Airlines streichen Flüge wegen Spritpreis-Schock

Nach Songkran drohen weniger Flüge: Steigende Kerosinpreise und schwächelnde Nachfrage setzen Airlines unter Druck. Die Behörde beobachtet erste Kürzungen – Welche Strecken als Nächstes wackeln?

Airlines streichen Flüge wegen Spritpreis-Schock
Apichart Jinakul, Bangkok Post

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Luftfahrtbehörde CAAT rechnet nach Songkran mit weniger Flügen, weil Kerosinpreise stark steigen und die Nachfrage in der Nebensaison nachlässt. Auslöser ist der Krieg im Nahen Osten, der die Treibstoffkosten nach oben treibt.

CAAT beobachtet Folgen des Nahost-Kriegs

Die Civil Aviation Authority of Thailand (CAAT) überwacht nach eigenen Angaben die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf die Luftfahrt in Thailand. Der Konflikt habe zu einem deutlichen Anstieg der Jet-Fuel-Preise geführt.

Trotz der höheren Kosten laufen Inlandsflüge derzeit weiterhin normal. Die Behörde betont, dass der Betrieb im Moment nicht grundsätzlich eingeschränkt sei.

Nach Songkran drohen Anpassungen im Flugplan

Nach dem Reisehöhepunkt rund um Songkran erwartet die CAAT, dass Airlines ihre Abläufe schrittweise anpassen. Hintergrund sind die gestiegenen Treibstoffkosten und die schwächere Nachfrage in der Off-Season.

Die Behörde verweist zudem auf erste Anzeichen, dass internationale Fluggesellschaften bereits Frequenzen reduzieren. Das deutet auf eine mögliche Konsolidierung von Strecken und Flugzeiten hin.

Ticketpreise: Dynamische Tarife und Buchungstipps

Airlines halten laut CAAT die Ticketverfügbarkeit über dynamische Preisgestaltung und abgestimmte Maßnahmen innerhalb der Branche aufrecht. Wer früh bucht, könne weiterhin vergleichsweise günstige Tarife finden.

Reisenden wird geraten, Tickets direkt bei den Fluggesellschaften zu kaufen, um mehr Klarheit über Preis und Bedingungen zu haben. Damit sollen Missverständnisse bei Gebühren und Umbuchungsregeln vermieden werden.

Vor Songkran: Rabattaktion auf 11 Inlandsrouten

Vor dem Feiertagsansturm arbeitete die CAAT mit sechs Airlines zusammen, um die Preise auf 11 Inlandsrouten um 15 bis 30 Prozent zu senken. Zusätzlich wurden fast 30.000 Sitzplätze bereitgestellt, um den Reisedruck zu mindern.

Die meisten günstigen Tickets sind inzwischen ausverkauft, weil die Nachfrage während der Feiertage hoch war. Damit verschärft sich nach Ansicht vieler Reisender die Frage, wie bezahlbar Fliegen in Spitzenzeiten bleibt.

Kritik an hohen Preisen: Abgeordneter fordert Strukturmaßnahmen

Der Demokrat-Abgeordnete Karn Tangpong warnte, dass die Ticketpreise auf einzelnen Strecken während der Feiertage stark gestiegen seien. Als Beispiel nannte er einen One-Way-Flug in seine Heimatprovinz Trang, der zeitweise 5.000 bis 6.000 Baht gekostet habe.

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Er forderte die Regierung auf, strukturelle Maßnahmen einzuführen, um Kosten zu senken und die Belastung für die Bevölkerung zu reduzieren. Die Debatte um Preisobergrenzen, Kapazitäten und Kostenfaktoren dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen.

Deine Meinung

Hast du rund um Songkran selbst extreme Preissprünge bei Inlandsflügen erlebt oder konntest du noch günstige Tickets finden? Schreib uns in die Kommentare, auf welcher Strecke du unterwegs warst und wie früh du gebucht hast.

Sollte Thailand stärker regulieren, um Ticketpreise in Spitzenzeiten zu begrenzen, oder sind dynamische Preise bei knappen Kapazitäten unvermeidlich? Diskutiere mit der Wochenblitz-Community, welche Lösungen du für fair und praktikabel hältst.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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