BETONG, THAILAND – Einwanderungsbeamte haben in Betong in der Provinz Yala eine Laotin festgenommen, die ihre Aufenthaltserlaubnis laut Behörden um 2.388 Tage überschritten haben soll. Das sind mehr als sechseinhalb Jahre. Auslöser waren Beschwerden von Anwohnern über Lärm und Störungen, nachdem die Frau in ein gemietetes Haus gezogen war. Die Behörde kündigte an, ihre Kontrollen gegen Ausländer mit illegalem Aufenthalt zu verstärken.
2.388 Tage überzogen: Laotin in Betong festgenommen
Beamte der Einwanderungsbehörde in Betong gingen den Hinweisen der Anwohner nach und suchten ein zweistöckiges Mietshaus in einem dicht besiedelten Viertel auf. Die Frau dort entsprach der Beschreibung der Nachbarn. Ein Abgleich von Pass und Datenbank ergab, dass sie Laotin ist und Bunluea heißt.
Ihr wird vorgeworfen, nach Ablauf ihrer Erlaubnis im Königreich geblieben zu sein. Die Behörde spricht von 2.388 überzogenen Tagen, also mehr als sechseinhalb Jahren ohne gültige Erlaubnis.
Nachbarn beschwerten sich über Lärm nach dem Einzug
Auslöser waren Beschwerden aus der Nachbarschaft. Die Anwohner gaben an, die Frau habe nach dem Einzug mit ihrem Ehemann für Unruhe und übermäßigen Lärm gesorgt. Das Paar war laut Angaben rund drei Tage zuvor in das Haus gezogen.
Die Beamten gingen den Meldungen nach und wiesen sich bei dem Besuch als Einwanderungsbeamte aus. Danach baten sie darum, die Dokumente der Frau prüfen zu dürfen.
Einreise 2020, Erlaubnis bis April 2020
Die Frau soll am 7. März 2020 als Touristin nach Thailand eingereist sein. Ihre Aufenthaltserlaubnis galt bis zum 5. April 2020.
In den Unterlagen fand sich weder ein Antrag auf Verlängerung noch ein Hinweis auf eine Ausreise. Die Beamten brachten die Frau zum Kontrollpunkt Betong, wo ein Festnahmeprotokoll erstellt wurde. Danach übergaben sie sie dem zuständigen Ermittler für das weitere Verfahren.
Oberstleutnant führt Teams gegen illegal lebende Ausländer
Der Einsatz lief unter der Leitung von Polizeigeneralmajor Chutaret Yingyongdamrongsakul, dem Kommandeur der Einwanderungsbehörde 6. Seine Stellvertreter waren Polizeioberst Kantawat Pongsathabadi und Polizeioberst Nattawut Saengduan.
Oberstleutnant Kritkorn-it Kongkham, Inspektor am Kontrollpunkt Betong, erhielt den Auftrag, Nachrichten- und Vollzugsteams zu führen. Die Einsätze richten sich gegen Ausländer mit illegalem Aufenthalt sowie gegen Personen, die mit internationalem Haftbefehl gesucht werden. Die Behörde will dafür ihre Informationssysteme nutzen und mit den Anwohnern zusammenarbeiten.
Hausbewohner und Hotelbesitzer müssen Gäste melden
Die Behörde erinnerte Hausbewohner und Hotelbetreiber an ihre Pflicht nach Paragraf 38 des Einwanderungsgesetzes von 1979. Danach müssen sie melden, wo sich ausländische Staatsangehörige aufhalten.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Wer einen Verdacht auf einen Verstoß gegen das Einwanderungsrecht hat, kann die Hotline der Einwanderungsbehörde unter 117 anrufen.
Kontrollen sollen in Betong und Umgebung verstärkt werden
Polizeigeneralmajor Chutaret kündigte an, Kontrollen und Ermittlungen zu verstärken. Ziel sei es, die öffentliche Ordnung zu sichern und das Ansehen der Urlaubsorte zu stützen.
Lesen Sie auch: Bis zu 799 Tage Visa überzogen: Fünf Frauen auf Samui geschnappt
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: