PATTAYA, THAILAND – Eine 40-jährige Betreiberin eines Cannabis-Shops in Pattaya hat nach einem versuchten Betrug von 13.000 Baht Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Polizei ermittelt nun gegen eine bislang unbekannte Thai-Frau und einen ausländischen Mann, die das Geld mit angeblich offenen Rechnungen für Cannabisblüten eingefordert haben sollen.
Besuch im Laden und erste Zweifel
Nach Angaben der Ladeninhaberin Siranat betrat die Thai-Frau am Nachmittag des 18. Februar gegen 15.30 Uhr das Geschäft und verlangte sofortige Zahlung für eine angebliche Lieferung von Cannabisblüten über 13.000 Baht.
Die Forderung habe sie direkt misstrauisch gemacht, da der Shop seine Bestellungen nach ihren Worten ausschließlich über einen geschäftlichen Partner als juristische Person und ein festgelegtes Zahlungssystem abwickelt.
Forderung nach Belegen und Telefonat mit Ausländer
Als Siranat die Besucherin aufforderte, Bestelldokumente und Quittungen vorzulegen, konnte die Frau nach ihrer Darstellung keinerlei Unterlagen vorweisen.
Stattdessen habe die Frau vorgeschlagen, mit einem ausländischen Mann zu telefonieren, der angeblich für die offene Forderung verantwortlich sei, woraufhin sie den Anruf herstellte.
Aggressives Auftreten und angebliche Drohungen
Im anschließenden Telefonat habe der ausländische Mann behauptet, der Shop habe seit drei Monaten nicht bezahlt und müsse das Geld nun umgehend übergeben, so die Schilderung der Ladenbesitzerin.
Als Siranat erneut auf eine Prüfung offizieller Unterlagen bestand, sei der Anrufer nach ihren Angaben laut geworden, habe vulgäre Sprache benutzt und sogar Gewalt angedroht, was sie eigenen Aussagen zufolge als Beweismittel aufzeichnete.
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Anzeige bei der Polizei und Hintergründe zum Ex-Mitarbeiter
Die Shop-Betreiberin erstattete daraufhin Anzeige auf der Polizeiwache Mueang Pattaya und wandte sich zusätzlich an das lokale Medium The Pattaya News, um andere Geschäftsleute vor ähnlichen Maschen zu warnen.
Nach Rücksprache mit ihrem Geschäftspartner erfuhr sie nach eigenen Angaben, dass der ausländische Mann früher für dessen Unternehmen gearbeitet, dort aber bereits entlassen worden sei.
Polizei schweigt zu Identitäten und früherer Gewaltfall
Die ermittelnden Beamten haben bisher keine Details zu den Identitäten der Thai-Frau oder des ausländischen Mannes öffentlich gemacht und bislang auch keinen weiteren Fortschritt in dem Fall mitgeteilt.
Der mutmaßliche Betrugsversuch fällt in eine Phase erhöhter Sensibilität in Pattaya, nachdem in einem getrennten, bereits zuvor bekannt gewordenen Fall ein russischer Betreiber eines Cannabis-Shops von zwei Landsleuten ermordet worden war.
Frühere Tat in der Cannabis-Szene Pattayas
In diesem früheren Fall sollen Online-Nachrichten zeigen, dass die beiden Verdächtigen den späteren russischen Opfer vor der Tat aufgefordert hatten, eine angebliche Schuldenforderung von 120.000 US-Dollar im Zusammenhang mit Heroin zu begleichen.
Kurz nach diesen Drohungen brach laut den Berichten der Kontakt zwischen dem Mann und seiner Mutter ab, die daraufhin in das Land reiste, um nach ihm zu suchen, bis die Polizei seine zerstückelte Leiche auf einem verlassenen Grundstück fand und anhand von Aufnahmen einer Überwachungskamera zwei russische Verdächtige festnahm.
💸 Neue Masche im Cannabis-Boom?
Keine Rechnung, keine Belege – aber sofortige Zahlungsforderung und Drohungen am Telefon. Geschäftsinhaber in Pattaya berichten immer wieder von fragwürdigen Methoden rund um offene Forderungen.
Müssen Cannabis-Shops stärker geschützt und kontrolliert werden? Schreib deine Meinung in die Kommentare.



wer seinen shop i.o. haelt braucht sich mit solchen leuten erst garnicht unterhalten,
polizei rufen und weg damit !
die , die nicht sauber arbeiten zucken erstmal zusammen, und muessen sehen wie sie klar kommen.
Warum denn nur die “ Cannabis-Shop´s “ von solchen kriminellen Praktiken betroffen sein sollten entzieht sich meiner Kenntnis. Vielmehr fallen mir – weitere – Branchen ein die – mindestens – den gleichen Schutz benötigen aber – ebenfalls – NICHT bekommen. Man kann halt nicht alles + jeden schützen, auch mit noch so vielen Polizisten nicht.