Ex-Phuket-Chef warnt vor Metropol-Reform: Sicherheitsrisiko

Der Ex-Phuket-Chef unterstützt die Metropolis-Reform, warnt aber: Ohne die bisherige Provinzstruktur drohen Lücken bei Sicherheit, Notfallmanagement und öffentlichen Diensten.

Ex-Phuket-Chef warnt vor Metropol-Reform: Sicherheitsrisiko
Phuket News

PHUKET – Der frühere Gouverneur von Phuket, Nirat Pongsitthaworn, hat sich erstmals seit seiner umstrittenen Versetzung nach Bangkok zum geplanten Metropolengesetz geäußert. Er unterstützt mehr lokale Befugnisse, warnte aber eindringlich vor der völligen Auflösung der Provinzverwaltung.

Nirat warnt vor Sicherheitsrisiken bei radikalem Umbau

Bei einem hochrangigen Treffen am Mittwoch machte Nirat klare Front gegen eine ersatzlose Streichung der bestehenden Strukturen. Die Provinzverwaltung sei das zentrale Bindeglied zwischen nationaler Politik und lokaler Umsetzung.

Ihre Abschaffung könne die öffentliche Sicherheit und die Notfallreaktion gefährden. Auch Ungleichheiten bei der Einnahmenerhebung der Provinz müssten vermieden werden.

Prüfung unter neuer Führung

Nirat leitete die Sitzung in seiner neuen Rolle als stellvertretender ständiger Sekretär des Innenministeriums. Geprüft wurden Gesetzesentwürfe, die Phuket und Chiang Mai zu speziellen Metropolverwaltungsorganisationen machen sollen.

Das Ministerium betonte seine grundsätzliche Bereitschaft zur Dezentralisierung. Nirat stellte jedoch klar, dass eine Umstrukturierung, die die Regionalverwaltung abschafft, in jeder Dimension sorgfältig durchdacht werden muss.

Wechsel nach Bangkok nach internen Spannungen

Nirats Versetzung war am 25. Juni in Kraft getreten und beendete seine nur achtmonatige Amtszeit als Gouverneur. Der Schritt war Teil der größten Umbildung der Provinzverwaltung von Phuket seit Jahren.

Premierminister Anutin Charnvirakul hatte persönlich interveniert. Vorausgegangen waren wachsender politischer Druck, Korruptionsvorwürfe und Konflikte zwischen hochrangigen Provinzbeamten.

Insel fordert mehr Kontrolle über eigene Einnahmen

Befürworter des Metropolengesetzes pochen auf Phukets wirtschaftliche Sonderrolle. In den ersten vier Monaten dieses Jahres kamen 4,9 Millionen Besucher, die 186,9 Milliarden Baht an Tourismuseinnahmen generierten.

Die Insel hat nur rund 420.000 Einwohner. Unterstützer beklagen, dass die Finanzmittel nicht im Verhältnis zu den erwirtschafteten Einnahmen stünden. Sie fordern mehr Kontrolle über Budget und Verwaltung.

Alte Probleme, neues Modell

Mit größerer Autonomie sollen langjährige Baustellen angegangen werden: Verkehrsstaus, Infrastruktur, Abwasser und unkontrolliertes Stadtwachstum. Das geplante Modell ähnelt dem Bangkoker Verwaltungssystem.

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Es würde die zentral ernannte Provinzverwaltung durch eine spezielle lokale Behörde ersetzen. Nirat selbst galt während seiner Gouverneurszeit als Anhänger einer stärkeren Dezentralisierung für Phuket.

Ein Vorschlag, zwei ungleiche Provinzen

Das Ministerium behandelte Phuket und Chiang Mai im selben Atemzug, obwohl beide mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen konfrontiert sind. Die Empfehlungen aus dem Treffen gehen nun als einheitliche Bewertung an das Büro des Premierministers und das Kabinett.

Befürworter in Phuket argumentieren, dass die Wirtschaft der Insel mit keiner anderen Provinz vergleichbar sei und ein eigenes Regierungsmodell erfordere.

Überarbeiteter Entwurf nach früherer Ablehnung

Die erneute Prüfung folgt auf eine schwere Schlappe im vergangenen Jahr. Parlamentspräsident Wan Muhammad Noor Matha hatte einen früheren Entwurf des Phuket-Metropolengesetzes aus verfassungsrechtlichen Gründen zurückgewiesen. Abgeordnete aus Phuket und ihre Unterstützer haben den Vorschlag inzwischen überarbeitet. Sie treiben die parlamentarische Genehmigung nun mit Nachdruck voran.

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Quelle: Phuket News

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