behörden legten das Geschäftsnetz der Firma G-Mat offen. Hinter dem Konstrukt verbergen sich Hotels, Resorts, Eigentumswohnungen und ein Motorradverleih.
Zur selben Schattenstruktur zählten die Firmen Aba Co., die Restaurants und Cannabis-Shops betrieb, sowie eine Fitnessfirma mit mehreren Studios. Allesamt sollen durch ausländisches Kapital gesteuert worden sein.
300 Beamte stürmen Koh Phangan
Auf der Party-Insel Koh Phangan lief eine zweite Razzia-Welle. Die thailändische Nationalpolizei mobilisierte mehr als 300 Beamte, um auf der gesamten Insel Strohmann-Strukturen zu zerschlagen.
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Dabei standen ausländische Staatsangehörige im Fokus, die auf dieselbe Art und Weise illegalen Landbesitz und Geschäftsaktivitäten verschleiert haben sollen. Die Aktion gilt als massiver Nadelstich gegen die Ausländerkriminalität im Golf von Thailand.
Villa Andaman: DSI übergibt Akten an Sonderstaatsanwalt
Im hochkarätigen Villa-Andaman-Skandal um treuhänderische Immobiliengeschäfte hat die thailändische Abteilung für Sonderermittlungen (DSI) einen entscheidenden Schritt gemacht. Die kompletten Fallakten zu allen 31 Tatverdächtigen liegen nun beim Büro des Sonderstaatsanwalts.
Der Fall markiert einen Wendepunkt im Kampf gegen ausländisch kontrollierte Immobilien auf Phuket und Koh Samui. Die Verdächtigen sollen über Jahre hinweg ein System genutzt haben, um das Verbot von Landbesitz für Ausländer zu umgehen.
Zoo in Krabi als Tarnung für Investoren?
In Krabi nahmen die Behörden einen Zoo unter die Lupe. Der Verdacht: Die Anlage diente als getarntes Nominee-Geschäft für israelische Investoren.
Die Ermittler prüfen nun nicht nur Verstöße gegen das ausländische Geschäftsgesetz, sondern auch die Einhaltung von Tierschutzstandards. Ob die Tiere zur Tarnung gehalten wurden oder das Geschäft nur ein Vorwand für den Landerwerb war, ist noch unklar.
Phang Nga folgt hartem Kurs des Premiers
In Phang Nga starteten die Ordnungskräfte ebenfalls eine umfassende Razzia gegen illegal operierende Firmen in ausländischer Hand. Die Beamten berufen sich direkt auf die Politik von Premierminister Anutin Charnvirakul zum Schutz thailändischer Wirtschaftsinteressen.
Der Druck auf ausländische Geschäftsleute, die glauben, Thailands Gesetze mit Tricks aushebeln zu können, steigt damit massiv. Die Razzien sollen in allen betroffenen Provinzen fortgesetzt werden, um die restlichen Verdächtigen dingfest zu machen.



Thailand schlägt wie ein kleines Kind um sich, ohne über die folgen nachzudenken, Thailand hat nicht um sonst den Ruf : Thailand the sick man of Asia!
Große Klappe als Gast, aber null Respekt vor den Gesetzen des Landes. Peinlicher Auftritt.