BANGKOK – Die Luftverschmutzung in Bangkok wird immer schlimmer. Jetzt schlägt die Stadtverwaltung zurück! Mit zehn neuen Maßnahmen will sie im Jahr 2026 den gefährlichen Feinstaub bekämpfen.
Low Emission Zone für ganz Bangkok
Die spektakulärste Neuerung: Die Low Emission Zone (LEZ) wird auf alle 50 Bezirke Bangkoks ausgeweitet. Bisher gab es solche Zonen nur in Teilbereichen.
Gleichzeitig startet das Green List Plus Projekt. Es zielt auf 500.000 Fahrzeuge ab, die regelmäßig ihren Motoröl- und Luftfilterwechsel nachweisen müssen.
„Wir müssen die Luftqualität in unserer Stadt verbessern“, erklärte Vizegouverneurin Tavida Kamolvej nach einer Krisensitzung.
Strengere Grenzwerte für Diesel-Fahrzeuge
Bereits seit 1. November gilt ein verschärfter Grenzwert für Rußemissionen. Er wurde von 30% auf 20% gesenkt.
Besonderes Augenmerk liegt auf Baugruben und Lastwagen mit sechs Rädern oder mehr. Sie müssen sich für die Green List registrieren lassen.
„Wir werden die Verschmutzungskontrollen verschärfen, insbesondere auf Baustellen“, so Tavida. Die Behörden wollen härter durchgreifen.
Mehr saubere Klassenzimmer und Homeoffice
Die erfolgreiche staubfreie Klassenzimmer-Initiative wird massiv ausgebaut. Letztes Jahr erreichte sie 971 Klassenzimmer und 115 Kitas.
2026 sollen 1.966 Klassenzimmer und 262 Kitas mit Luftfiltern ausgestattet werden. Damit wäre das Ziel vollständig erreicht.
Auch Homeoffice wird forciert. Statt 200.000 in diesem Jahr sollen 2026 insgesamt 300.000 Beschäftigte von zu Hause arbeiten.
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Fabriken und Landwirtschaft im Fokus
Die Maßnahmen umfassen regelmäßige Inspektionen von 256 Fabriken mit Dampfkesseln. Auch die Datenerfassung über Biomasse-Verbrennung wird intensiviert.
Die Bevölkerung soll stärker eingebunden werden. Die Vorhersage der Luftverschmutzung wird von drei auf sieben Tage ausgeweitet.
„Wir werden Warnungen per Cell Broadcast und über soziale Medien verbreiten“, kündigte die Vizegouverneurin an.
Aktuelle Lage weiter angespannt
Die Notwendigkeit der Maßnahmen zeigt die aktuelle Lage: Am Mittwochmorgen meldete die Gistda-App Check Foon moderate bis schwer belastete Luft in vielen Provinzen.
In Bangkok war Nong Chok der einzige Bezirk mit moderater Luftqualität. Alle anderen Gebiete lagen über den Grenzwerten.
Der Kampf gegen den Smog ist für die Millionenmetropole eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre.
🗣 Zukunft atmen – oder nur Regeln ertragen?
Sind diese Maßnahmen der große Wendepunkt für saubere Luft – oder nur ein weiteres Bürokratiepaket? Wenn 50 Bezirke zur Umweltzone werden, Schulen umgerüstet werden und 300.000 Menschen von zuhause arbeiten sollen – ist das der Aufbruch oder der Beginn neuer Probleme? Was meint ihr?



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