ANG THONG – Eine traditionelle Trauerzeremonie endete in einer Tragödie. Ein 66-jähriger Mann erlitt bei einer Feuerwerks-Explosion schwere Verletzungen am rechten Arm.
Vorfall auf dem Tempel-Gelände
Der Unfall ereignete sich am späten Nachmittag auf dem Gelände des Wat Ngiew Rai Tempels. Der 66-jährige Somyot Sabaiprae war dabei, Feuerwerkskörper für die Beerdigungsriten vorzubereiten, als es zu der Explosion kam.
Die Detonation war nach Angaben von Augenzeugen im ganzen Dorf zu hören. Umstehende eilten unmittelbar zur Hilfe und alarmierten die Rettungsdienste.
Schwere Verletzungen am Oberarm
Rettungssanitäter von der Ruamkatanyu-Stiftung trafen wenige Minuten nach dem Notruf ein. Nach Angaben von Nattapol Boonprasop erlitt der Mann schwere Verletzungen am rechten Oberarm und Schulterbereich.
Die Ersthelfer versorgten den Verletzten am Unfallort hinter dem Tempel-Krematorium mit Notverbänden und stabilisierten seinen Zustand für den Transport ins Krankenhaus.
Technischer Defekt als mögliche Ursache
Nach ersten Aussagen des Betroffenen handelte es sich um einen technischen Defekt. Der Feuerwerkskörper hatte zunächst nicht gezündet, wie es vorgesehen war.
Als Somyot Sabaiprae den Böller überprüfen wollte, kam es zur unerwarteten Detonation. Die Explosion ereignete sich in unmittelbarer Nähe und traf ihn am Oberkörper.
Medizinische Versorgung im Krankenhaus
Der Verletzte wurde umgehend in das Pho Thong Krankenhaus gebracht. Das medizinische Personal übernahm die Weiterbehandlung und führte die notwendigen Untersuchungen durch.
Sein Gesundheitszustand wird von den Ärzten als ernst eingestuft. Weitere medizinische Eingriffe sind geplant, um die Verletzungen zu behandeln und die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.
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Feuerwerkstradition bei thailändischen Zeremonien
Feuerwerk ist bei thailändischen Beerdigungen eine jahrhundertealte Tradition. Nach buddhistischem Glauben soll es böse Geister vertreiben und den Weg der Seele ins Jenseits erleuchten. Diese Praxis ist besonders in ländlichen Regionen noch weit verbreitet.
Allerdings kommt es regelmäßig zu Unfällen durch nicht zertifizierte Feuerwerkskörper. Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass viele dieser Produkte nicht den geltenden Sicherheitsstandards entsprechen und ohne ausreichende Qualitätsprüfung auf den Markt gelangen.
Polizeiliche Ermittlungen eingeleitet
Die Beamten der Rammasak Polizeistation haben die Ermittlungen aufgenommen und sichern am Unfallort die Beweise. Der explodierte Feuerwerkskörper wird derzeit von Sachverständigen untersucht.
Die Behörden prüfen, ob es sich um einen zugelassenen Feuerwerkskörper handelte und ob alle erforderlichen Sicherheitskennzeichnungen vorhanden waren. Je nach Ergebnis der Untersuchung könnten rechtliche Schritte gegen Hersteller oder Verkäufer eingeleitet werden.
Auswirkungen auf die trauernde Gemeinschaft
Die Familie, die sich eigentlich zum Abschied von einem verstorbenen Angehörigen versammelt hatte, steht nun vor einer zusätzlichen Belastung. Die Trauerfeier musste unterbrochen werden, und die Angehörigen kümmern sich nun um den verletzten Somyot.
Die örtliche Gemeinde zeigt sich betroffen von dem Vorfall. Viele Bewohner kennen die Familie persönlich und bieten ihre Unterstützung an. Der Tempel hat angekündigt, Gebete für die baldige Genesung des Verletzten abzuhalten.
Sicherheitsmaßnahmen und Prävention
Sicherheitsexperten betonen die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen beim Umgang mit Feuerwerkskörpern. Zu den empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen gehören erstens die Verwendung ausschließlich zertifizierter Produkte mit Prüfsiegel, zweitens das Einhalten eines ausreichenden Sicherheitsabstands, drittens das Niemals-Überprüfen von Blindgängern und viertens die Bereitstellung von Löschmitteln am Einsatzort.
Verschiedene Nichtregierungsorganisationen setzen sich für verstärkte Aufklärungsarbeit ein. Sie fordern verpflichtende Sicherheitsschulungen für Personen, die bei religiösen Zeremonien Feuerwerk handhaben. Zudem wird eine strengere Kontrolle des Verkaufs von Feuerwerkskörpern diskutiert.
Diskussion über Tradition und Sicherheit
Der Vorfall wirft Fragen über das Spannungsverhältnis zwischen kulturellen Traditionen und modernen Sicherheitsstandards auf. Feuerwerk ist für viele Thailänder ein wichtiger Bestandteil religiöser Zeremonien und eng mit ihrem kulturellen Selbstverständnis verbunden.
Gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die strengere Regulierungen fordern. Einige Tempel haben bereits freiwillig Sicherheitsrichtlinien eingeführt oder arbeiten mit ausgebildeten Pyrotechnikern zusammen. Andere setzen auf alternative Rituale, die weniger Gefahrenpotenzial bergen, wie etwa das Anzünden von Kerzen oder das Verwenden von LED-Lichtern.
Die Debatte über angemessene Sicherheitsmaßnahmen wird voraussichtlich weitergehen. Dabei geht es darum, einen Weg zu finden, der sowohl kulturelle Traditionen respektiert als auch die Sicherheit der Beteiligten gewährleistet.


