BANGKOK – Strahlende Kinderaugen im Thai Khu Fah Gebäude: Premierminister Anutin Charnvirakul feierte den Nationalen Kindertag mit Hunderten jungen Gästen. Seine Botschaft: Thailands Zukunft liegt in zweisprachigen, weltoffenen Bürgern.
Herzlicher Empfang für „Onkel Noo“
Zusammen mit seiner Frau, Thananon Niramit, wurde der Regierungschef am Samstag begeistert empfangen. Kinder riefen seinen Spitznamen „Onkel Noo“ und umarmten ihn.
Ein Junge dankte ihm für seine Entschlossenheit und wünschte sich eine weitere Amtszeit. Anutin lächelte, gab Autogramme und posierte für Selfies.
Die Atmosphäre war locker und herzlich. Der Regierungssitz verwandelte sich für einen Tag in einen Abenteuerspielplatz für die nächste Generation.
Der Höhepunkt: Der Sessel des Premierministers
Ein besonderes Erlebnis erwartete benachteiligte und Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Sie durften im Sessel des Premierministers Platz nehmen.
Das symbolträchtige Foto soll Inspiration und bleibende Erinnerungen schaffen. Der Regierungssitz soll für alle Kinder offen und zugänglich wirken.
„Der Kindertag ist eine Chance, dass junge Menschen sich in diesem Haus willkommen fühlen“, sagte Anutin in seiner Eröffnungsrede.
Die große Vision: „Liebt Thailand, kümmert euch um die Welt“
Der Premier stellte das Motto des Tages in den Mittelpunkt: „Liebt Thailand, sorgt euch um die Welt“.
Die Liebe zum Heimatland sei natürlich, betonte er. Doch die moderne Welt verlange mehr.
Thailands Kinder müssten globale Vielfalt, Technologie und Normen verstehen. Nur so könnten sie künftig globale Probleme lösen.
Die Schlüsselkompetenz: Zweisprachigkeit
Anutin gab eine klare Marschroute vor: Fremdsprachenkenntnisse sind der Schlüssel zur Zukunft.
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„Ich hoffe, unsere Kinder wachsen mit Thai und anderen Sprachen auf und haben eine breitere Weltsicht“, so der Premierminister.
Die Jugend von heute müsse später bei Umweltfragen, Menschenrechten und anderen globalen Herausforderungen mitreden können.
Ein Appell an Eltern, Lehrer und Medien
Der Regierungschef rief alle Erwachsenen in die Pflicht. Eltern, Lehrer und Medien müssten zusammenarbeiten.
Ziel sind sichere Umgebungen und zugängliche, hochwertige Bildung für jedes Kind.
„Zuversichtliche, gut unterstützte Jugendliche werden fähige Erwachsene und treiben Thailands Fortschritt an“, schloss Anutin seine Rede.
Ein Tag voller Musik, Lachen und Lernen
Der Kindertag endete mit Gruppenfotos, musikalischen Darbietungen und Ausstellungen auf dem gesamten Regierungsgelände.
Anutin wünschte allen Kindern einen fröhlichen und sicheren Tag, gefüllt mit Lernen und Inspiration.
Die Botschaft war angekommen: Thailand setzt auf seine Jugend – weltoffen, sprachgewandt und verantwortungsbewusst.
🗣 Vision oder schöne Worte?
Ein Premier, der Umarmungen verteilt. Kinder auf dem Premierstuhl. Große Worte über Sprachen, Weltblick und Verantwortung.
Aber reicht Inspiration für einen echten Wandel?
Oder braucht Thailand vor allem massive Investitionen in Bildung, Lehrer und Chancengleichheit?
Was formt die Zukunft stärker:
Reden am Kindertag – oder Reformen im Klassenzimmer?
Schreib offen:
Was brauchen Thailands Kinder wirklich?



Ich glaube das ist die erste positive Ansprache von Anutin seit Jahren. Doch um die Ausbildungsziele zu erreichen müsste zuerst auch das ganze Schulwesen grundlegend reformiert werden. Solange der Lehrer diktiert und die Schüler nachplappern müssen, was der Lehrer vorkaut, keine Fragen der Schüler erlaubt sind schon gar keine kritischen, wird das nix mit der 2 Sprachigkeit, Umweltbewusstsein usw.
Ja das wird schon…..vielleicht in 30-40 Jahren. Zuerst müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das ganze Schulsystem ist Obsolet!!
Erinnert mich irgendwie an die netten, aber folgenlosen Weihnachts- und/oder Neujahrsansprachen.
Mich würde mal interessieren wie hoch (anteilmäßig am Staatshaushalt) die staatlichen Aufwendungen für die schulische und berufliche Bildung sind. Das Schulwesen umzubauen erfordert Zeit, die man durch importierte Lehr- und Ausbildungskräfte etwas reduzieren kann. Allerdings scheint der finanzielle Anreiz als Ortskraft (Lehrer) zu arbeiten nicht attraktiv zu sein. Jugendliche für eine Ausbildung in andere Länder zu entsenden wird durch deren Rückkehrwilligkeit eingeschränkt. So wird es eine Weile dauern, bis sich die Vision der Politiker von einem modernen Thailand erfüllen werden.
Ich würde gerne als Rentner ein paar Stunden die Woche in den Schulen lehren aus meinem Fachbereich Digitaltechnik/Prozessautomatisierung.
Das strikte Arbeitsverbot , bzw die Unmöglichkeit als Teilzeitlehrkraft ohne dieses Mindestgehalt für angestellte Ausländer verhindern es.
Ich denke das da auch viele ehemalige Handwerker ihr know how gerne weitergeben ohne vollzeit angestellt zu sein
Ja richtig – ich wäre auch gleich dabei
Ich wollte nur English conversation mit den Nachbarkindern machen, würde danach gefragt. Unmöglich. Work permit benötigt, Zustimmung des Kultusministeriums usw. Ich hatte schon mal ein work permit in anderer Sache, werde ich mit Sicherheit nicht machen!
Ebenso Schwimmunterricht im eigenen Pool, da in Thailand nicht mal Sportlehrer schwimmen können. Geht natürlich auch nicht.
Es erscheint weitgehend unmöglich, sich legal irgendwie in die Gemeinschaft einzubringen -vor lauter Arbeitsschutz Paranoia.
So vergibt Thailand große Chancen.
Den Kinderschutz könnte man durch eine Meldepflicht ( nicht Genehmigung!) für derartige ehrenamtliche Aktivitäten gewährleisten.
Thailand würde profitieren und zahlreiche Rentner könnten sich sinnvoll in die Gemeinschaft einbringen.
…… Okay, Ende des Traums.
Englisch lernen? Wozu? Interessiert doch niemand hier! Viel zu anstrengend!
Chinesisch wäre wichtiger hier in Asien und das machen auch viele Junge.