PHUKET, THAILAND – Das Landverkehrsamt der Provinz Phuket (PLTO) prüft, ob weitere Taxis mit Taxameter und App-basierte Fahrzeuge zugelassen werden. Eine Studie kommt auf einen Bedarf von 7.724 zusätzlichen Fahrzeugen, um die Nachfrage der Touristen zu decken. Entscheidend ist dabei nicht nur die Zahl der Gäste, sondern auch, ob Fahrer von ihrer Arbeit leben können.
7.724 zusätzliche Fahrzeuge nötig
Die Zahl bezieht sich auf Fahrzeuge, die noch fehlen, und nicht auf die Taxis, die heute auf der Insel fahren. PLTO-Chef Adcha Buachan sagte der Zeitung The Phuket News, die geplante Erhöhung betreffe sowohl Taxis mit Taxameter, die gelbe Kennzeichen tragen, als auch App-Fahrzeuge der Kategorie RY.18.
„Phuket hat derzeit rund 1.800 Taxis mit Taxameter und 2.600 App-Taxis. Doch das Angebot reicht nicht für die Zahl der Touristen, die auf die Insel kommen“, so Adcha. Der Vorschlag wurde am 20. Oktober bei einer Sitzung des Beratungsausschusses und der Arbeitsgruppe im Provinzhaus erörtert, die Vizegouverneur Romdon Hayiawae leitete.
Rund 19.400 Fahrzeuge im Bestand
Nach Angaben des Büros des Tourismusministeriums in Phuket gab es am 30. September insgesamt 19.412 öffentliche Verkehrsfahrzeuge auf der Insel. Dazu zählen neben den 1.800 Taxis mit Taxameter und den 2.600 App-Fahrzeugen auch Busse, Mietwagen, Limousinen und Motorradtaxis.
Die Zahl der Fahrzeuge allein sagt allerdings wenig darüber aus, wie gut die Nachfrage gedeckt ist. Deshalb setzte die Studie auf Berechnungen, die auf Touristenzahlen und Gewohnheiten der Gäste beruhen.
54.839 Fahrten pro Tag erwartet
Für die Berechnung legte die Studie rund 13,04 Millionen Touristenankünfte pro Jahr zugrunde. Etwa 63,5 Prozent der Besucher wurden als Nutzer von Fahrzeugen angenommen, die im Schnitt 1,56 Fahrten pro Tag machen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer wurde mit 4,88 Nächten angesetzt.
Daraus ergibt sich ein Bedarf von rund 54.839 Fahrten pro Tag. Gerechnet wurde zudem mit durchschnittlich 3,15 Passagieren pro Fahrzeug, woraus sich die Zahl von 7.724 benötigten Fahrzeugen ergibt.
Fahrer schaffen in der Nebensaison nur 4,5 Fahrten
Umfragen zeigen, dass Fahrer in der Hochsaison im Schnitt 9,7 Fahrten pro Tag machen. In der Nebensaison sinkt die Zahl auf 4,5 Fahrten. Der Unterschied ist groß und macht es schwer, die Zahl der Fahrzeuge an die Saison anzupassen.
Das Gremium prüfte außerdem die Haushaltsausgaben der Fahrer, Schuldenrückzahlungen und die Gebühren der Plattformen. Wie viele Fahrten ein Fahrer braucht, um seine Kosten zu decken, hängt demnach von seinen finanziellen Verpflichtungen und den Bedingungen der jeweiligen Plattform ab.
Behörde prüft mehr Zulassungen für App-Fahrzeuge
Adcha sagte, die PLTO erwäge, mehr RY.18-Fahrzeuge zuzulassen und die Anmeldung für zusätzliche Taxis mit Taxameter zu öffnen. Die Ergebnisse sollen als Grundlage dienen, wie viele Fahrzeuge künftig zugelassen werden können. Dabei geht es sowohl um die Nachfrage der Fahrgäste als auch um die Frage, ob Fahrer genug verdienen.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Wer ein App-Fahrzeug anmelden will, muss sich bei einem Anbieter wie Grab oder Bolt registrieren. Außerdem braucht er eine Lizenz für öffentliche Fahrzeugführer, eine Zertifizierung des Landverkehrsamts und eine Fahrzeugprüfung. Die Anmeldung kostet 100 Baht und wird beim PLTO abgeschlossen. Dafür sind Ausweis, Fahrzeugpapiere, Versicherung für öffentliche Fahrzeuge und Pflicht-Kfz-Versicherung sowie eine Zertifizierung der Plattform vorzulegen.
Anmeldeverfahren seit November unverändert
Taxifahrer mit Taxameter brauchen die passende Lizenz für öffentliche Fahrzeugführer und müssen eine vorgeschriebene Schulung sowie eine Überprüfung ihres Strafregisters absolvieren. Im Fahrzeug muss zudem ein Fahrerausweis angebracht sein. Adcha sagte, die Anmeldeverfahren und Antragsinformationen hätten sich seit der Veröffentlichung auf der Facebook-Seite des PLTO im November des Vorjahres nicht geändert.
Lesen Sie auch: Nur noch Gäste mit dickem Geldbeutel?
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Warum nicht den Treibstoff künstlich verteuern. So um 60-70 Prozent, Steuern und Abgaben. Dann den Verbraucher schmorren lassen und nach Wochen den Treibstoff um 5-7 Prozent entlasten. Das bringt Geld in die Staatskasse und danach Freude beim Verbraucher.
Also diese Milchmädchenrechnung kann man vermutlich nur verstehen, wenn man Thailänder ist…? Was soll erreicht werden? Dass niemand mehr von seiner Arbeit existieren kann? Bestehende Fahrzeuge plus angeblicher zusätzlicher Bedarf ergeb1en circa 12 000 Fahrzeuge und bei circa 10 Fahrten in der Hochsaison ein Angebot von 120 000 Fahrten , bei einer Nachfrage von 55 000 Fahrten.
Von der Nebensaison reden wir mal gar nicht!
Wurde die „Studie“ von ein paar großen Taxiunternehmen erstellt?