Rentner-Traum Thailand: Darum wollen Expats nie mehr weg

Was sind die wahren Gründe, warum viele Expats und Rentner Thailand als Ruhesitz aussuchen? Ist es nur das Essen und die schönen Frauen oder auch das Klima? Alles das beantwortet unser Artikel.

Rentner-Traum Thailand: Warum fühlen sich Expats hier daheim?
KI generiertes Symbolbild

Wer einen Ruhesitz im Ausland sucht, hat viele Ziele zur Auswahl, etwa Spanien, Florida oder Italien. Und doch zieht es Rentner nach Thailand. Die Gründe liegen bei der Gesundheit, beim Aufenthalt, beim Geld und bei den Steuern, aber auch im Alltag mit Essen, Sicherheit und Nachbarn. Eine weltweite Umfrage unter Expats, die in den Ländern leben, stellt Thailand bei mehreren dieser Punkte an die Spitze.

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Rang drei unter 31 Ländern

Thailand belegt in einer weltweiten Umfrage unter Expats den dritten Platz unter 31 bewerteten Ländern.[1] Befragt werden Menschen, die in dem jeweiligen Land leben. Sie beurteilen ihre eigene Lage und nicht die von Urlaubern. Für Rentner, die einen festen Wohnsitz suchen, sind diese Angaben brauchbarer als ein Reisebericht.

86 Prozent der Expats in Thailand sind mit ihrem Leben im Ausland zufrieden. Weltweit sagen das 70 Prozent.[2] Die Umfrage richtet sich an Expats allgemein und nicht nur an Rentner. Die Richtung ist trotzdem klar: Wer in Thailand lebt, ist im Durchschnitt zufriedener als Expats in anderen Ländern.

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Krankenhäuser und Ärzte

In der Umfrage liegt Thailand bei der Qualität der medizinischen Versorgung auf Rang vier und bei der Verfügbarkeit auf Rang fünf.[3] Expats stufen also die Behandlung selbst und den Zugang zu Ärzten als gut ein. Für Rentner ist das ein gewichtiger Grund, denn mit dem Alter steigt der Bedarf an Ärzten und Krankenhäusern.

Das private Krankenhaus Bumrungrad in Bangkok steht in einem internationalen Krankenhaus-Ranking auf Platz 96 weltweit. Nach Angabe des Krankenhauses ist es das einzige thailändische Krankenhaus unter den ersten 100. Es führt die Liste im Land im sechsten Jahr in Folge an.[4]

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Rentnervisum ab 50

Wer mindestens 50 Jahre alt ist, kann in Thailand im Ruhestand bleiben, ohne dort zu arbeiten. Umgangssprachlich heißt das Rentnervisum. Gemeint ist meist die Jahresverlängerung eines Non-O-Visums. Das Visum selbst stellt eine Botschaft oder ein Konsulat aus. Die Immigration in Thailand verlängert den Aufenthalt auf diesem Visum jeweils um ein Jahr.

Für die Jahresverlängerung verlangt die Immigration einen Nachweis, dass der Antragsteller sich selbst versorgen kann. Das sind entweder 65.000 Baht Einkommen im Monat oder 800.000 Baht auf einem thailändischen Bankkonto.[5] Das Geld liegt mindestens zwei Monate vor dem Antrag auf dem Konto. Nach der Verlängerung bleiben 800.000 Baht noch drei Monate dort, danach mindestens 400.000 Baht. Die Summe gilt für die Verlängerung, nicht für das Visum selbst.

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Das Geld reicht weiter

85 Prozent der Expats in Thailand bewerten die Lebenshaltungskosten positiv. Weltweit sagen das 39 Prozent. Bei der Bezahlbarkeit von Wohnraum steht Thailand in der Umfrage auf Rang eins, 79 Prozent bewerten sie positiv.[6] Für Rentner mit festem Einkommen aus dem Ausland ist das ein zentraler Punkt.

Die Umfrage nennt keine Beträge, sie gibt die Einschätzung der Expats selbst wieder. Wie weit das Geld reicht, hängt vom Wohnort und vom Lebensstil ab. Die Mehrheit der Befragten sieht die Kosten trotzdem als Vorteil und nicht als Belastung. Wer umzieht, rechnet deshalb am besten mit dem Preisniveau der gewünschten Region.

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Keine Steuern auf die Rente

Thailand galt lange als Land, in dem eine Auslandsrente praktisch steuerfrei bleibt. Manche Auswanderer meldeten sich gar nicht erst bei der thailändischen Steuerbehörde an und gaben keine Steuererklärung ab. Für sie gehörte das zu den Gründen, den Ruhesitz in Thailand zu wählen. Die Rechtslage sieht inzwischen anders aus.

