Brücken-Sturz war Mord: Bruder festgenommen

Brücken-Sturz war Mord: Bruder festgenommen
KhaoSod

UDON THANI – Was zunächst wie ein tragischer Alkoholunfall aussah, entpuppte sich als Familientragödie. Ein Handy-Video aus einem Dorf lieferte den entscheidenden Beweis und zwang einen Bruder zum Geständnis.

Grausige Entdeckung unter der Brücke

Am Morgen des 8. Januar 2026 fand ein Passant den Körper des 52-jährigen Jaroon. Sie lag unter der Huai Bo Brücke im Bezirk Saeng Khom.

Neben dem Toten lag eine Flasche mit weißem Schnaps. Die Polizei ging von einem tödlichen Sturz unter Alkoholeinfluss aus.

Verwandte bestätigten, dass Jaroon psychisch krank und ein starker Trinker war. Die Ermittler schienen am Ziel – doch dann kam die überraschende Wendung.

Das Video, das alles veränderte

Bewohner von Non Suksa Village übergaben der Polizei am nächsten Tag ein Video. Die Aufnahmen zeigten eine schockierende Szene.

Der 57-jährige ältere Bruder des Opfers, Paisan, schikaniert und schlägt Jaroon. Das Material widerlegte klar die These vom Unfall.

Die Beamten riefen Paisan sofort zur Befragung. Unter dem Druck der Beweise brach er zusammen und gestand.

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So beschrieb der Täter die tödliche Tat

Im Verhör schilderte Paisan die Ereignisse des 4. Januar. Nach einem Streit und gemeinsamen Trinken waren sie per Motorrad unterwegs.

An der Brücke hielt Paisan an. Sein Bruder setzte sich auf das Geländer. In einem plötzlichen Impuls schubste Paisan ihn in die Brust.

Jaroon stürzte in das Wasser unter der Brücke. „Ich wollte ihn nicht töten, ich war betrunken“, beteuerte der festgenommene Bruder.

Warum der Täter später mit der Wahrheit herausrückte

Nach der Tat kehrte Paisan zu Verwandten zurück. Dort machte er eine verstörende Aussage: Er habe seinen Bruder getötet und von der Brücke geworfen.

Diese Aussage, zusammen mit dem belastenden Video, ließen der Polizei keine andere Wahl. Die Anklage lautet nun auf Totschlag.

Der stellvertretende Polizeichef von Saeng Khom, Oberleutnant Thanin Inkong, bestätigte das Geständnis und die Einleitung des Strafverfahrens.

Eine Tragödie, die das Dorf erschüttert

Der Fall hat die enge Dorfgemeinschaft in Udon Thani zutiefst erschüttert. Ein familiärer Konflikt eskalierte durch Alkohol in tödliche Gewalt.

Die Dorfbewohner, die das Video fanden und weiterleiteten, waren entsetzt. Sie ahnten nicht, welch grausamen Verbrechen sie zufällig auf die Spur gekommen waren.

Nun müssen sie mit dem Wissen leben, dass unter ihnen ein Gewaltverbrechen fast unentdeckt geblieben wäre.

Ermittlungen gehen weiter

Die Polizei sichtet nun alle Beweise und wartet auf das endgültige forensische Gutachten. Dieses wird den exakten Tathergang und die Todesursache bestätigen.

Paisan bleibt in polizeilicher Untersuchungshaft. Ihm droht eine lange Gefängnisstrafe für seine Tat.

Der Fall zeigt, wie wichtig die Wachsamkeit der Bevölkerung ist. Ohne das Handy-Video wäre Jaroon wohl als Unfallopfer abgehakt worden. Sein Bruder wäre frei.

🗣 Wenn ein Handy die Wahrheit ans Licht bringt

Ein toter Mann unter einer Brücke. Erst ein Unfall. Dann ein Video. Und plötzlich steht ein Bruder in Handschellen.
Der Fall zeigt, wie brüchig erste Annahmen sein können – und wie sehr digitale Beweise heute ganze Ermittlungen kippen.

Wie viele Taten bleiben unentdeckt, wenn niemand filmt?
Und was sagt dieser Fall über Gewalt in Familien aus, die jahrelang niemand sieht?

Sag offen: Ist das Smartphone heute das mächtigste Ermittlungsinstrument – oder nur der letzte Zeuge, wenn alles schon zu spät ist?

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Quelle: The Thaiger

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