TRAT, THAILAND – In der Provinz Trat hat die Polizei eine 58-jährige Kambodschanerin festgenommen, die in einem gemieteten Haus einen improvisierten Friseursalon betrieb. Brisant: Ihr Reisepass war laut Behörden seit 2012 abgelaufen, nun laufen Verfahren nach dem Einwanderungsrecht und eine spätere Abschiebung.
Hinweis aus der Nachbarschaft löst Einsatz aus
Die Festnahme erfolgte gegen 11.30 Uhr am 7. März, nachdem Anwohner den Polizeifunk in Trat meldeten, in einem Wohnhaus laufe ein Salonbetrieb.
Beamte der Polizeistation Mueang Trat fuhren daraufhin in die Soi Ta Chae im Wang Krachae-Gebiet und kontrollierten das gemietete zweistöckige Gebäude.
Erdgeschoss wie ein Salon eingerichtet
Vor Ort fanden die Polizisten das Erdgeschoss wie einen Beautysalon hergerichtet, inklusive Stühlen, Spiegeln und mehreren Geräten.
Sichergestellt beziehungsweise festgestellt wurden unter anderem Föhne, ein Haar-Dampfgerät, Scheren, Handtücher und weitere Utensilien, wie sie im Friseuralltag üblich sind.
Betreiberin gesteht Besitz der Geräte
Die Mieterin, von der Polizei als Run (58) identifiziert, räumte ein, dass die Haarpflege-Ausrüstung ihr gehöre.
Bei der Überprüfung ihrer Dokumente stellten die Ermittler nach eigenen Angaben fest, dass ihr Pass seit 2012 abgelaufen war – also seit mehr als 14 Jahren.
Seit 1995 im Land – Familie gegründet
Run erklärte den Beamten, sie lebe nach eigener Aussage seit 1995 im Land und habe dort eine Familie gegründet.
Sie gab an, zwei Kinder zu haben und ihren Pass nicht verlängert zu haben, weil ihr die Kosten dafür zu hoch gewesen seien.
Kundschaft aus der Umgebung – einfache Services
Nach ihren Angaben nutzte sie die Ausstattung, um von zu Hause aus Dienstleistungen anzubieten, darunter Haarschnitte, Haarewaschen und Nagelpflege.
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Nachbarn berichteten, die meisten Kunden seien Menschen aus der näheren Umgebung sowie Freunde gewesen, darunter sowohl thailändische als auch kambodschanische Kundschaft.
Verfahren und Abschiebung angekündigt
Die Polizei brachte die Frau zunächst zur Polizeistation Mueang Trat, um sie zu vernehmen und die rechtlichen Schritte einzuleiten.
Die Behörden kündigten an, sie werde nach dem Immigrationsrecht angeklagt und später deportiert.
Deine Meinung
Der Fall zeigt, wie schnell ein informeller Alltagserwerb in eine große rechtliche Falle kippt, wenn Aufenthaltsstatus und Papiere nicht stimmen.
Sollten Behörden in solchen Langzeitfällen stärker auf Lösungen setzen oder konsequent abschieben – was gehört aus deiner Sicht in die Kommentare?



Da ist die Frau offensichtlich Opfer eines Denunzianten geworden. Irgendjemanden wird sie wohl verärgert gehabt haben. Was ich mich frage was wohl aus der Familie werden wird? Gleich mit abgeschoben oder sind das jetzt Thailänder? Und was kann man daraus lernen? Selbst ganz ohne ICE kann man genauso gut gnadenlos vorgehen. Selbst nach 14 Jahren. Eingeübte Praxis.
nur zur informellen richtigstellung fuer sie herr kusch !
weder handelt es sich hierbei um denunzianten noch um irgendjemanden , es sich ausschliesslich und nur
“ besorgte buerger “ das sollten sie in einem ihrer naechsten kommentare beruecksichtigen !
danke fuer das verstaendniss und lesen
Dass Lesen bildet ist nur ein Märchen, oder? Einfach nochmal versuchen den ersten Satz zu lesen. Wer weiß, vielleicht hilft’s?
etwas mehr sinn fuer humor waere angesagt 😉