Seit der Neuregelung unterliegt Einkommen aus dem Ausland der Steuer, wenn zwei Dinge zusammenkommen. Das Einkommen entsteht in einem Jahr, in dem der Expat mindestens 180 Tage in Thailand war, und er überweist es nach Thailand. Besteuert wird im Jahr der Überweisung.[7] Einkommen aus der Zeit vor der Neuregelung bleibt frei. Steuern, die im Ausland schon gezahlt wurden, lassen sich nach einem Doppelbesteuerungsabkommen anrechnen.[8]

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Essen und Alltag

Unter den Gründen für Thailand nennen Expats in einem Bericht über die besten Länder für Auswanderer das Essen. Die thailändische Küche gilt als fester Teil des Alltags. Daneben bieten die großen Städte eine breite internationale Küche.[9] Wer täglich auswärts isst, hat damit eine große Auswahl.

Als weiteren Punkt nennen Expats die Entwicklung der Städte. Bangkok habe sich modernisiert, ohne die eigene Kultur zu verlieren. Dazu kommen Parks und Galerien. Das gilt vor allem für die Hauptstadt. Wer im Isaan oder in einer kleineren Stadt lebt, findet davon weniger.

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Sicherheit im Alltag

91 Prozent der Expats in Thailand fühlen sich dort sicher. Weltweit sagen das 81 Prozent.[3] Der Abstand beträgt zehn Prozentpunkte. Für ältere Menschen ist das ein praktischer Punkt. Wer abends spazieren geht oder allein zum Arzt fährt, will sich dabei wohlfühlen.

Die Zahl gibt das Gefühl der Befragten wieder. Sie ersetzt keine Kriminalstatistik und sagt nichts über einzelne Orte. Wer einen Wohnort auswählt, sollte sich die Umgebung deshalb vorher selbst ansehen und mit Nachbarn sprechen. Ein Aufenthalt von mehreren Wochen vor dem Umzug zeigt am besten, ob die Gegend passt.

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Freundliche Menschen

In der Umfrage gelten die Einheimischen in Thailand als die freundlichsten unter allen 31 Ländern.[2] Das ist für Menschen wichtig, die im Alter in einem fremden Land neu anfangen und im Alltag auf Hilfe angewiesen sein können. Die Umfrage vergleicht dazu die Einschätzungen von Expats in allen Ländern.

Expats beschreiben außerdem Respekt als festen Teil des Alltags. Als Beispiele nennen sie das Ausziehen der Schuhe vor dem Betreten von Häusern und Tempeln. Auch die Nationalhymne gehört dazu, sie wird täglich um 8 und um 18 Uhr gespielt.[9] Diese Beispiele geben die Sicht der Expats wieder und sind keine Regel für Besucher.

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Zuhause fühlen: Platz eins

84 Prozent der Expats in Thailand fühlen sich dort zu Hause. Weltweit sagen das 61 Prozent. Der Abstand beträgt 23 Prozentpunkte. Damit liegt Thailand bei diesem Punkt auf Platz eins aller 31 Länder.[3] Wer neu in ein Land zieht, braucht dieses Gefühl, um zu bleiben.

42 Prozent der Expats in Thailand möchten für immer bleiben, weltweit sind es 27 Prozent. Abstriche machen die Befragten bei der Kontoeröffnung und beim Verkehr. Bei Umwelt und Klima steht Thailand auf dem letzten Platz, die Luftqualität gilt als schlecht. Das Gefühl, angekommen zu sein, ist trotzdem der Punkt, bei dem Thailand weltweit vorn liegt.

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Redaktionelle Hinweise

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Die Zahlen zu Zufriedenheit, Sicherheit und Kosten geben die Einschätzung befragter Expats wieder und sind keine Messwerte. Die Beträge für die Jahresverlängerung des Non-O-Visums und die Regeln zur Besteuerung von Auslandseinkommen können sich ändern, und einzelne Immigration-Büros verlangen mitunter abweichende Nachweise. Ob und wie viel Steuer auf eine Auslandsrente anfällt, hängt vom Einzelfall ab, hier hilft ein auf thailändisches Steuerrecht spezialisierter Berater.

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Anmerkungen der Redaktion

  1. Platz drei von 31 Ländern: Umfrage Expat Insider der Organisation InterNations, wiedergegeben von UPI. ↩
  2. Zufriedenheit der Expats und Freundlichkeit der Einheimischen: Umfrage Expat Insider, wiedergegeben von Pattaya Mail. ↩
  3. Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Gefühl des Zuhauseseins und Wunsch zu bleiben: Umfrage Expat Insider, wiedergegeben von Greek Reporter. ↩
  4. Platz 96 im Ranking World’s Best Hospitals von Newsweek und Statista: Angabe des Krankenhauses Bumrungrad. ↩
  5. Altersgrenze, Einkommens- und Kontonachweis für die Verlängerung bei Ruhestand: Regierungsportal thailand.go.th, Rubrik Immigration. ↩
  6. Kosten und Wohnraum: Umfrage Expat Insider, wiedergegeben von TravelTomorrow. ↩
  7. Voraussetzungen der Besteuerung von Auslandseinkommen (180 Tage, Überweisung nach Thailand, frühere Einkommen): Revenue Department, Fragen und Antworten zu den Anweisungen Por. 161 und 162. ↩
  8. Englische Übersetzung der Anweisung Por. 161 des Revenue Department: HLB Thailand. ↩
  9. Essen, Städte und Umgangsformen aus Sicht von Expats: BBC Travel, Beitrag über die besten Länder für Expats. ↩

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