Gericht ordnet neue Betonprobe für Hochhaus-Einsturz in der Schweiz an

Das Gericht beauftragt eine neue Betonprobe im Labor der Schweiz. Die Angeklagten behaupten, die erste Untersuchung sei fehlerhaft. Die Staatsanwaltschaft protestiert dagegen.

Gericht ordnet neue Betonprobe für Hochhaus-Einsturz in der Schweiz an
Matichon

BANGKOK – Im Prozess um den tödlichen Einsturz des OAG-Gebäudes haben die Baukonzerne einen zweiten Anlauf genommen. Sie wollen Betonproben vor Ort entnehmen und in der Schweiz prüfen lassen. Das Gericht will am 20. Juli über den Antrag entscheiden.

Zweiter Versuch für Betontests aus der Schweiz

Italian-Thai Development und China Railway No. 10 drängen auf eine erneute Materialprüfung. Die Firmen beantragten, Proben vom eingestürzten Gebäude in die Schweiz zu schicken und dort nach ihren Methoden untersuchen zu lassen.

Das Gericht soll den Entnahmeprozess am 20. Juli um 09:30 Uhr begleiten. Es ist bereits der zweite Antrag der Beklagten auf eine gerichtliche Begehung des Unglücksorts.

Richter kündigen Entscheidung noch für Sonntag an

Für 15:00 Uhr am 20. Juli hat das Strafgericht an der Ratchadaphisek Road seine Entscheidung angesetzt. Die Staatsanwaltschaft und einige Mitangeklagte legten Widerspruch gegen die erneute Probenentnahme ein.

Das Gericht erklärte, die Stellungnahme der Gegenseite sei sehr detailliert und müsse geprüft werden. Einen früheren Antrag auf neue Betontests hatten die Richter bereits abgelehnt.

23 Angeklagte wehren sich gegen die Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft für Strafsachen 8 wirft den Beschuldigten vor, bei Planung, Überwachung und Bau gegen geltende Standards verstoßen zu haben. Dadurch sei eine Gefahr entstanden, die zum Tod von Menschen führte.

Sämtliche Angeklagte bestreiten die Vorwürfe. Sie fechten vor allem die Ergebnisse der Betonfestigkeitsprüfung an. Die Anklage behauptet, das verbaute Material habe nicht den Normen entsprochen.

Premchai Karnasuta fehlt krankheitsbedingt

Der Italian-Thai-Geschäftsführer ließ sich beim Termin am 17. Juli vertreten. Das Gericht genehmigte seine Abwesenheit, weil er einen Antrag wegen Erkrankung gestellt hatte.

Zu den 23 Beschuldigten gehören neben Karnasuta die Italian-Thai Development Public Company Limited und die China Railway No. 10 Company Limited. Die Identität aller Angeklagten ist im Aktenzeichen A 2201/2025 erfasst.

Ex-Gouverneur des OAG sagt als Zeuge aus

Spezialstaatsanwältin Supaporn Nipawanich führte den früheren OAG-Chef Prachak Boonyang als Belastungszeugen ein. Seine Befragung zog sich bis 16:30 Uhr hin und blieb unvollständig.

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ZUM ANGEBOT

Das Gericht vertagte die Zeugenbefragung auf den 22. Juli. Boonyang erklärte, er könne auch am 7. August aussagen. Der nächste Termin für seine vollständige Aussage wurde protokolliert.

Schriftlicher Antrag lag seit Ende Juni vor

Die Bauunternehmen reichten ihr Gesuch am 24. Juni 2026 ein. Sie forderten das Strafgericht darin auf, einen Ortstermin anzuordnen und die Betonproben zur Prüfung ins Ausland zu schicken.

Das Gericht lud daraufhin das Amt des Generalprüfers zur Stellungnahme vor. Die Behörde soll das Gesuch prüfen und sich zu den beantragten Materialtests äußern.

Fortsetzung der Beweisaufnahme in der kommenden Woche

Die Zeugenbefragung wird am 22. Juli fortgesetzt. Die Anklage will ihre Beweisführung mit weiteren Zeugen untermauern.

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Der Fall des eingestürzten OAG-Gebäudes zählt zu den aufwendigsten Bauprozessen vor dem Strafgericht in Bangkok. Mit einer Entscheidung über die Betontests ist bereits am Montagnachmittag zu rechnen.

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Quelle: Matichon

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