LONDON/BANGKOK – Sie wollte Influencer-Star werden, jetzt ist sie eine verurteilte Straftäterin! Die britische TikTokerin Ellis Matthews, bekannt als „Mum on the run in Asia“, muss für 26 Monate ins Gefängnis. Die 26-Jährige posierte einst mit ihrem vermeintlichen Luxus-Leben in Thailand – und endete in Handschellen!
Vom Social-Media-Star zur Strafgefangenen
Ellis Matthews verließ Großbritannien 2021 – hochschwanger und mit großen Träumen. Ihr Ziel: Thailand. Dort wollte sie als Influencerin durchstarten. Auf TikTok postete sie unter dem Account @mumontheruninasia Bilder von ihrem vermeintlichen Luxus-Leben. Doch dann kam der erste Skandal.
Sie prahlte damit, 2.300 Pfund (etwa 2.700 Euro) im Monat an britischen Sozialleistungen zu kassieren – und das, obwohl sie in Thailand lebte.
Der große Rückzieher nach der Empörung
Die britische Öffentlichkeit reagierte empört. Wie konnte jemand im Ausland Luxus-Leben auf Kosten der Steuerzahler führen?
Matthews ruderte zurück. Die Behauptungen seien nur erfunden gewesen, um Klicks zu generieren. Sie beziehe keine Leistungen, weil sie außerhalb Großbritanniens lebe. „Das war nur für die Views“, soll sie damals gesagt haben. Doch der Ruf war bereits ruiniert.
15 Wochen in thailändischer Zelle
Die nächste Katastrophe ließ nicht lange auf sich warten. Die Britin postete ein Video von sich und ihrem Kind – beide in thailändischer Abschiebehaft. Der Grund für die Festnahme: Matthews hatte ihr Visum massiv überzogen. Die thailändischen Behörden nahmen die Mutter fest.
15 Wochen saß sie in thailändischer Haft. Ihr Kind blieb bei einer Familie in Thailand zurück. Die Influencerin wurde schließlich abgeschoben.
Drogen-Vorwürfe bringen sie hinter Gitter
Doch zurück in Großbritannien wartete das nächste Unglück: Bei ihrer Ankunft war die Polizei bereits da. Ellis Matthews wurde sofort festgenommen. Die Anklage: Drogenhandel. Konkret wurde sie angeklagt, Kokain und Cannabis besessen und verkauft zu haben.
Am 13. März stand sie vor dem Preston Crown Court. Das Urteil: 26 Monate Haft. Sie wurde ins Frauengefängnis HMP Styal gebracht.
Die 108-Tage-Rechnung
Die Britin kann immerhin einen kleinen Trost verbuchen: Ihre 108 Tage in thailändischer Abschiebehaft werden von der britischen Haftstrafe abgezogen. Trotzdem: Aus dem großen Influencer-Traum wurde ein Albtraum. Ihre TikTok-Karriere ist nach dem Skandal wohl endgültig beendet.
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„Sie hat gedacht, sie kommt mit allem durch. Jetzt zahlt sie den Preis“, kommentiert ein britischer Polizeibeamter.
Thailand bleibt heißes Pflaster für Briten
Doch Matthews ist kein Einzelfall. Thailand bleibt für britische Straftäter ein gefährliches Pflaster. Erst Anfang März wurde ein Brite in Bangkok festgenommen. Er soll 400 Gramm Kokain und zwei Gramm Ecstasy an Touristen im Sukhumvit-Gebiet verkauft haben. Auch er sitzt nun in Haft.
Ebenfalls im März: Vier Briten brachen in Pattaya in das Haus eines Landsmannes ein und stahlen einen Safe mit zwei Millionen Baht (etwa 50.000 Euro) Bargeld.
Was die Haft für Matthews bedeutet
Für Ellis Matthews beginnt nun ein neues Leben – hinter Gittern. Ihre Zukunft als Influencerin ist wohl endgültig zerstört. Die 26-monatige Haftstrafe wird sie vermutlich in voller Länge absitzen müssen. Eine vorzeitige Entlassung ist bei solchen Delikten unwahrscheinlich.
Ihr Kind, das sie einst mit nach Thailand nahm, bleibt vorerst in der Obhut der thailändischen Familie. Der Kontakt dürfte schwer sein.
Lehre aus dem Thailand-Drama
Der Fall der TikTokerin ist eine Warnung an alle, die Thailand als rechtsfreien Raum betrachten. Das Königreich geht hart gegen illegale Einwanderung und Kriminalität vor. Matthews wollte mit provokanten Inhalten berühmt werden. Doch sie endete als Verliererin – sowohl in Thailand als auch in ihrer Heimat.
Die Botschaft ist klar: Wer meint, sich über Visa-Regeln und Gesetze hinwegsetzen zu können, wird zur Rechenschaft gezogen. Das Paradies hat seine eigenen Regeln.
Deine Meinung
Der Fall zeigt, wie schnell Social-Media-Selbstinszenierung, Visa-Probleme und Strafverfahren zu einer internationalen Kette von Konsequenzen werden können.
Sollten Plattformen und Behörden bei offensichtlichen Falschbehauptungen über Leistungen und Aufenthaltsstatus früher eingreifen, oder wäre das ein gefährlicher Schritt Richtung Überwachung – was ist die Grenze?



Bei der wurde nun offensichtlich Dummheit doch mal bestraft. 👍